Curtain Closed. Last Time. Exit.

Okay, Folks, mit diesem Posting schließe ich endgültig die Pforten.
Ich war lange genug Anna Nuehm, und ich habe keine Lust mehr Anna Nuehm zu sein. Wahrscheinlich bin ich es auch schon länger nicht mehr und habe es nur nicht gemerkt. Anna Nuehm ist wie ein Anzug, der mir nicht mehr passt, hier und da zu eng, an anderen Stellen zu weit, durchlöchert, zu lang, zu kurz, abgenutzt. Ja, es hat sich einfach abgenutzt.
In der Vergangenheit war es hier mal schön, aber das ist schon lange vorbei.
Es bringt nichts, der Vergangenheit hinterher zu weinen, sich nicht auf die Zukunft hin zu bewegen und wie erstarrt in dem Spalt dazwischen in diesem Blog zu kauern, mit weinenden Augen auf “glorreiche Zeiten”, in denen lieb gewonnene Blogger hier kommentierten und täglich zahlreiche Klicks eintrudelten. Tempi passati.
Als erwiesene Expertin im Reiten von toten Pferden kann ich fachmännisch feststellen: Dieses Pferd ist nicht nur mehrmals tot, es ist schon längst vom Winde verweht. Lasst es uns bestatten, die wenigen Krümel, die noch da sind: …
Wenn man zu lange auf die Vergangenheit schaut, verpasst man die Gegenwart, habe ich mir nämlich jetzt gedacht.
Und was dann aus der Zukunft werden soll? Ich habe keine Ahnung.
Sieben Jahre sind genug, hab jetzt nicht so genau nachgezählt, schätze mal sieben. Und ehrlich gesagt, habe ich keinen Plan, wie es weitergehen soll, ob es weitergehen soll, wo und als wer – vielleicht zur Abwechslung mal als ich selbst? – und über welches Thema ich dann schreiben soll? Geständnis: Ich hatte nie ein Thema, BÄMM; das trifft Sie jetzt, oder?
Kein Thema. Sieben Jahre lang. Und keiner hats gemerkt.*hihi

Naja, was solls. Es soll Leute geben, die schon 395 Blogs geführt haben, und die haben das auch alle überlebt. Ist ja nicht jeder so verdammt scheißanhänglich wie ich. Aber selbst ich merke nach Jahren, dass dieses Blog mich traurig macht, zu viel mit meiner sehr unschönen Vergangenheit zu tun hat – bitte alle mal: OOoooooooh, Frau Nuehm! – und, da bin ich jetzt mal ganz pragmatisch: Was traurig macht, kommt weg. Zack.
Sehen Sie mich bitte JETZT vor Ihrem inneren Auge als Chirurgin, übrigens, bevor ich Bloggerin wurde, war ich Obermedizinalrätin, Lektorin, Arzthelferin, Spielerfrau, Zahnarztgattinnenchauffeuse, Latin Loverin in Uru- und Paraguay, Table Dancerin in einem Topless Senioren-Club, Geschäftsführerin in einem Geschäft und auch Werbetexterin in einem Betrieb für Radiowerbung, bei der alle abschalteten, und illuminieren imaginieren Sie bitte eine riesengroße Säge mit rostigen Zacken:
Mit dieser Säge schneide ich mir jetzt mein Bein, äh, mein Blog ab. Denn es ist schon ganz schwarz, es ist einfach alt, verwelkt und hm, unappetitlich. So, ab dafür. Und mit meinem anderen gesunden Bein humpele ich jetzt in den Sonnenuntergang, rechts und links meine beiden kleinen Hunde, die kläffend an mir hochspringen. Wenn Sie sich jetzt ein bisschen auskennen, wissen Sie:
Blogger sind wie Haifische, denen wachsen die Beine immer nach. Also den Haien nicht, die haben keine Beine, sondern Zähne, aber die wachsen halt nach.
Also machen Sie sich keine Sorgen. Unkraut vergeht nicht.
Das gilt aber auch für Sie! Ich danke allen herzlich fürs Lesen, Kommentieren und Folgen!
Tschüss!
:-)
TAFKA (The Artist Formerly Known As) Anna Nuehm
PS:
Zum Abschied etwas wirklich Schönes, von dem ich mir wünsche, dass ich so schreiben könnte, wie diese Musik klingt.

