Vernichtende Filmkritik CSI-Miami oder: Horatios Welt

Seit Jahren geistern diese komischen „CSI-Miami-New York-Istanbul-Duisburg-Palermo-Serien“ durchs Fernsehen. Nachdem sich das jetzt auch auf „CSI-Aachen-Kaiserplatz-Dom und zurück“ und „CSI-Frittenbude-Wanne Eickel“ ausgeweitet hat, hab ich mir das auch mal angeschaut, das Original „CSI-Miami“ mit dem werten Horatio, gesprochen Horäschio.

Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich den Titel schon mal gar nicht nachvollziehen kann. Was heißt hier CSI? Und was heißt hier Miami?
Da geht’s doch einzig und allein nur um den Horatio, den Selbstdarsteller!
Mann, macht der mich wütend! Der kann einen aber auch aufregen, der Typ!

Horatio ist ’ne Mischung aus Besserwisser, Moralapostel, Klugscheißer und Ehrenmann, also ein Typ, liebe Leserinnen, um den Sie im normalen Leben einen großen Bogen machen würden und auch sollten, und den die verehrten Leser nie in ihr verzwicktes Liebesleben mit drei Frauen gleichzeitig einweihen könnten, weil er das moralisch nicht gutheißen würde. Er würde auch nur dumme Fragen stellen wie „Muss das denn sein?“ oder „Bist du sicher?“, anstatt Ihnen einfach ein Alibi zu geben.
Also als Freund können sie den auch abhaken, den Horatio.

Horatio ist der Chef der CSI-Truppe und ein menschgewordener, wandelnder Vorwurf, zum Einen an alle seine Teammitglieder, dass diese geistig minderbemittelt sind und es nicht Wert sind, den Staub, der aus seinen Gesundheitsschuhen herausrieselt nur anzuschauen, geschweige denn mikroskopisch zu untersuchen. Zum Anderen geht ein schwerer Vorwurf aber auch direkt an Gott, – untermalt mit verschiedenen, selbstbescheidenden Gesten der Verzweiflung über seine Genialität – dass Gott ihn, Horatio, so maßlos überintelligent geschaffen hat, wodurch die anderen das Nachsehen haben, diese kümmerlichen und bedauernswerten Denkbaracken. Aber fair war das nicht von Gott, nein, nein, Horatio hätte das viel, viel besser gemacht, aber Gott hat ihn ja dummerweise nicht gefragt.
Also geht Horatio intelligenzprotzmäßig durch die Weltgeschichte, hat die Intuition gepachtet, ist immer einen Tacken schneller am Tatort und und weiß schon, wer der Mörder ist, wenn dieser selbst das noch nicht mal weiß und noch im Geschäft steht und sich überlegt „Messer oder Pistole?“. Dann kann es passieren, dass Horatio hinter ihm auftaucht, ihm den Arm auf den Rücken dreht und ganz cool sagt: „Sie sind verhaftet, mein Freund.“
Mann, Horatio, du bist zu gut für die Welt und eine Nervensäge, auch so ’ne Art Streber, aber von der ganz üblen Sorte, die einen immer noch abschreiben ließen, und das hat alles noch verschlimmert, weil die blöden Streber, die so rein zufällig ihren Arm vorm Heft liegen hatten, damit man auch rein gar nix sieht, die konnte man wenigstens hassen!
Aber dich kann man ja nicht mal hassen, in deinem Edelmut! Das ist ja wohl die größte Schweinerei überhaupt.
Ich glaube, Horatio würde sogar seine Hochzeitsnacht, auf die er sich nach zehnjähriger Verlobungszeit bestimmt sehr gefreut hat, an einen Kumpel abtreten, etwas wundervoll Verständnisvolles sagen wie „Ich denke, du hast es nötiger als ich, mein Freund..“ und dann huldvoll aus dem Raum schweben..

