Nützliche Erfindungen der Menschheit: Der Weihnachtsbaum (5)

Der Weihnachtsbaum wurde im Jahre 121.047 vor Christus von ein paar herumlungernden Neandertalern, ja, wieder einmal waren die es, spontan erfunden. Und zwar hatten sie nach einem reichhaltigen Mammut-Barbecue keine Ahnung, wohin mit den abgenagten Knochen und hängten diese unvermittelt und wie sie selber fanden, sehr kreativ in einen zufällig herumstehenden Baum. Darüber waren sie sehr begeistert, vor allem weil sie damit auch gleichzeitig einen neuen Beruf, den des Innenarchitekten schufen, abgeleitet davon auch den des Dekorateurs und des Möbeldesigners, was ziemlich alles dasselbe ist.
An diesen genialen Einfall schlossen sie eine wilde Feier an und das war dann Weihnachten. Nee, das geht jetzt doch zu weit!
Nach wenigen Wochen aber schon begann das Ding zu müffeln und so starke Botulismusbakterien zu verströmen, dass ihre vorbeigehenden Wolfshunde ohnmächtig zu Boden sanken und noch Wochen später unter Schnauzentäube (?) litten. Seufzend und schweren Herzens mussten sie den Baum absägen und in ihrem Müllentsorgungsplan nachschauen, wann die Weihnachtsbäume abgeholt werden. Leider gab es so etwas wie „Müllentsorgung“ aber noch nicht. Darum ließen sie das Teil einfach im Straßengraben liegen, aber dummerweise gab es auch noch keine Straßengräben, wodurch sie bald ein echtes Problem hatten.
Darum entschlossen sie sich, und zwar ausgehend vom spielerischen und rein intuitiven Dekorieren ihres Weihnachtsbaumes, das muss man sich mal vorstellen!, nicht länger die Augen vor der dringend erforderlichen Zivilisation zu verschließen, sondern voll in diese einzusteigen. Sie wurden darum blitzartig modern und zu den Menschen, die wir heute sind, wobei man einigen auch heute noch die Neandertalerveranlagung sehr stark anmerkt, aber man sollte diese nicht verurteilen, sondern eher beneiden. Weil sie ja so große Erfinder sind.
Somit ist der Weihnachtsbaum die eigentliche Wiege der Menschheit, wenn man sich das vielleicht auch räumlich nicht so ganz vorstellen kann, es ist aber trotzdem so.

Der Ursprungsweihnachtsbaum war ein Mammutbaum, wurde aber aus dem dringenden und möglicherweise masochistischem Bedürfnis der Menschen, sich bei der Beschaffung, beim Transport und beim Dekorieren des Baumes tiefe, böse entzündete oder lebensgefährliche, septische Schnittwunden, bis Ostern schwarzverharzte Hände und klebrige Autositze zuzuziehen, durch den für diese Zwecke einzig passenden Baum ersetzt: den Tannenbaum. Gesagt, getan.

Mit dem Baumbehang war es da schon etwas komplizierter. Im Laufe der Jahrhunderte grenzte sich der Baumbehang von den ursprünglich verwendeten, abgenagten Mammutknochen etwas ab, vor allem bedingt durch das Aussterben des Mammuts, wobei böse Zungen behaupten, die um sich greifende Freude und die damit verbundene Weihnachtsbaumbedarfsexplosion wäre verantwortlich für die weltweite Mammutdezimierung, was so aber überhaupt nicht stimmt. Vielmehr ist das totaler Käse! Es wurden sogar spezielle Mammutzuchtfarmen angelegt, noch bis ins 20. Jahrhundert hinein, was aber viele Menschen einfach nicht wahrhaben wollen.

Auf jeden Fall zierten verschiedene kulturell-rituelle Symbole den Weihnachtsbaum, je nach Lust und Laune der Menschen, was für einen Baum auch nicht immer witzig ist. Hat sich schon mal jemand in den hineinversetzt, wie er sich fühlt, wenn er da so steht, behängt mit rostigen Glöckchen, verknittertem oder sogar aufgebügeltem Lametta vom Vorjahr und schimmeligem Engelshaar, das wie nach einer verunglückten Haartönung in blondorange aussieht, aber nee, die werden ja nie gefragt. Und die Engel, hat die schon mal jemand gefragt? Fällt das nicht unter Körperverletzung, falls Engel denn Körper hätten? Nun ja, wer weiß.

