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Familie Cartwright beim gemütlichen Abendessen.

Ben (pathetisch): “So, Jungs, haut rein. Es war wieder einmal ein wunderschöner Tag auf der Ponderosa. Wir haben das Vieh von der Nord- auf die Süd-, dann von der West- auf die Ostweide getrieben und schließlich wieder zurück. Wir haben das dreibeinige Pferd vom alten Mc Clusky zum Tierarzt gebracht, wo es dann abgemurkst äh, fröhlich über die Regenbogenbrücke in den Pferdehimmel hinein galoppierte und da auf den alten Mc Clusky warten wird, der ihm sicher bald folgen wird. Zu guter Letzt haben wir einen Staudamm gebaut und den Fluss umgeleitet, der die Felder bewässert und und dann haben wir die Felder mit vielen, vielen Eimern von Hand bewässert, damit sie nicht austrocknen. Ist das nicht wunderbar? Jawohl, so ist es! So sieht ein schöner Tag im Leben eines Cowboys aus und auch morgen…blablala..”
Little Joe (zögerlich): „Du, Pa….“
Ben (väterlich): „Ja, Little Joe?“
Little Joe (quengelig): „Mein Pferd…“
Ben (alarmiert): „Wie, dein Pferd? Was ist mit deinem Pferd?“
Adam (hämisch): “Oh lala, le petit Joe est amoureux avec son cheval..”
Hoss (jammernd): „Ich hab immer noch Hunger. Immer diese winzigen Portionen…“
Ben (explosiv): „Hoss, du hast schon sieben T-Bone Steaks, neun Schüsseln Pommes und dreizehn Teller Speckbohnen gegessen! Ich glaub, es reicht jetzt mal. Und du, Adam, sprich anständig bei Tisch! Wir sind hier nicht im Puff äh, Saloon..“
Little Joe (gefühlskalt): „Mein Pferd nervt.“
Adam (süffisant): “Oh lala, le cheval de Petit Joe est amoureux avec un autre cheval…”
Hoss (dramatisch): „Mein Magen hängt mir aber in den Kniekehlen. Mir ist schon ganz schwarz vor Augen..“
Ben (zum Rundumschlag ausholend): „Hoss, das geht so nicht weiter! Ich werde morgen Doc Sledgehammer bitten, dir deinen Magen mit einem Lasso zuzubinden! Adam, ich weiß nicht, in welchen Kreisen du sonst verkehrst, aber WIR sprechen hier nicht so, capisce? Warum nervt dich dein Pferd, Little Joe? Das ist doch nicht normal für einen Cowboy, Little Joe! Mich hat noch nie eines meiner Pferde genervt, in 60 Jahren noch nicht, Little Joe! Schluchz… wenn das eure Mutter erleben würde.“
Adam (verschlagen): „Welche von den dreien?“
Little Joe (verschlagen): „Ja, welche?“
Hoss (naiv und irgendwie süß): „Wie? Welche? Wir haben verschiedene Mütter? Ja, warum hat mir das nie jemand gesagt? Und wo sind die denn alle?”
Adam und Little Joe schauen sich vielsagend an, ihre Blicke schweifen zum Fenster und von dort zum Familienfriedhof, wo man drei verwitterte Grabsteine sieht…
Ben (in der Bredouille): „Das tut jetzt nichts zu Sache! Sie waren halt für das rauhe Leben hier in der Wildnis nicht geschaffen! Sie sind halt weg! Woanders! Was ist denn jetzt mit deinem Pferd, Little Joe???!!!”
Little Joe (verwöhnt): „Es hat so blöde Flecken. Ich will ein Pferd ohne Flecken.“
Adam (boshaft): Hihihi…
Hoss (herzlich): „Ja, das sieht total doof aus, dein Pferd. Auf son hässliches Pferd würde ICH mich nicht setzen. Krieg ich noch nen Teller Bohnen, Pa?“
Adam (abrupt das Thema wechselnd): „Das würde unter dir sowieso sofort tot zusammenbrechen, Hoss.“
Little Joe (grausam): Hihihi…
Hoss (erschüttert): BUHUHUHUHUUUUUUUUUUUUUU…
Ben (cholerisch, enttäuscht und sehnsüchtig): „Verdammte Axt, müsst ihr denn immer auf Hoss herumhacken! Kann man nicht EIN-MAL in Ruhe zu Abend essen! So wie bei den Waltons! Oder bei dem Mann in den Bergen! Oder bei den Rauchenden Colts! Das ist doch echt zum Kotzen! Geht sofort alle auf euer Zimmer!!!!“
Little Joe (insistierend): „Krieg ich denn jetzt ein neues Pferd?“
Hoss (hungrig): „Kann Hopsing mir den Nachtisch aufs Zimmer bringen? Krieg ich ne doppelte Portion, ja?”
Adam (ekstatisch): “Darf ich denn jetzt den Cowboyaustausch nach Frankreich mitmachen?”
Ben (resignierend): “Aaaaaaaaaaaaargh!”