Horatio ist also ein wandelnder Gott auf Erden, nur schlauer, sanftmütiger, perfekter und sowieso immer drei Sekunden vor allen anderen da. Wenn die dann wie die letzten Deppen angehechelt kommen und sich mal wieder so richtig Scheiße fühlen, wie die letzten Versager, dann kommt Horatio aus dem Wandschrank gesprungen, hat schon sämtliche Beweise gesichert und wedelt seinem Team damit und auch mit der Lösung des Falles aufreizend bescheiden vor der Nase herum.
Um seine armen Leute dann komplett in den Wahnsinn zu treiben, stellt er auch immer solche neunmalkluge Fragen, auf die ER natürlich die Antwort bereits weiß, und nicht nur die richtige, sondern auch alle 34 Zillionen möglichen falschen Antworten, die es auf der ganzen Welt geben könnte, würde, gegeben hätte und gab.
Er sagt dann so etwas wie: „Und was gedenkst du jetzt zu tun?“
Teammitglied: „ Die Leiche ausstopfen lassen?“
Horatio, sanftmütig: „Nein, versuch es noch mal, denk nach…“
Teammitglied, hysterisch: „Ich weiß es nicht, sag mir, was ich tun soll!!“
Horatio, überlegen: „Vielleicht zuerst mal die Axt aus dem Opfer ziehen?“ und dann schiebt er zur völligen Demütigung seines Gegenübers noch ein „mein Freund“ nach, manchmal, wenn er besonders fies drauf ist, auch ein „mein lieber, überaus geschätzter Freund..“
Weitere sehr beliebte Fragen Horatios sind auch: „Bist du sicher?“, „Was sagt dir das?“ und „Welche offensichtlichen Schlüsse solltest du jetzt und sofort ziehen?“. Sehr beliebt ist auch sein über zehn Minuten gedehntes, aber gefühlte drei Stunden dauerndes „Hmmmm?“ womit er seine Leute so verunsichert, dass diese ohne seine Anweisung nicht mehr allein aufs Klo gehen wollen und ihn auch das ständig fragen „Horatio, findest du, ich sollte?“, Horatio, salbungsvoll „Was sagt dir dein Gefühl?“.

Spätestens dann flippen die immer aus, seine „Kollegen“, die er aber nur aus sadistischen Gründen so nennt, um den intellektuell-emotional-mentalen Abgrund, der so offensichtlich und Grand Canyon tief zwischen ihm und den anderen liegt, noch zu betonen und sich dann mit vergnügten Lächeln weiter seiner Arbeit zu widmen, während seine Untergebenen einen Nervenzusammenbruch nach dem anderen erleiden. Selbstverständlich besucht Horatio sie dann jeden Tag in der Klinik und bringt Blumen mit, Lieblingsblumen und Lieblingspralinen. Und auch ihren Lieblingsschlafanzug.
Boah, da wird man ja aggressiv beim Zugucken! Das ist eine Entmündigung erster Klasse. Das ist Psychoterror pur! Aber außer mir merkt das ja wieder keiner!

Tröstlich ist allein Horatios Aussehen, er ist nicht so sehr hübsch und das liegt nicht an seinen rötlichen Haaren, die sind ja noch ganz charmant, sondern daran, dass er ein bisschen wie ein sehr weißes Kaninchen aussieht, kleine rote Augen hat und eine Kaninchennase. Ich war ja heute sehr gespannt, ob die dann wackelt, wenn er so nachdenkt, aber leider, nein, sie hat nicht gewackelt. Nur ab und zu ein bisschen gezuckt. Und die Schnurrhaare fehlen auch, dann wäre es perfekt, das Kaninchen.

Das fand ich echt einen Schwachpunkt, aber wie ich den Horatio kenne, den alten Streber, bekommt er das auch noch hin!

Über Liv Maxx

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35 Antworten zu Vernichtende Filmkritik CSI-Miami oder: Horatios Welt

  1. corax schreibt:

    Frau Anna,

    ich mag ja so Leute.

    Glück auf! ;-)

  2. Anna Nuehm schreibt:

    Herr Corax,
    also der mit der Brille, ist das nicht Ho…?
    :-)
    Glück auf! :-)

  3. Renate schreibt:

    Egal, worüber du schreibst … ich liebe deine Sprache!