Hier wegen der Fülle nur einige ausgewählte, herausragende Beispiele des guten Geschmacks in Sachen Weihnachtsbaumdekoration:
Im alten Rom zum Beispiel, als gerade die Christenverfolgung sehr en vogue war, hängte man der Einfachheit halber lebende Christen in die Bäume, man war ja schließlich kein Unmensch, und nach Weihnachten durften diese dann eine Hauptrolle in der sehr beliebten Dokusoap „Roms Next Kolosseum-Model“ spielen. Diese erlangte unter der Leitung des Volkstribunen Brucus Darnellius Kultstatus, wobei sein „Das ist der Kolosseum, baby und nicht der Katakombe!“ zum geflügelten Ausspruch und Motto der sogenannten „Generation Kolosseum“ wurde. Leider wurde diese Serie aber mangels Begeisterung der Sieger über den Hauptpreis, ein lauschiger Abend in einem noblen Separée mit einer Meute treuherziger Löwen, irgendwann wieder eingestellt.

Unter der Regierung von Kaiser Karl dem Großen – Beiname die Mörderprinte – und hier eine Weltsensation, das weltweit einzig existierende Passfoto von ihm, das ihn im zarten Alter von 97 Jahren zeigt, bei einem Bummel über den festlich erleuchteten Aachener Weihnachtsmarkt:
mini-printe.jpg

wurde offiziell ein Printenaufhängegebot erlassen. Später aber, als man durch Zufall festgestellt hatte, dass die Aachener Urprinte auf direktem Wege mit einer höheren Macht – man könnte fast sagen mit Gott – kommunizierte und zwar per Infrarotstrahlen, durch ein strenges Printenaufhängeverbot ersetzt, da dies unter den Begriff Blasphemie an Lebensmitteln fiel. Zuwiderhandlungen wurden und werden hier in Aachen immer noch sehr streng bestraft, also Vorsicht.

In der französischen Revolution hängten die Menschen putzige, kleine Guillotinen in die Bäume, was später aber per Dekret verboten wurde, denn es verletzten sich auch kleine Tiere daran, wodurch aber die neuartige Rasse des schweiflosen Edelmarders entstand, was zwar die damaligen Zoologen sehr erfreute, die Tierschutzorganisationen aber umso mehr erboste, und zu einem Kompromiss des Aufhängens von fallbeillosen Guillotinen führte, was dann aber keiner mehr sinnvoll oder witzig fand und in ein konsequentes Dekorieren mit Nichts mündete. Überhaupt nichts, nicht einmal eine Tannennadel. Der Nihilismus war geboren!
Nach der großen Weihnachtsbaumdekorationsreformation vom Jänner 1872 wurden alle Arten von Baumschmuck nicht nur erlaubt, sondern auch ausdrücklich erwünscht. Es erging sogar ein Erlass, jegliche Verbote, welche die Kreativität der Gestaltung einschränken wollten, unter Todesstrafe zu verbieten.
Dies führte dann zu einem Freestyle Christmastree-Battle, das seitdem zwischen den Nationen Usa, Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea – und neuerdings auch der Schweiz – traditionsgemäß alljährlich stattfindet und auch der „Deko-Cup“ genannt wird. Seitdem werden weltweit je nach Hobby und Geschmack Weihnachtsbäume mit den Utensilien verschiedenster Art, von der Astschere bis zur Zypressenmelke (?), vom Fußball bis zum Schienbeinschoner und vom Butterflymesser bis zum Schlagring, liebevoll dekoriert.

Neueste Forschungen haben aber einen nagelneuen  Trend entdeckt und halten Sie sich fest, denn von alleine kommen Sie da nie drauf!
Der Trend geht zum Auftätowieren von Baumschmuck in liebevoller, wenn auch monatelanger Handarbeit! Dabei reicht die Palette von kleinformatigen Engeln über größere Schneemänner, bis hin zu Ganzbaumtattoos in den weihnachtlich traditionellen Farben rot und grün.
Also liebe Leser, wenn Sie trendy, chic und sexy sein wollen, tätowieren Sie ihren Baum selbst und schmeißen Sie die ollen Christbaumkugeln einfach weg. Die sind total out. Und wenn Sie jetzt sofort anfangen, können Sie es auch bis Heiligabend noch schaffen!

Viel Spaß und gutes Gelingen,
Ihre Anna Nuehm

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44 Antworten zu Nützliche Erfindungen der Menschheit: Der Weihnachtsbaum (5)

  1. Ulf Runge schreibt:

    Erster :-)
    Liebe Anna, einfach umwerfend komisch wie immer.
    Leider vermisse ich die bei Einwanderern aus Kuba sehr beliebte Baumschmelze, wobei die flüssigen Bäume dann in Würfelform gebracht wurden: Der Kubismus war geboren.

