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Hunde sind bereits von Anbeginn der Menschheit an die Freunde des Menschen gewesen, keine Ahnung, warum. Wahrscheinlich, weil gerade kein anderer Job frei war, und sie die Arbeitsagentur dahin vermittelt hat?
Haha, das war jetzt ein schlechter Scherz, denn dass Hunde aus reiner Menschenfreundlichkeit, Opferwillen und Selbstaufgabe die Freunde des Menschen sind, das weiß doch wohl jeder!
Meines bescheidenen Wissens nach liegt die Ursache für diese intensive Freundschaft, wie so viele wichtige andere Dinge, wie Sex, Lügen, Betrügen, Karten spielen und Abnehmen in der Steinzeit.
Es begab sich damals, dass ein Steinzeitmensch – er hatte keinen Namen, denn er hatte noch keine Mutter, die ihm einen hätte geben können, denn zu dieser Zeit war die Mutter noch nicht mal im Ansatz entwickelt, sondern nur das Rad – pardautz, vom Fahrrad fiel.
Er brach sich alle Beine und lag dann da so herum. Sein Hund saß dann volle drei Stunden neben ihm, bis ihm langweilig wurde und er ganz possierlich anfing an den Beinen von Steinzeitmann herumzuknabbern. Schließlich war es Essenszeit, und der Hund hatte auch nicht die Zeit gestohlen. Vom wem auch, es war ja auch sonst keiner da?!
Das war auch das Problem. Bis auf Steinzeitmann gab es nur weitere fünf Menschen auf der Welt, die alle mehrere tausend Kilometer entfernt wohnten. Wie hätte also der Hund sich ein neues Herrchen suchen sollen, ohne auf der Reise zu verhungern? Ja, wie denn?
Da der Steinzeitmann im Gegensatz zu vielen – die anderen fünf halt – seiner Steinzeitmitmenschen ein kluges Kerlchen war, und er wusste, dass er keine Chance hatte, denn es gab keinerlei Krankenhäuser, Ärzte, nicht mal eine Fahrradwerkstatt, – die hatten ja nichts damals, das muss man sich mal vorstellen – schlug er heroisch vor: „Hund, iss du mich, damit du zu Steinzeitmann nach Australien laufen kannst. Das liegt auch nicht gerade um die Ecke und wie sollst du sonst die Reisestrecke schaffen, denn blöderweise habe ich heute auch noch deine Frolic-Notration nicht dabei. Heute geht aber auch alles schief!“. „Idiot“, dachte der Hund und machte sich dann aber frisch ans Werk. Im guten Gefühl, dass er wenigstens zu etwas Nütze gewesen war, segnete Steinzeitmensch auf den Trümmern einer nicht ausgebauten Straße das Steinzeitliche. Eine Tatsache, die der ADAC bis heute gerne verschweigt. Und er wird auch genau wissen, warum!
Im Gehirn des Urhundes hat sich aber seit dieser Zeit wie glitzernde Zahnseide in vergammelte Zähne eingegraben, dass Menschen, wenn sie auch Zeit ihres Lebens vielleicht nicht die Allerhellsten sind, wenigstens zu etwas Nütze sind: zum Anknabbern.
Und das ist doch eine sehr schöne und herzerwärmende Botschaft.