    Mach endlich ein Buch! Das werde ich mir auf den Nachttisch legen (ich habe gar keinen Nachttisch – trotzdem liegen neben, nein eigentlich auf meinem Bett gaaaaaaanz viele Bücher). Und wenn es dann da läge, würde ich es lesen, jeden Abend (jede Nacht) mir ein Betthupferl von Anna gönnen. Ja, das würde ich. Und eine Bestellung gebe ich rein vorsorglich auch schon auf. Zehn Exemplare für den Anfang…

  4. Anna Nuehm schreibt:

    Liebe Renate!!! :-)
    Danke! Ich freue mich sehr, nehme deinen Kommentar mit und lege ihn mir unters Kopfkissen…
    Du bestellst also zehn Exemplare! WOW. :-)
    Das finde ich toll.
    Ganz liebe Grüße,
    der kleine Schneekönig Anna :-)

  5. Andy Anderson schreibt:

    Liebe Anna,
    reihe mich vorsorglich in die Bestellerliste ein. Ein Exemplar würde mir genügen, aber ich würde es lesen und ehren! Und lege meinen Kommentar bitte neben Renates! :-)
    LG Andy

  6. Ulf Runge schreibt:

    Liebe Anna,
    ich auch eines, aber bitte mit Widmung. Danke.
    Ansonsten frage ich mich, wer ist CSI?
    Da ich wenig Fernsehen gucke, frage ich mich natürlich,
    ist Euch den Georg Nader in Isar 12 nicht mehr gut genug.
    Muss es denn wirklich Horäschio aus Aachen sein?
    Hat das WDR-Werbefernsehen immer noch so viel Macht?

    Sag mal Anna, wann guckst Du das alles?
    Oder präziser gefragt: Guckst Du noch oder lässt Du aufzeichnen?
    Um die 1000e von CDs, DVDs ungesehen im Archiv verschwinden zu lassen, in dem Gefühl, ich könnte ja jederzeit, wenn ich wöllte,…

    Das muss ja schon ein harter Knochen sein, wenn der vor lauter Altruismus auf seine Hochzeitsnacht verzichtet.
    Bloß mal ehrlich, wer heiratet denn so einen…

    LG, Ulf

  7. Ole schreibt:

    Erfrischend zu lesen.

    Mitreden kann ich nur die Schnippelbohne nicht.

    Nie gesehen und auch keine Möglichkeit, es zu gucken in meinem Heim.

    Und wenn ich Horatio will, lese ich Shakespeare oder höre Tiger Lou. :)

  8. Axtvermisser schreibt:

    Endlich, hier steckt also meine Axt, die ich schon länger suche. Möge Horatio sie mir bitte nach Verscharren des Kadavers bitte übersenden.

    (Bitte nicht als Wurfsendung!)

  9. ettoreschmitz schreibt:

    Ich, liebes Froin Nuehm, nehme selbstredend die ganzen Bücher. Allesamt.

    Wer also ab sofort welche will, bitte in meinem Froinnuehm-Shop das Bestellformular ausfüllen. Die Bestellungen werden in der Reihenfolge der Auslieferung abgewandelt. Ehrensache.

    Wunderbare Idee das, von Froin Renate, die offenbar in einer marlenedietrichgleichen Wohnumgebeung divaniert. Oft hat Herr Simmel die Marlene ja telefonisch beglückt und immer wieder festgestellt, er schrieb uns das ja auch oft auf, daß sie auf einem Berg von Büchern und Zeitschriften, Pralnéeschachteln und Tütüs thronte – ganztags, mitten auf ihrem Divan im Hotel. Wie schön das alles wieder ist und wohl war. Und jetzt Froin Renate! Und ich habe nur 3 Programme und kann diesen ganzen CSI-Schnickschnack nicht mal als verwaschenes Doppelbild sehen. Oder als Schattenbild bzw. schlierig-wabernden Hintergrund. Nicht mal das nicht!

    Aber auch sonst ist alles schön. Ich freue mich über Sie alle! Es regnet ein wenig Graupeln im Forensikhof. Tut gut!

    Herzlich
    Ihr ergebenster
    Froinnuehmshop E.Schmitz

  10. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Andy,
    dein Kommentar kommt selbstverständlich auch unters Kopfkissen! Ein Exemplar, okay, habs notiert. ;-)
    LG, Anna

    Lieber Ulf,
    mit Widmung, ist auch notiert.. Du kannst dir noch aussuchen, was ich da reinschreiben soll. :-)
    Tja, de Horäschio ist ja nicht aus Aachen, der stammt ja aus Alsdorf-Zopp und ist seinerzeit rübergemacht in die USA.
    Da legte er dann eine kometenhafte Karriere aufs Parkett.