Schreibschwächeln und Morgan Freeman

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Seltsamer Tag. Der Montag, der ein Dienstag war oder wie Jamie Oliver es nennen würde: falscher Hase.
Ich will nicht direkt sagen, dass das Schreiben in den letzten Tagen zäh läuft, aber: Es läuft zäh.
Wo sich in Teil 1 des von mir abgeschlossenen Romans die Ideen, Pointen und Witzchen nur so die Türklinke in die Hand gaben, zieht sich Teil 2 eher so dahin. Kaugummischreiben, Hängen und Würgen.
Immer öfter stehen die Figuren des Romans tatenlos herum, sehen mich auffordernd an: “Was sollen wir tun? Los, schreib uns, was wir machen sollen!”
“Einfach irgendwas. Macht was, keine Ahnung.” sage ich erschöpft und mixe mir den 300. Hugo.
Auch meine Idee, einfach einen Mann mit einer Pistole in den Raum kommen zu lassen, erweist sich als Rohrkrepierer, denn er hält stattdessen eine Banane in der Hand, und alle kichern nur albern herum.
Nach Schauen der letzten 5000 Filme, bei denen mir aufgefallen ist, dass Morgan Freeman wirklich in jedem dieser Filme mitspielt, sei es nun als Batman, American Gigolo, John Travolta, Rotkäppchen oder Vin Diesel, eine wahre Morgan Freedom-Invasion, lasse ich spontan Morgan Freeman den Raum betreten. Aber auch diese Idee zündet nicht so richtig.
“Verdammt, Morgan Freeman. Du hier?!”
“Sicher. Und in “Bruce Allmächtig” habe ich Gott gespielt.”
Ich setze ihm einen wütenden Stachelrochen auf die Schulter und bekleide ihn mit einem Nicolas Cage-Shirt, aber auch das ist eher so “nee, ich weiß nicht”.
Ich treffe den richtigen Ton nicht, wie die Opernsängerin, die anstatt des dreigestrichenen E’s das dreigestrichene Fis singt, der Dirigent hält sich die Ohren zu, die erste Geige weint leise in ihre Stradivari “Ich kann so nicht arbeiten!”, während um sie herum alle Gläser zerspringen, außerdem jault ein Hund, dann geht auch noch ne Bohrmaschine los, es klingelt an der Tür und wer kommt rein:
Morgan Freedom natürlich.
Hm, vielleicht lege ich Teil 2 doch zu den Akten und widme mich ab jetzt meinem nächsten Projekt, einem Krimi. (Hilfe, ich hab jetzt schon Angst.)
Muss nur noch eben recherchieren, wie man Krimis schreibt und mal eben hundert Krimis lesen. Also, übermorgen ist das Ding fertig. Falls nicht, Sie wissen schon – Morgan Freeman als Erster einen Krimi schreibt.