    Na, ja, das mal am Rande…

    Weiterhin fröhliches Busfahren und Printenkauen,
    schönen Advent noch,
    liebe Grüße, Ulf

  2. corax schreibt:

    Frau Anna,

    sensationeller Text wie immer. Bin mal wieder schwer beeindruckt. Und Printus Minimus auch gleich mit verblogged. :-)

    Weihnachten, Neandertaler, Mammuts, Tattoos, Bäume und Mörderprinten aha, tses was soll mir denn dazu einfallen?
    Und an dem Trend beteiligen kann ich mich auch nicht, Sie wissen schon – meine Erziehung.

    Glück auf! :-)

    PS: Harz an den Händen bis Ostern sieht doof aus, deshalb der Tipp vom Landschaftsgärtner: Olivenöl oder Butter oder Hautcreme.
    Also damit die Pfoten einreiben, nicht essen oder den Baum damit schmücken. Und anschließend mit Wasser und Seife …
    sonst gibt’s Fettflecken auf der Tastatur. ;-)

  3. Anna Nuehm schreibt:

    Zweiter! Dritter!
    Ach so! :-)
    Lieber Ulf, vielen Dank, das freut mich sehr. Schlichtweg genial ist deine Kubismus-Idee, warum bin ich da nicht selber drauf gekommen? Dann hätte ich mir an Weihnachten eine postmoderne Weihnachtsbaum-Eiswürfelskulptur schnitzen können. Aber es ist ja noch nicht zu spät!
    Danke für den Tipp.
    Dir auch einen schönen Advent,
    liebe Grüße,
    Anna :-)

  4. Anna Nuehm schreibt:

    Herr Corax,
    vielen Dank, das freut mich in diesen Tagen des vorweihnachtlichen Vorweihnachtsstresses noch viel mehr. :-)
    Ja, vom Mammut bis zum Weihnachtsbaumtattoo ist es auch nur ein Katzensprung und die Mörderprinte hatte ich Ihnen versprochen..
    Aha, ein prima Tipp, Öl an die Pfoten.. stimmt, dann fällt das Harz ab und kann sich besser auf die Autositze verteilen. :-)
    Sehr gut, sehr nützlich. Ich werde dieser Tage auch bestimmt einen Livebericht über meinen Weihnachtsbaumkauf einstellen, wenn ich dann noch schreiben kann!
    Glück auf! :-)
    Anna

  5. Erdge Schoss schreibt:

    Es ist mir, liebes Fräulein Anna, geradezu peinlich, aber es hilft nichts, denn es ist wieder Herr Horst Cartwright, auch bekannt als The Ponderosa Mörderplauze, der pünktlich zur Weihnachtszeit Akzente von herausragender Art setzt. Hier: Trendsetting im Tattoowesen.

    Denn Herr Horst Cartwright ließ es sich nicht nehmen, aufgrund seiner Leibesfülle nicht nur ein schäbiges Tannenbäumchen auf seinen Ranzen tätowieren zu lassen, sondern gleich einen ganzen Christbaumwald, und zwar im Maßstab 1:4, was nicht zuletzt Modelleisenbahner in nicht unerheblichem Maß beeindrucken dürfte.

    Links beginnend, möchte Herr Horst Cartwright aus Feierlichkeitsgründen Jahr für Jahr einen neuen Baum tätowierungsseits illuminieren, was für die nächsten Jahrzehnte Lichtzauber sondergleichen garantiert, vorausgesetzt, er hält solange.

    Was ich ihm hiermit wünschen mag, dem Tollkühnen.

    Merry Christmas (fürsorglich)
    Ihr Santa Schoss

  6. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Herr Erdge,
    es muss Ihnen überhaupt nicht peinlich sein, denn Horst Cartwright ist mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich manchmal schon denke, ich wäre er, nur aus einem früheren Leben. Wenn auch ohne Plauze, aber das Lachen, ich sags Ihnen: genauSO lache ich auch. Naja, fast.

    Horst ist auf dem besten Wege ein wandelndes Gesamtkunstwerk zu werden und wie mir zu Ohren kam, soll er nächstes Jahr in New York City den größten Christbaum der Welt ablösen und sozusagen hauptberuflich dort stehen, vier Wochen lang.
    Ich kann nur hoffen, dass seine Illumination besser klappt als bei der Generalprobe, da flogen alle Sicherungen heraus und es roch nach verbranntem Bacon.
    Und wie er die Duschfrage löst, bei all den Starkstromverkabelungen, ist mir auch ein Rätsel, aber fragen möchte ich das nicht, denn das wäre mir peinlich, wenn es ihm peinlich wäre…

    Ich wünsche Ihnen auch schon mal Merry Christmas, falls Sie nach Kitzbühl fahren oder sonstwo die Damenwelt in Verzückung zu stürzen gedenken:

    Merry Christmas,
    Ihre Santa Anna :-)

  7. Phil schreibt:

    Da ich stolzer Besitzer eines kleines Rudels von Mammuts bin, welches ich gut versteckt in einer Schrebergartenkolonie halte, kann ich die 123.054 Jahre alte Tradition des Mammutknochenbehängens immer noch pflegen :)

  8. Anna Nuehm schreibt:

    Ah, Phil, irgendwie habe ich immer geahnt, dass in Ihnen wahnsinnig viele! ein paar winzige Steinzeitlergene schlummern.
    Anna :-)

  9. Tilla Pe schreibt:

    Muss man hier eigentlich immer etwas sensationell wortklauberisch Ausgebuchseltes schreiben? Oder reicht auch mal ein schlichtes „Handgeklapper“ für diesen wunderbaren Einblick in die Geschichte der fröhlich-seligen Baummörder?

  10. Anna Nuehm schreibt:

    Tilla,
    neee, es reicht auch ein
    – Super!
    – Hihi! Hoho! Haha!
    – Danke, habe mir das Zwerchfell durchlöchert gebrochen und werde Sie verklagen.
    – Boah, ist das ein mieser Text, Sie Langweilerin.
    – Pfuii!
    – Buuh!
    – Zum Weglaufen! Man sollte ihnen die Tastatur wegnehmen!
    – Einschläfernd.. chrzzzz..
    – Ekelhaft! Ihre Witze über den Kaiser Karl!
    – SO schreibt man nicht über seine Stadt, Sie Verbrecher!
    – Voll Scheiße!
    – Herrlich!
    – Genial, aber ich hab den Text nicht verstanden.
    – Aufhören!
    – Heiraten Sie mich! Sofort! Das geht auch online!
    – Hmmm..???
    Usw..

    Tilla, Hauptsache, es kommt von Herzen! Von Herzen! Alles andere ist egal. Ich freue mich über jeden Kommentar.
    Danke.. :-)
    Anna

  11. Erdge Schoss schreibt:

    Ein Lachen wie Horst, liebes Fräulein Anna, entzückend! Warum der ganze Strom Herrn Horsts Astralkörper illuminieren musste, ist mir schleierhaft. Er wollte, sehen Sie ruhig oben nach, zunächst nämlich die Lämpchen nur auftätowiert haben.

    Das mit der Generalprobe klingt wieder einmal recht unglücklich, insbesondere für ihn, wie seinerzeit beim Branding. Sie erinnern sich?

    Gottogott …
    Ihr Erdge Schoss

  12. frauvonwelt schreibt:

    Liebe Anna,

    heiraten Sie mich! Sofort! Das geht auch online!

    Hier bin ich!
    Deine Frau

  13. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Herr Erdge,
    ich weiß auch nicht, warum ich den armen Horst so mirnix-dirnix unter Strom gesetzt habe. Ich vermute, dies rührt von meinem im Saarland erlittenen Stromschlag her, als ich weiland das Internet reparierte.
    Seitdem sehe ich überall Strom! Strom! Strom! Da, schon wieder… Hilfe..
    herzlich und ampèrig,
    Ihre Anna *:-)
    *= Strom am Kopf
    )= Lachen wie Horst

    PS: und das Branding, wie könnte ich das jemals vergessen? Selbst wenn ich wollte, gelänge das nicht. Allein der Geruch – unvergesslich!

    Liebe FrauvonWelt!!!
    JA!
    ICH WILL!!
    Endlich!
    DAS JAHR IST GERETTET!

    Deine Frau,
    feierlich, schwärmerisch und herzlich
    Anna :-)

  14. corax schreibt:

    An die frisch verlobten Damen,

    herzlichen Glückwunsch.

    Aber …

    Deine Frau
    Deine Frau

    ? Müsste da nicht eine von Ihnen die Rolle des Kerls übernehmen?
    Und – ich sag nur Phantomschmerz. ;-)

    Glück auf! :-) *duw*

  15. Anna Nuehm schreibt:

    Corax,
    vielen Dank für Ihre begeisterten Glückwünsche. Auch FrauvonWelt wird sich darüber bestimmt freuen wie verrückt.
    Einen Kerl brauchen wir in unserer Online-Beziehung aber nicht, da sich diese auf einer eher dematerialisiert-geistig-spirituell-emotional-sakralen Ebene bewegt.
    Denke ich mal.. :-)

    Mit den Phantomschmerzen ist das natürlich ein ganz anderes Problem! Manchmal würde man als Frau auch mal gerne ein kräftiges „mir geht das alles auf den *peep*“ rufen. Und in der Version „Mann, ich werd gleich mal sehr, sehr böse und werfe mit Wattebäuschchen um mich“ kommt das einfach nicht so überzeugend rüber.
    Unfair, oder?
    Glück auf! :-)

  16. corax schreibt:

    Frau Anna,

    aha. Das wird wieder so ne neumodische liberale Geschichte.
    FrauvonWelt? Heiraten aber den Namen behalten statt FrauvonAnna? Dematerialisiert, also Ehe ohne Vollzug?
    „Wasch mich aber mach mich nicht nass!“

    Also „Earl Grey“ statt Kaffee.