    Ulf, ich guck das ja nicht alles, den Horäscho hab ich jetzt einmal geguckt, meistens lass ich auch gucken und mir das dann erzählen. Oft schlafe ich auch ein, deshalb sind meine Filmkritiken manchmal auch etwas lückenhaft..
    Tja, wer heiratet so einen? Also ich nicht.. ich glaube seine Frau ist in der Hochzeitsnacht auch sofort abgehauen und die Ehe wurde mangels Stattfindung annuliert. Horäscho und Sex, das geht ja sowieso überhaupt nicht..
    LG, Anna :-)

    Lieber Ole,
    dankeschön! :-)
    Und was den guten alten Shaky anbelangt:
    „Though this be madness, yet there is method in ’t.“. Das habe ich mir sozusagen auf die Fahne geschrieben. Vielleicht aber auch genau umgekehrt…

    Toller Song.. macht Laune… thanks!
    Anna :-)

  11. Anna Nuehm schreibt:

    Verehrter Axtvermisser,
    Sie stehen unter dringendem Tatverdacht. Mir scheint, Sie hätten irgendwie irgendetwas mit dem Mord zu tun?
    Was gedenken Sie jetzt zu tun? Warum machen Sie so etwas? Wie genau stellen Sie sich das jetzt alles vor?
    War es das WERT??? Sie wissen, dass Sie Ihre Zukunft verbaut haben??? Warum??
    Schöne Grüße,
    Anna Horäschio :-)

    Lieber Ettore Nuehmversand! :-)
    Das finde ich ganz toll, dass Sie mir das gesamte Marketing abnehmen, ich bestell dann auch mal ein Buch für Froinnuehm selbst. Sonst haben nachher alle eins, nur ich nicht!
    Ich habe auch sehr gute Nachrichten für Sie, das Buch ist fast fertig, denn ich habe schon eine halbe Seite. Okay, das war jetzt übertrieben, es ist nur ein Satz, aber der ist vom Feinsten!
    Passen Sie auf, der geht so: „Mein Name ist Nuehm, Anna Nuehm. “ Na, wie finden Sie das?
    Der zweite ist auch halb fertig und zwar lautet der „Und ich habe die Lizenz zum…“
    Na, mir fällt da aber schon was ein!

    Herzlich
    Ihre Anna Nuehm :-)

  12. gaviota schreibt:

    Ich bin sicher, liebe Anna…deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das Buch scheint phänomenal zu werden ;-) Bin gespannt auf die Fortsetzung *g*

  13. Axtvermisser schreibt:

    Frau Höräschi, sie war’s, sie war’s… äh, ör war’s, ör war’s ;-)

    Und bitte jeder nur eine Axt!

  14. Anna Nuehm schreibt:

    Liebe Gaviota,
    danke, die Grenzen meiner Phantasie gehen ja öfters mit mir durch. Von daher bin ich noch viel gespanner auf die Fortsetzung als du. :-)

    Werter Axtvermisser,
    auch wenn Sie heute Geburtstag haben, so zählt das nicht als mildernder Umstand für eine Bewährung.
    Außerdem sind Sie äxtlich schon öfter aufgefallen, ich sage nur „Der Axtmörder Teil 1-67“. Sie sind einschlägig (!) bekannt. Und ich habe IHRE DNA am Tatort gefunden, ha! :-)
    Das Sie nekrophile Tendenzen aufweisen, habe ich Ihnen schon 1979 prophezeit? Stimmt’s?
    Weil es aber so schön ist mit Ihnen, hier für Sie:

    Have fun!
    Anna :-)

  15. Erdge Schoss schreibt:

    Angeblich, liebes Fräulein Anna, wurde der kleine Horatio, als er noch kleiner war, und daraus ergibt sich dann der ganze Rest, täglich mit dem Klammerbeutel gepudert. Was übrigens auch für Erwachsene ein wenig kommoder Zeitvertreib ist, besonders dann, wenn man auf der falschen Seite des Klammerbeutels steht.
    Hätte Mutter Horatio einen modernen Wäschetrockner ihr eigen genannt, wäre möglicherweise alles ganz anders oder vielleicht noch viel schlimmer gekommen. Ich werde hierzu Jochen befragen nach seiner Zungentransplantation.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  16. Ole schreibt:

    Den Satz, Frau Nuehm, den finde ich ja noch nicht so. Dem fehlt ein wenig der ureigene Drive und Schmiss. Ein wenig zu postmodern zitatverwurschtelnd. Zu viel Bezugs-Ebene. Andererseits. Aber was rede ich? Machen Sie nur. Es wird schon grandios werden. Die Erfahrung zeigt es ja in hülliger Fülle.