D-Day versus Holy Ghost

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Noch gestern hagelte es Granaten, aber schon morgen kommt der Heilige Geist über Sie – das Leben kann wirklich sehr abwechslungsreich sein.
Am Besten am gestrigen D-Day-Gedenktag hat mir der Blick von General Merkel gefallen, mit dem sie Putin in alle seine Bestandteile atomisierte: ein Blick wie ein Flammenwerfer. Putin loderte kurz auf, zerfiel dann in schwarze Ascheteilchen, die im nächstbesten Aschenbecher entsorgt wurden. Seine russischen Leibärzte stellten jegliche Wiederbelebungsmaßnahmen sofort ein.
“Könnte man nähen Genosse Putin, bräuchte man 76 Milliarden Stieche. Wer hat Lust? Wer will mache kapute Genosse wieder chanz?”
“Njet.”
“Njet!”
“Also chommt Genosse in Gelbe Sacke, den Frau Merchkel chat dabei. Iest beschlossene Beschluss.”
“Ocheh.”
Mit diesem Blick am Omaha Beach, meine Damen und Herren, hätten wir den Krieg, meine Damen und Herren, nicht verloren. Andererseits:
wer will das schon? Sehen Sie, keiner. So gesehen ist es einfach fantastisch, dass Frau Merkel die Gnade der späten Geburt ereilte.
Abgesehen davon habe ich einen neuen Kühlschrank, und wenn Sie sich jetzt fragen, was zur Hölle der mit dem D-Day zu tun hat: eigentlich nichts, wenn er nicht eine so irrsinnig gute deutsche Wertarbeit wäre. Ein Kühlschrank wie ein Panzer. Ein Kühlschrank wie ein Bunker. Ein Kühlschrank wie eine Maginot-Linie. Ein Kühlschrank, in dem ich gestern versehentlich mein Auto parkte und drei Fahrräder, und wissen Sie was? Es war immer noch genug Platz für einen Kopfsalat, zwei Gurken, tonnenweise Rinderfilet, sieben laktosefreie Joghurts und drei Kilo Schinkenwurst.
Er ist silbern, raumhoch, füllt meine ganze Küche aus und er macht mir ein bisschen Angst. Ich denke, nachts kommen Außerirdische aus ihm heraus, schleichen sich in mein Schlafzimmer und machen dann seltsame Experimente mit mir, so dass ich denke, der Heilige Geist hätte mich infiltriert.
Was dabei herauskommt, haben Sie soeben gelesen: kranke Fantasien, schlimme Hirngespinste, launige Bemerkungen, die keiner braucht, für die ich aber leider nicht zur Verantwortung gezogen werden kann oder sollte.
Tja, und wenn Sie sich jetzt entscheiden müssten, D-Day mit Putin feiern oder sich vom Heiligen Geist erleuchten lassen, dann fiele Ihnen die Entscheidung bestimmt sehr, sehr schwer.
Frohe Pfingsten!

Herzen und Hasen

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Seit letzter Woche Freitag höre ich in Endlosschleife immer wieder diese Worte in meinem Kopf:
“The world will break your heart ten ways to Sunday, that’s guaranteed.”, gesprochen mit der Stimme von Bradley Cooper, untermalt von diesem Lied:

Natürlich, Cineasten unter den Leser haben es längst erkannt, Text und Song stammen aus “Silver Linings”, einem wirklich sehr schönen, nein, herzzerreißend schönen Film. Gesehen habe ich ihn vor Monaten, warum also ausgerechnet jetzt dieser Gehirnwäsche-Terror von meiner Muse?
Was will sie mir damit sagen? Ich soll über mein 1.000.035 Mal gebrochenes Herz schreiben? Oh, wäre mir ein Leichtes, Stoff genug hätte ich, aber: Wer will so etwas schon lesen?
Tja, jetzt gucken Sie! (Ich sehe, wie Sie gucken, mittels meiner Spezialsoftware, die ich heimlich in diesem Blog installiert habe.) Nämlich so: :-O
Okay, dann folge ich jetzt meiner Muse und versuche es trotzdem:
Gebrochene Herzen sind irgendwie so Old School. So 1980. So “Ich bin gegen den Vietnam-Krieg und verbrenne jetzt meinen BH!”. Oder?!
Außerdem ist es verflixt schwierig, über Gefühle zu schreiben.
Ich für meinen Teil bin ja der totale Kopfmensch, dessen Herz gar nicht am rechten Fleck sitzt, sondern in den Schuhen liegt und manchmal auch in der Mördergrube.
Wissen Sie auch warum? Ich ließ es mir verpflanzen, damals in den Jahren 2006-2010. Vielleicht auch schon vorher. Ja, genau, muss Anfang 2000 gewesen sein. Oder war es 1932? Und das aus gutem Grund. Eine Herzverpflanzung ist eine äußerst sinnvolle, weil praktische Angelegenheit. Denn wenn einen später jemand ins Herz treffen will, ob im positiven oder negativen Sinne, dann steht man einfach da und sagt so etwas wie: Ätschibätsch, daneben.
Nein, natürlich nicht. Dann wüsste der andere ja Bescheid.
Man sagt so etwas wie: Autsch, das tat jetzt aber weh. Hat mich jetzt echt getroffen. Oder: Hach, wie schön.
Innerlich ist man natürlich kalt wie eine Hundeschnauze, weil das Herz gut versteckt in der Nachttischschublade liegt, bei den alten Briefen oder in einem geheimen Tresor. Oder im dunklen Brunnen, wo es mal hineinfiel.
In den Schuhen sollte man sein Herz nicht aufbewahren, weil Schuhe sich abwetzen, irgendwann ist die Sohle durch und stellen Sie sich mal vor, Sie laufen dann auf Ihrem Herzen, und es wird immer dünner?! Jeden Tag. Und Sie wissen gar nicht, wie Sie mit so einem dünnen Herzen noch träumen sollen oder wünschen? Also bitte, denken Sie nach, bevor Sie so etwas Unsinniges tun. Herz in den Schuhen: Klares Nein! In der Tasche sollte man es auch nicht tragen und schon gar nicht auf der Zunge, denn dann könnte es gestohlen werden. Der beste Ort für ein Herz ist der Tresor aus Stahl mit einem Titanschloss, bester Standort des Tresors der Elfenbeinturm mit 4000 Stufen oder in einem versunkenen Schiff auf 40.000 Seemeilen unter dem Meeresspiegel. An Feiertagen kann man es ja mal kurz rausnehmen und etwas durchlüften, damit es nicht verstaubt. Abgesehen davon sollte man einfach höllisch drauf aufpassen.
Bradley Cooper hat nämlich verdammt Recht: ten ways to Sunday. Im besten Fall also zehn Mal in einer Woche, im schlimmsten Fall zehn Mal an einem Tag. Und wenn ich jetzt aufzählen sollte, wodurch, dann säße ich morgen noch hier und so viel Zeit habe ich auch wieder nicht. Unvermeidlich das Ganze, unvermeidlich. Es scheint, es ist das Wesen des Herzens, dass es immer wieder gebrochen wird und diese ganze Brecherei auch aushält. Es strebt sozusagen danach. Ob durch Liebe, Freundschaft, schlechte Frisöre, bösartige Nachbarskatzen, mieses Wetter oder abgelaufene Mindesthaltbarkeitsdaten.
Herzen sind dafür gedacht. Es ist ihre Bestimmung. Sie leben dafür. Also geben Sie alles. Aus ganzem Herzen. Immer. Verschwenden Sie sich, sparen Sie nicht, und heben Sie bloß nichts auf. Niemals. Immer wieder alles wagen, alles in die Schale legen, mit vollem Herzen leben. Es wird heute gebrochen? Prima. Morgen wird es vielleicht so gebrochen, dass Sie nicht mehr wissen, was für ein Tag ist (Dienstag), aber völlig egal. Vielleicht begegnet Ihnen am Mittwoch der wundervollste Mensch auf Erden? Am Ende zählt immer einmal mehr. Denken Sie dran: immer einmal mehr. Lieben, lachen, weinen, aufstehen, weitermachen. Naja und lieben, immer wieder. Geben Sie sich Mühe, Sie haben Ihr Herz schließlich nicht zum Spaß, sondern für die Liebe, die Freundschaft, die Hoffnung, kleine Hunde, süße Kinder, Sonnenauf- und -untergänge, Lächeln, Sex, schöne Musik, Essen mit lieben Menschen, Literatur (hört, hört!). Vergessen Sie den Blödsinn mit dem Tresor, werfen Sie ihn aus dem Fenster oder sperren Sie das Internet in ihm ein.
So, ich denke, das war jetzt ausreichend über Gefühle geschrieben. Sie merken schon: Ich kann das nicht.
Okay, ich gebe es zu: Dieser Text war ein Experiment von A bis Z und Sie das kleine, süße Versuchskaninchen mit wackelnder Nase und Schnurrbarthaaren. Und es geht sogar noch weiter:
Ich habe Ihnen meinen Ohrwurm eingepflanzt und Sie hören jetzt den ganzen Tag Bradley Cooper und Stevie Wonder in Endlosschleife:
“The world will break your heart – la la la la la la, la la la la la la – ten ways to Sunday – My Cherie Amour - that’s – lovely as a summer day – guaranteed.”