    Unfair? Find ich nicht. Manche Frauen sind halt einfach cooler als manche Männer, siehe auch hier. Das muss mann aushalten. ;-)

    LL&P :-)

  17. ettoreschmitz schreibt:

    Stopppp! Froin Nuehm, FrauvonWelt, so geht’s ja aber schon mal garnicht. Hier wird nicht geheiratet. Schon überhaupt nicht Sie beiden. Sie haben hier beim Froin und drüm bei der Frau gefälligst auf dem Markt zu bleiben, sonst versiegen hier überall sämtliche Fanclubs! Das wäre Tristesse und Nihilstik pur. Da kämen wir nicht mehr weiter. Ich möchte garnicht dran denken, wenn hier (oder ehm drüm) plötzlich Funkstille unter den Commendadores herrschte, so nach dem Motto „Den‘ is eh egal, die Dam sind in Flitterwochen“ oder „Pfff. Damliebe, sowas Reaktionelles!“ und so fort und so weiter und nach kurzer Zeit füllen Lücken die leeren Stellen zwischen den wundervollen Texten aus Alabasterliteratur auf Nobelpreisbrokat. Nein!

    Und außerdem, sag ich hier mal ganz entrenous (und Sie, FvW, hörn mal kurz wech, zum Beispiel ins Paderborner Taxiradioprogramm oder was!): Wer „Schnauzentäube“ erfindet, kann nur meine Frau werden und sein und bleiben für immerdar – oder niemandes. Alles andere wäre lächerlich, absu(r)d, impraktikabelfrei!!

    Schnauzentäube.

    Nahezu besinnungslosgelesen
    Ihr
    Hinknie Schmitz

    Schnauzentäube. Das reicht bis weit ins neue Jahrzehnt, Anna. Das ist ist… bong.

  18. RP schreibt:

    Vielleicht, versammelt Damen und Herren aus Aachen und allerWelt

    könnten sich die Damen einfach nicht zu lange heiraten? Ein paar Minuten werden’s die Fanclubs aushalten, mit offenem Mund, das ungläubige Entsetzen im Gesicht, die tränenfeuchten Augen weit aufgerissen.
    Und bevor die Jungs und Mädels das Weite suchen und sich auf die Suche nach neuen anheulungswürdigen Firmamentsstrahlern begeben, kratzen sie haarscharf noch die Kurve und scheiden sich (sie müssen nicht scheiden lassen, sie können das selbst!) – in gegenseitigem Einvernehmen, z.B.
    weil die ganze WeltGaderobe in Aachen keinen Platz hat
    oder aus Eifersucht auf einen zu kurzen Rock
    oder weil’s zum Urlaub immer ins Saarland geht
    oder weil sie sich um den Plüschsessel zanken
    oder weil die Tattoos nicht gefallen

    oder weil Herr Schmitz schmollt und Herr Schoss schmollt und Herr Phil schmollt und Herr Corax schmollt und Herr Runge schmollt und alle schmollen und ich schmolle auch und sie können einfach keine Schmoller mehr sehen.
    Ihnen fällt schon was ein!
    Also einfach nicht übertreiben, schliesslich will jeder mal, zumindest träumen.

    Freundliche Grüsse

    RP

  19. Anna Nuehm schreibt:

    Herr Corax,
    ich schrieb ja: Platonisch-sakral! Von daher ohne Vollzug, ohne Namensänderung und so..
    Stimmt, manche Frauen sind einfach cooler, so halt als Mensch an sich.. :-)
    LL&P! :-)

  20. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Ettore Hinknie,
    Sie haben ja Recht, die Verwalter der Fanclubs schreiben stündlich Meldungen von verzweifelten Fans, die Ihre FrauvonWelt-Bettwäsche zerschneiden oder ihre Anna Nuehm-Energiesparlampen in die Ecke werfen.
    So geht das natürlich nicht!