  17. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Herr Erdge,
    mit dem Klammerbeutel gepudert! Das erklärt natürlich vieles, wenn nicht sogar alles. Er fällt also in die Rubrik „schwere Kindheit“, das müsste schon als mildernder Umstand durchgehen..
    Jochen bekommt eine neue Zunge, das wurde aber auch Zeit. Ich hoffte ja, die alte würde sich noch erholen, aber sie ist ja beim letzten Gala-Dinner abgefallen, als Jochen gerade so herzhaft lachte..
    Kein schöner Anblick, aber ein unvergesslicher.
    Herzlich
    Ihre Anna :-)

    Ole,
    der Satz, Sie sagen es.. Ich glaube auch, den habe ich schon mal gehört, aber in einem anderen Zusammenhang.. ;-)
    Was halten Sie denn von:
    „Mein Name ist Nuehm und meine Geschichten werden Sie rühren, bis es Sie schüttelt.“
    Hmm, ich hätte auch noch:
    „Ich bin Nuehm, aber das bleibt jetzt bitte unter uns..“
    Puuh, ist das alles schwierig…
    Danke. ;-)
    Anna

  18. Erdge Schoss schreibt:

    Bei einem Galadinner in Aachen, liebes Fräulein Anna, fällt doch automatisch allen Beteiligten die Zunge ab. Ich selbst wagte mich dereinst einmal bis kurz vor Bielefeld, wo ich an einer ähnlichen Veranstaltung teilnahm und meine Zunge nur um Haaresbreite rettete.

    Und nun meine Frage: Wie haben Sie das alles bislang unbeschadet überstanden?

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  19. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Erdge,
    So ist es. Zunge ab. Wäre mir auch fast passiert. Seitdem ernähre ich mich nur noch aus saarländischen Care-Paketen.
    Manchmal muss ich dann hungern, wenn die Post nicht kommt. Seufzzz…

    Ihre Frage: Unbeschadet, tja, schön wär’s! Schön. Wär.‘. s!

    Herzlich,
    Ihre Anna

  20. Renate schreibt:

    Eine Widmung für mich – also das sehe ich schon als derart selbstverständlich, dass ich es gar nicht erwähnt habe…. ;-)

  21. Anna Nuehm schreibt:

    Renate, das ist ja wohl klar! Und eine ganz besonders schöne! :-)

  22. Ole schreibt:

    Namen sind Rall und Schauch. Berausche die Leser damit, wie Du bist, was Du kannst, welch spannende, erfrischende, betörende, überraschende, packende, intensive Momente, Erlebnisse, Geschichten und Gedanken Du ihnen zu bieten hast, womit Du verführst, wie Du ihr Leben verzaubern und ihre Aufmerksamkeit fesseln kannst. Dann werden sie voll Begeisterung den Namen auf dem Umschlag aufsaugen und in die Welt verbreiten.

  23. Anna Nuehm schreibt:

    Ole, das finde ich eine ganz bezaubernde, hilfreiche und anmutige Anleitung über das Schreiben und zudem eine sehr treffende Selbstcharakteristik! :-)

    Danke. :-)

  24. oldman schreibt:

    Der eine Caruso konnte singen.
    Der andere Caruso kann nicht schauspielern.

    Der eine Horatio wurde stets seekrank.
    Beim anderen Horatio werde ich wenn ich ihn seh‘ krank.

    Haben die Drehbuchschreiber den Horatio abgekupfert?

    >>Zitat aus WIKI:
    … beschreibt C.S. Forester sein zentrales Thema,
    den „man alone“ – Extremsituationen, in denen ein Mensch
    auf sich allein gestellt eine schwerwiegende Entscheidung
    treffen muss.
    Horatio Hornblower … gerät immer wieder in derartige Situationen,
    und ihm macht die Last der Verantwortung schwer zu schaffen.
    Trotz großer Selbstzweifel gelingt es ihm aber stets,
    unter Abwägung aller Chancen und Risiken die richtige
    Entscheidung zu treffen.
    Zitat Ende<<

  25. Anna Nuehm schreibt:

    Genial, Oldman, einfach genial!
    Die haben den Hornblower abgekupfert!
    Sie sehen mich gerade sehr verblüfft, wenn nicht sogar erschüttert.
    Warum ist mir das nicht aufgefallen??
    Warum?
    Warum nur?
    Anna :-)

  26. Ole schreibt:

    Da blase ich ins selbe Horn!