Neulich im Internet

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Es ist wirklich erfreulich, wenn man im Netz alte Bekannte wiederfindet, in deren Blogs man selbst mal kommentiert hat, früher, in einem anderen Leben. Heute schreiben sie witzigerweise Romane.
Dies bestätigt meine These, dass dieses angeblich “so wahnsinnig riesige” (Zitat Al Gore), “wunderschöne, gutaussehende, aber nicht ganz so gutaussehend wie mein Bizeps” (Arnold Schwarzenegger) und “einfach nur fantastische” (MacGyver) Internet in Wahrheit nur das ist:
Fünf Häuser und ein Edeka-Markt. Naja, okay, vielleicht noch ein Getränke-Center, aber mehr nicht.
Macht Spaß und freut mich wirklich, dass andere ihren Weg gefunden haben und etwas aus sich und ihrem Schreibtalent gemacht haben, entgegen den Vorhersagen unsäglicher Koksblogs, unweigerlicher Schrubbbelblogs, durchgeschwurbelter Schrottblogs, schrubbeliger Schlumpfblogs oder monotheistischer Monotonblogs mit Lizenz zum äh, Wasserkochen.
In diesem Sinne, haut in die Tasten, Schreiber!
Schreibt, bis die Finger bluten und die Tränen fließen! Küsst die Muse! Küsst sie schwindelig, bis sie sich freiwillig auf euren Schreibtisch legt!
Und dann – sattelt euer Pferd, ob es tot ist oder nicht, seht ihr, wenn das Licht, ach nee, falscher Text:
Pegasus, das Dichterpferd, ist unsterblich, unkaputtbar und das ist auch gut so! So alt wie das ist, wenn es mal wirklich stürbe, wäre das Sondermüll und müsste in einem unterirdischen Atommülllager aufbewahrt werden, aber macht euch keine Sorgen, das passiert alles zum Glück nicht!
Pegasus lebt, auf ewig. Genau wie Einhörner, Elfen und unsichtbare Geister, die einem nachts den Roman in die Tasten hauen!
So, ich hoffe, ich habe jetzt alle Dichter und Denker genug angespornt und ermutigt mit meinem positiven Bullshit.

Haut rein! Hmm, und falls einige jetzt ein bisschen Angst bekommen haben, ja, aus gutem Grund: Ich denke ernsthaft darüber nach, mehrere berühmte Schreibratgeber zu schreiben.
In diesem Sinne, euer äh, Dichterfürst

Good Day. Sunshine. Laserstrahl.

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WTF?!, werden Sie jetzt denken, wie passt das jetzt zusammen?
Momentchen, ich erklär’s:
Manchmal scheint einem die Sonne zwar nicht 24/7, aber wenigstens so hin und wieder aus dem Popo, und wenn das der Fall ist, sollte man sich einfach darüber freuen, den gebündelten Sonnenstrahl auf das Foto seiner Feinde richten und diese verbrennen äh, ein bisschen verschönern.
So kann man zum Beispiel mit besagtem Strahl Laserstrahlähnlich deren Augen durchkreuzen oder ihnen ein Hitlerbärtchen aufmalen. Zweiteres fällt schon unter die hohe Kunst des Laserstrahlmalens, eine alte Handwerkskunst mit langer Tradition, mittels der schon die Notre Dame im Mittelalter verziert wurde. Die herrlichen Sandsteinarbeiten wurden von einem berühmten Künstler namens Benedict Trou du Cul in jahrelanger Feinarbeit hergestellt, und auch der Aachener Dom erhielt seine berühmten Fresken vom holländischen Kunstschaffenden Rembrandt Van Arks-Geign, der sich in Ausübung seiner Kunst großflächige Verbrennungen am Hintern zuzog. Dies hielt ihn aber nicht von seinem berühmtesten Werk ab: der Tätowierung der Mona Lisa auf den Rücken seiner Frau.
Wenn Sie, lieber Leser, jetzt in diesem Moment die Muse küsst und Sie sich auch dieser wunderschönen Kunst widmen wollen, legen Sie einfach los. Hose runter, Popöchen aus dem Fenster, ein bisschen Sonne tanken und dann – Feuer frei!