    Schnauzentäube hat Ihnen gefallen? Sehr schön. Dann sollten Sie auch wissen, dass sich diese bei Nichtbehandlung zu einer doppelkammerigen Schnauzenschnäufe auswachsen kann, die im schlimmsten Falle zur Schnauzentöte führt. Das heißt, der Hund muss ohne Schnauze durchs Leben gehen, weil diese abgefallen ist. Ein sehr unschöner Anblick! (Aus dem „Anna Nuehmschen Fachlexikon für seltene Hundekrankheiten“, S. 1123- 1499, Aachen: Nuehmsverlag, 1897.)

    Ettore, ich heirate Sie dann mal eben, wenn auch nur kurz, wegen der Fans!
    Anna Nuehm-Schmitz, wundervoll.
    So, Scheidung: Anna Nuehm-Schmitz.
    Lieber Ettore, es war herrlich mit Ihnen verheiratet zu sein, wenn auch kurz, aber darum umso intensiver!
    Besinnungslos vor Glück,
    Ihre Lieblingsexfrau
    Anna Nuehm-Schmitz

  21. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber RP,
    Sie sehen, ich habe mir Ihren Rat bereits zu Herzen genommen und mich von FrauvonWelt scheiden lassen, kurz darauf Ettore geehelicht, bin aber bereits wieder geschieden.
    So muss keiner schmollen! Ich würde mich auch bereit erklären, wenn jemand den ganzen Verwaltungskram übernimmt, stündlich jemand anderen zu heiraten, in einer Art Karussell-Las Vegas-online-Heiratsauktion.
    Ich hätte momentan auch noch Heiratskapazitäten frei, wie wärs, verehrter RP?
    Dieses Angebot gilt bis um 13.02 Uhr… Aber auch morgen wieder, wegen der zahlreichen Bewerber immer auf 3 Minuten begrenzt.
    Herzliche Grüße,
    Ihre Exfrau in spe?
    Anna Nuehm-von Welt-Schmitz-RP?
    :-)

  22. RP schreibt:

    Nur bis 13:02 Uhr, liebe Gattin?
    Ich vertrödele meine Zeit mit Arbeit, wo doch das Minutenglück unaufhaltsam durch die Eieruhr rinnt… Keine Sekunde sollte man Ihren Blog aus dem Auge lassen!

    Ja, ich will, es reicht noch, haarscharf! Als Hochzeitsreise surfen wir gleichzeitig bei Ihrem Ex-Mann und Ihrer Ex-Frau vorbei, was halten sie davon? Um 13:01 zu Ettore AufDenKnien, um 13:02 klicken wir bei FrauVonWelt vorbei, und um 13:05, naja, sie wissen schon.

    3 min Strahle-Grüsse

    RP (kurz davor, wieder mal freigestellt zu werden)

  23. RP schreibt:

    Argh, nein, wer hat meine Uhr auf UTC gestellt?
    Das kann auch nur mir passieren, komme zu spät zur eigenen Hochzeit.

    Mistmistmistmist

    RP

  24. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Gatte,
    wundervoll! Virtuell und gedanklich war ich auf der Hochzeitsreise mit dabei, auch wenn ich das jetzt erst lese.
    Haarscharf, aber dabei!
    Ich mache eine Ausnahme und finde für Sie schnell eine Kapazität von 15.00 bis 15.03, denn die zehnsekündige Hochzeitsnacht will ich mir auf keinen Fall entgehen lassen!
    Strahlend,
    Ihre Gattin
    Anna Nuehm-RP

  25. ettoreschmitz schreibt:

    Schnauzentäubchen! Sie sind mir eine!

    BrüllSchmitz

    P.S. Schweizer. Muß man noch was sagen?!

  26. RP schreibt:

    Niemals wieder, liebe Anna Nuehm
    (vormals Anna Nuehm-RP,
    vormals Anna Nuehm-Schmitz,
    vormals Anna Nuehm-VonWelt),
    werde ich mit einer Frau mit einer derart kondensierten Vergangenheit verheiratet gewesen sein! Stets werde ich daran denken, wie wundervoll wir uns haarscharf verpassten, um uns endlich doch noch von unser gemeinsamen Zeit vorschwärmen zu können.
    Allein schon, wie Sie das Dunkel anmachten in unseren 10 Sekunden Hochzeitsnacht, mir wurde sofort schwarz vor Augen, wundervoll.

