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besessen, Happy End, heitere Familiensendung, jaja ich hör ja schon auf!, Obsession?, Zombies und Vampire
Aufmerksame Leser werden festgestellt haben, dass der Schluss der spannenden Serie “Bauern suchen Frauen” der allgemeinen Weihnachtshysterie zum Opfer fiel. Da ich meinen Lesern aber keinen über mehrere Monate andauernden Cliffhanger zumuten will, bis die nächste Staffel beginnt, hier die Zusammenfassung der letzten Episode.
Was bisher geschah: In der vorletzten Folge der dritten Staffel wurden alle Bauern mitsamt Frauen und Kühen nach Chile verschifft und dort in eine stillgelegte Mine eingesperrt, wo Angelina Jolie als Überraschungsgast dazustoßen sollte. Nach wenigen Tagen kam es leider zu einem Methangasunfall, da man nicht eingeplant hatte, dass so viele Bauern Frauen Kühe soviele ähm.. Gase ausatmen. In der folgenden Explosion und dem daraus entstehenden Tohuwabohu biss eine winzigkleine Fledermaus unbemerkt den Bauern Willi – mit verheerenden Folgen!
Diese “Fledermaus” war in Wirklichkeit der 3000 Jahre alte Nosferatu – schlichtweg: ein Vampir!
Auf der hektischen Rückreise in einem Schiff, die Willi größtenteils in einem Sarg absolvieren musste, da er erste Probleme mit dem Sonnenlicht bekam, biss der Neuvampir Willi des Nächtens heimtückisch ALLE anwesenden Bauern und Frauen. Nur vor den friedlich schlummernden Kühen schreckte er zurück, vermutlich aus nostalogischen Gründen.
In seinem Blutrausch bemerkte Willi erst nach verhängnisvollen drei Tagen, dass sich alle Frauen – bedingt durch eine Genmutation – in Zombies zu verwandeln begannen. Auch seine geliebte Rosi, deren Essverhalten Willi zuerst für “ziemlich kräftig”, dann “huiuiui, haut die rein”, schließlich aber für “wahnsinnig” bis “erschreckend” hielt, hatte sich – innerhalb ihrer natürlichen Grenzen – sehr zu ihrem Nachteil verändert. Aber erst als Rosi beim Captain’s Dinner am anfänglich noch sich geschmeichelt fühlenden Käptn zu nagen begann, erkannte Willi entsetzt: Rosi war ein Zombie! Und was für einer!
Mit einem letzten Rest an menschlichem Gefühl – denn Menschen aussaugen ist eine Sache, sie auffressen aber eine ganz andere – beschloss Willi die Menschheit vor den Zombies zu retten.
Bis zum Anlegen des Schiffes in Casablanca blieben ihm aber nur wenige Tage Zeit, ab da würde sich die Zombieseuche ungehindert auf dem gesamten Erdball ausbreiten und jedes Leben auslöschen. Schweren Herzens entschloss sich Willi zu einem wahrhaften Bauernopfer: Er würde an den verbleibenden Kühen herumforschen, um möglichst schnell ein Gegenmittel zu finden. Auch wenn ihm alle Kühe der Welt heilig waren, und er in seinem Leben schon mehr intelligente Kühe als Frauen Lebewesen getroffen hatte und sie insgeheim auch für die besseren Menschen hielt. Die Kühe natürlich! Nicht die Frauen!
Unterstützung fand Willi bei seinem treuen Hofschäferhund Clifford, der ihm nicht nur mental zur Seite stand, sondern geschickt jede Nacht eine Kuh aus der Herde entwendete und sie in Willis geheimes Schiffslabor brachte.
Dort ging Willi, tränenüberströmt aber entschlossen, seinen geheimen Experimenten nach. Am Morgen des letzten Tages, schon viele Kühe waren unter Willis ungeübten, nichtärztlichen Händen dahingeschieden, stand Willi kurz vor dem Durchbruch: schluchzend hielt er den rettenden Impfstoff, gewonnen aus Rosinante II., seiner Lieblingskuh aus vergangenen, glücklichen Tagen in seiner bleichen Hand, da stürmte die kreischende Zombiemeute, unter Führung von Oberzombie Rosi das Labor.
In einem letzten heroischen Akt der Selbstaufopferung sprengte Willi sich und die Zombies mit einer Handgranate in die Luft, derweil Hofhund Clifford mit dem rettenden Impfstoff durchs Laborbullauge entkam und sofort zum einbeinigen, aber immer noch tatkräftigen Käptn eilte.
Dieser impfte sofort und persönlich alle restlichen Zombies und konnte somit die Katastrophe in letzter Minute abwenden. Gütig adoptierte er auch den Schäferhund Clifford, damit dieser, nun herrchenlos, nicht in ein Tierheim gesteckt werden musste.
Alles in allem setzte RTL mit diesem rührseligen Happy End einen grandiosen Schlusspunkt unter eine heimelige und harmonische Familienserie, die uns sicher mit weiteren Fortsetzung erfreuen wird.
Man darf auf die nächste Staffel und den nie versiegenden Ideenstrom der RTL-Redakteure gespannt sein!