  27. Ad schreibt:

    ist ihnen eigentlich auch mal aufgefallen, daß der horatio immer nur von der seite schaut? ich glaube, der hat nur ein halbes gesicht. deswegen ist der wohl auch so verbittert. der krümmel…

  28. Anna Nuehm schreibt:

    Ole, und das zu Recht. :-)

    Ad,
    das ist viel schlimmer mit dem Horatio. Mit der einen Gesichtshälfte schaut er wohlwollend und sanftmütig, während er mit der anderen krankhaft ehrgeizig und böse schaut.
    Weil die meisten Zuschauer, inklusive mir, das nicht verkraften würden, ist er vertraglich verpflichtet, die eine Hälfte immer wegzudrehen…
    Das bleibt aber bitte unter uns, sonst verliere ich meinen Informanten in Hollywood..
    :-)

  29. Jürgen Dompteur schreibt:

    Jetzt mal ehrlich. Was machste schon, den ganzen Tag, wennde rote Haare und Sommersprossen all over hast?

    Shopping: Ja, was passt denn bitte zu rot? Bodybuilding? Die gestärkten Zwillingswadenmuskeln sehen immer komisch unter bleicher Haut aus. Bademeister? Naja, aeh, bring your sun bloc. Sachbearbeiter? Das Gehänsel der Kollegen ist sicher. Feiern und fett werden? Na, wie sieht den der sommersprossen übersähte Bierbauch aus?

    Ihm blieb nur eines. Sich in ein mit künstlichen Licht versehenen Labor zurückziehen und den Respekt der Kollegen durch Leistung und distanzierter Selbstlosigkeit sich täglich zu erarbeiten. Hmm, warum bin ich jetzt nicht mit roten Haaren gesegnet?

  30. Anna Nuehm schreibt:

    Herr Dompteur,
    wahrscheinlich, weil Sie es nicht anders verdient haben. :-)
    Nee, Herr Dompteur, Spässchen..
    Aber es muss ja auch Menschen wie Sie geben: Einen durchtrainierten Sach-Bademeister, ohne Bierbauch mit stählernen Muskeln allover, niedlich verpackt in leicht gebräunter Haut und in ein cooles Outfit gehüllt, das zu allem passt…
    Nicht jeder käme damit so souverän klar, wie Sie.
    Und darum hat es Sie auch erwischt. (*hihi)
    So einfach ist das…
    Anna :-)

  31. Pingback: Oldblog » Sybian , Lencoran , Whity und Henker

  32. HG schreibt:

    Hallo Frau Anna,
    Und das alles ist Ihnen in einer einzigen Sendung aufgefallen?
    Respekt, toller Text. Bin ab sofort Stammleser. ;-)
    Gruß HG

  33. Anna Nuehm schreibt:

    Jaja, Oldman, ist klar.. Sie Schlingel, mal wieder… ;-)

    Hallo Herr HG,
    Ja, einmal gucken, wenn überhaupt. Meistens schlafe ich noch dabei ein, gehe mit dem Hund ne Stunde raus oder telefoniere… Das sind dann immer die verblüffendsten Kritiken. :-)
    Dankeschön!
    Ich begrüße Sie herzlich als neuen Stammleser, nehmen Sie doch Platz auf dem Sofa.
    Gruß Anna :-)

  34. Ulf Runge schreibt:

    Wegen der Widmung, liebe Anna,
    wie wäre es mit:

    Spontan und auch ganz plötzlich,
    find diese Widmung ich ergötzlich…

    So warte ich denn in Ungeduld…

    Liebe Grüße,
    Ulf

  35. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Ulf,
    ich bin immer noch auf Seite eins, genau genommen auch beim ersten Satz. Aber das wird! :-)
    Wie wärs denn mit:

    Lieber Ulf, du netter Junge,
    schrübest du dich nicht schon „Runge“,
    hätte ich dich „Schön“geschroben,
    und mit Kränzen dich umwoben.

    Deine Texte sind der Kracher,
    deine Kommentare Lacher,
    Lieber Ulf, ich dank recht schuehn,
    Deine herzlich Anna Nuehm.
    :-)

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