    Ihr ZwanzigsterDezemberFünzehnUhrNullNullbisFünzehnUhrNullDrei Gatte

    RP (Immer noch hin-und-weg)

  27. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Ettore Schnauzenschnäufchen,
    Sie sind mir aber auch einer!
    Mein Exgatte RP ist in pfeilgerader (!) Linie mit Wilhelm Tell verwandt!
    Ihre Exfrau Anna :-)

    Lieber RP,
    auch ich kann nur von unserer herrlichen Ehe schwärmen, besonders von unserer Blitzhochzeitsreise nach Venedig, zu Ettore und FrauvonWelt.
    Ja, komprimiert as komprimiert can, würde ich mal sagen.
    Ich fand es auch wundervoll, wie Sie in den zehn Sekunden ohnmächtig dahin sanken und erst nach 15 Sekunden verwirrt vor dem Scheidungsanwalt erwachten.
    Das haben Sie wirklich mit Fassung und Nonchalance getragen, Hut ab.

    Anna- leider ExRP!!

  28. Tilla Pe schreibt:

    Boah ey…. da könnte man glatt auf die Idee kommen, dafür zu plädieren, dass man Frau die Exnamen behalten muss. Was wäre das ein Spaß – bei jeder Trauung wieder und immer mehr…..

  29. Anna Nuehm schreibt:

    Ja, ich fände das sogar richtig gut. Man könnte auf einen Blick sehen, was man sonst erst nach jahrelangem Herumgefrage, Einsatz von Spürhunden und Detekteien heraus bekommen hat.
    :-)

  30. Tina schreibt:

    Ahh Frau Anna, warum haben Sie denn nichts gesagt? Eine Hochzeit feiert man wenn schon denn schon grunsätzlich mal ganz groß! Ich will Brautmädchen werden und mit dem atraktiven Trauzeugen/Junggesellen flirten. Ich trage keine schwarzen Kleider, aber sonst können Sie sich nette Farben aussuchen. Mein Vorschlag ist ja grün oder petrolfarben oder ja auch pink-violett-lila ist sehr hübsch. Wann soll es denn sein? Frau Anna sie sind sicher eine Juni-Braut… Sie sehen so aus! Toll! Ach ich erwarte schon sehnsüchtig Ihre Einladung zur Hochzeit!!!

    Herzlichst Ihre total erschöpfte, aber zukünftige Trauzeugin!

  31. Olaf schreibt:

    Frau Anna,

    ich komme viel zu selten dazu, hier vorbeizuschauen.
    Ihre Betrachtungen erinnern an den Stamm der Saarländischen Schwenker und seine Ursprungsgeschichte.
    Ihre Geschichten sind herrlich, manchmal sanft skurril.
    Ich wünsche Ihnen angenehme Festtage (bestimmt gibt es etwas zu berichten – wie wäre es mit dem Thema
    „Wochenendneurotiker über fünf Tage unter sich – unerfüllte Erwartungen weisen den Weg in die Katastrophe ?“) und ein erfüllendes Neues Jahr mit aller Freude und all dem Drum und Dran, was dazu gehört.

  32. RP schreibt:

    Liebe Frau Anna Ex-RP Nuehm

    mit Fassung will so manches getragen werden, und auch eine 15 Sekunden Ohnmacht kann man in den buntesten Farben phantastisch ausmalen, so dass sie hübsch gerahmt einen absoluten Ehrenplatz in der Galerie meiner schönsten Erinnerungen einnehmen wird.
    Aber den Scheidungsanwalt haben wir sicher nicht in Anspruch nehmen müssen, gleich vor den Richter sind wir getreten, nicht wahr? Oder etwa nicht? Ich geh mal schnell den Kontostand checken…

    Freundliche Grüsse

    RP (ex Nuehm)

  33. Anna Nuehm schreibt:

    Liebe Tina,
    legen Sie sich bitte mindestens ein bis zwei Dutzend Brautjungfernkleider zu, denn es werden bestimmt noch viele Hochzeiten hier erfolgen. Heute waren es ja bereits drei, ich hatte eigentlich mit zehn bis zwanzig gerechnet, aber das kann noch kommen.
    Halten Sie sich also bitte bereit!
    An Weihnachten und Silvester aber nicht, da habe ich frei!
    :-)
    Anna, die Braut, die sich andauernd traut

  34. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Olaf,
    schön, Sie zu lesen und vielen Dank für Ihr Lob hinsichtlich meiner geschwurbelten Enzyklopädie-Selbstbau-Versuche. :-)
    Nach den Feiertagen gibt es bestimmt sehr viel zu berichten, von Karpfen, der in der Badewanne schwimmt, umstürzenden Christbäumen und Silvesterexzessen mit Bleiklümpchen.
    Danke, ich wünsche Ihnen auch sehr schöne Festtage und alles Gute für 2008!
    Anna :-)