Was Sie nicht sagen?! werden Sie jetzt sagen.
Und ich sage Ihnen: Genau.
Und merken Sie sich unbedingt diesen Wahlspruch:
Man muss nicht nur Sonne im Herzen haben, sondern auch im Po.

“And now…”

nein, nicht “the end is near”, sondern “to something completely different.”
Das Leben ist zu kurz für Unerfreuliches, widmen wir uns doch lieber den schönen Dingen: Freundschaft, Liebe und Musik.
Tanzen Sie, jetzt.

Wenn Sie es genau wissen wollen: Ich sehe dem großen Mann mit dem Anzug, der so fantastisch tanzen kann, ziemlich ähnlich. Nur die langen blonden Haare müssen Sie sich dazu denken. Ich tanze auch haargenau wie er, nur ein bisschen besser. Außer an schlechten Tagen, da kann es einen schon mal aus den Socken hauen wie den Mann in 1:22. Aber was soll’s: aufstehen, weitermachen.
“Das hast du schön gesagt.” MacGyver schnäuzt sich in sein Taschentuch.
“Echt? Wow, so gerührt?”
“Nö. Heuschnupfen.”

Friede, Freude, Eierkuchen

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Erfahrene Blogleser werden sich angesichts der Überschrift verstört fragen: “WTF? Ist Frau Nuehm ernsthaft krank? So gut gelaunt?”, aber nein, ich kann Sie beruhigen: Hab nur Spaß gemacht. Hallo Mai, Bonjour Tristesse.
Scherzchen, soooo schlimm ist es nun auch wieder nicht.
Nachdem der Besuch bei meinem Hausarzt zu einem Check-Up eher semi-erfolgreich war, “Ich schrieb einen Roman, und es geht darin um…” – “Brauchen Sie Antidepressiva? Es gibt auch welche, von denen man nicht *hüstel-hüstel* zunimmt.” – “Wer sind Sie? Kennen wir uns?” – “Ich bins, Ihr Hausarzt! Haben Sie Gedächtnisstörungen? Könnte Alzheimer sein! Auch dagegen gibt es Medikamente!” – “Tschüss!” – “So warten Sie doch, ich habe auch gute Nachrichten für Sie!” – “Ach was. Dass ich noch nicht tot bin?! Weiß ich selber! CIAO!” – “Nein, Sie haben ein Lungenvolumen von 157 Prozent! Ist das nicht toll?!” – “WTF???”,
hier sollte obiger Satz eigentlich ansatzlos weitergehen, aber bestimmt haben Sie vergessen, wie er anfing (Alzheimer?), also noch mal fürs Protokoll: Nachdem der Hausarzt sich wie ein Idiot benahm, beschloss ich: Das kann ich auch.
Ich machte also einen Kartoffelsalat, obwohl ich streng Low Carb lebe, die meiste Zeit meines Lebens, kochte ein paar Wiener und aß das alles auf. Dann behängte ich mich mit panierten Schnitzeln, aß auch diese auf und tanzte auf der Terrasse zu “Mambo Number Five” bis die Nachbarn um Gnade winselten.
Wenn Sie sich jetzt fragen, wo da der Kausalitätszusammenhang besteht oder wenigstens eine Pointe, eine klitzekleine, muss ich Sie enttäuschen: Gibt’s nicht.
Ach ja, doch. Daraus habe ich einen neuen Romantitel kreiert:
“Wie ich einmal hundert Jahre keine Kohlenhydrate aß, nach zwei Stunden aus dem Fenster stieg und mit einer Schüssel Kartoffelsalat verschwand.”

Schönen Sonntag! ♥

Blick in die Hölle. Blick in den Himmel. Who knows?

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Nun ja, der geneigte Leser kann an der Überschrift eventuell meinen emotionalen Status ablesen. Natürlich nur, wenn er spirituell veranlagt, hellsichtig, höchstsensitiv und im besten Fall ein Geistheiler ist.
Seltsamerweise bringt mich das Ende meines “Romans” nicht dazu, mit Luftschlagen zu werfen oder Fässerweise Sekt zu trinken. Sondern dumpf in meine Textdateien zu starren und mich als unbegabter Idiot zu fühlen. Das kann doch alles nicht wahr sein. Das ist doch alles nicht wirklich ein Roman, sondern pubertäres Geschwafel einer abgewrackten Exgermanistin, die sich auch mal als Thomas Mann fühlen wollte. Aber alles, was rauskam, war Thommi Männchen.
Das kann man doch keinem zumuten. Und wo zahlreiche Schreiber sich gerne rühmen, weil ihre 500 Verwandten ALLE ALLES LIEBEN, was sie so schreiben, kann ich nur sagen:
Nee, is nich.
Meine Verwandten? Sie würden mich killen, grillen, teeren, federn, verbrennen, aus der Stadt jagen und abknallen, wenn sie wüssten, was ich fabriziert habe. Sogar die Vegetarier unter ihnen. Gerade die würden mich wahrscheinlich sogar essen wollen. Auf Toast. Mit Heinz Curry-Ketchup und einem Gürkchen im Mund.
Es darf auf keinen Fall jemals irgendjemand diesen Roman lesen! Ich kaufe mir gleich morgen einen Tresor und schließe das Zeug darin ein. Und dann werfe ich den Schlüssel weg, jawoll.

Das war gestern. Wegen erwiesener leicht destruktiver Tendenz löschte ich den Beitrag. Heute isser wieder da.
Und mit ihm meine stoische Gelassenheit, das Ding aka Roman einfach abzuwickeln. Es anzubieten, diplomatische Bewerbungsbriefe zu schreiben, (“Dieser Roman wird Sie mehr erschüttern als fünf Erdbeben, 200 Orgasmen und der Untergang der Titanic. Und das alles simultan. Wie, Sie wollen ihn nicht lesen?? Ich geb Ihnen gleich “nicht lesen”! Ich habe fast meine Ex-Schwiegermutter umgebracht, um diesen Roman zu schreiben! Sie lesen das Zeug jetzt! *Kopf auf Tischplatte knall. Aber plötzlich! Oh, Entschuldigung, Sie bluten. Taschentuch? Hab auch Ihre Initialien eingestickt.”)
und auch ein schönes Exposé: “Also, das Ding fängt an, dann gibt es die Mitte, ziemlich lang, darin habe ich mehrere Durchhänger, Cliffhänger, Plot-Points, Pitchpoints und noch viele andere geheimnisvolle Points versteckt. Und dann, wie aus dem Nichts, wie eine plötzlich fleischgewordene Schimäre: der Schluss. Einfach so. Bumm, zack, aus. Ihnen wird die Kinnlade fallen, ich schwör’s Ihnen! LESEN! SIE! JETZT!!”)
Nun denn, die anderen kochen auch alle nur mit Wasser, was solls?!* schulterzuckend ins Off.
Freunde, wenn ihr es noch nicht wusstest, wisst ihr es jetzt:
Das Leben ist zu kurz, um sich ständig in die Hosen zu machen!!
Also: Piss off, take off or fuck off! (Was immer das bedeuten soll, aber klingt gut, oder?!)

Freundlichst Anna Nuehm

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