  35. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber RP,
    formerly known as RP-Nuehm,
    auch für mich gehört Ihre 15 sekündige Ohnmacht zu den Highlights des Jahres 2007 und noch mehr Ihre komplette Selbstbeherrschung, als Ihnen das Ausmaß Ihrer Bewusstlosigkeit bewusst wurde.
    Das haben Sie wahrhaft tapfer ertragen und Ihr Spruch „Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss!“, wird die neue Nummer eins in meinem Poesiealbum werden.
    Da Sie einen Mediator beauftragt haben, kostete die Scheidung schlappe 2 Euro 95, die ich selbstverständlich übernehmen werde!
    Herzlich
    Ihre Exfrau
    Anna Nuehm (Ex Misses RP)

  36. Erdge Schoss schreibt:

    Highlandzaque, liebes Fräulein Anna! Das scheint ein abwechslungsreicher Tag gewesen zu sein …

    Respekt
    Ihr Erdge Schoss

  37. RP schreibt:

    Und natürlich, Frau Nuehm (triple Ex)

    was ich noch sagen wollte: pfeilgerade mit Wilhelm Tell, dem Sohn vom Schiller, dessen Wurzeln tief ins Westfälische mäandern….

    Verwandt bin ich auch! Unbedingt!! Ich war sogar mal verwandt mit Ihnen, Frau Nuehm, was für ein Stammbaum!

    Freundliche Grüsse

    RP (ex und hopp)

  38. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Herr Erdge,
    Saqueciraque, Sie haben ja SO Recht.. Und er ist noch nicht vorbei!
    Danke!
    Herzlich
    Ihre Anna

    Lieber RP (one Ex),
    Sie sind ja sowas von verwandt und vor allem mit mir!
    Herrlich, wenn ich nicht schon Ihre Exfrau wäre, dann wäre ich jetzt gerne Ihr Oheim oder so, ganz wie Gevatter Tell.
    Apfelig
    Ihre Anna (XXX)<— triple x

  39. Pingback: Flitterwochen « FrauvonWelt

  40. oldman schreibt:

    Ok, ok, dann will ich es mal sein der daran erinnert, dass
    uns aus der Mammutbaumzeit einiges erhalten blieb.

    Es war Hyronimus Neander, dem der Trick mit dem Baumharz
    zugeschrieben wird. Mit Harz eingepampte Finger verhinderten
    beim damaligen Breitensport Handschädel das Entgleiten der
    Schädelkalotte beim Fallwurf.
    Ein erlaubtes Handdoping, das sich bis in die Jetztzeit gehalten
    hat. Auch die Schnurrhaare des Höhlenbären werden immer
    wieder gern von Bundestrainern getragen.

    Sogar die Schnauzentäube hat sich bis in die Neuzeit gerettet.
    Ein Besuch in den Umkleidehöhlen der SG Flensburg-Handewitt nach
    Spielende soll schon manchen Fiffi zur schrumpfschnäuzigen Randale
    veranlasst haben.

    Anzumerken bliebe noch, daß der Gegner der Handschädler vom
    Ufersaum der Düssel, der CMM Cro Magnon nie einen Sieg und damit
    die damals begehrte Medaille, einen Neandertaler, an einer
    Liane um den Hals gebaumelt, erringen konnten.
    Der CMM firmierte später um und erfand die Magnon AAA Batterie.
    Auch heute noch im Handel als Mignon AAA Zellen!

    So, ich muss jetzt diesen Beitrag bei Wikipedia unterbringen.

    Frohes Fest.
    Prost, ein Schädelchen in Ehren kann niemand verwehren.

  41. Anna Nuehm schreibt:

    Liebe FrauvonWelt,
    Rettung naht und zwar in Gestalt von MIR!!
    Ihre Anna :-)

    Wow, Oldman, ich nenne Sie ab heute nur noch Enzyklopädieman!
    Ich danke Ihnen für Ihre wertvollen Ergänzungen bezüglich des Handschädelns. Noch mehr aber für die Erwähnung des Krankheitsbildes der „Schrumpfschnäuze“, das bei der Erklärung von Schnauzentäube PER SE fallen muss, da kommt man als Tierforscher einfach nicht umhin.
    Man sollte da sehr vorsichtig sein, denn dieser Virus kann auch Menschen befallen, allerdings nicht im Gesicht!
    Die Batterien haben die also auch erfunden, ich ahnte ja so etwas! Wahnsinn!

    Ich wünsche Ihnen und meiner Spezialfreundin Maxi auch ein frohes Fest, werde aber, wenn es IRGENDWIE geht noch einen Weihnachtsgruß ins Blog stellen!
    PROST!! Und wie.. *ächz
    Anna :-)

  42. Opa schreibt:

    Frohe Weihnachten.

  43. Anna Nuehm schreibt:

    Danke Opa, dir auch frohe Weihnachten! :-)

  44. Pingback: Flitterwochen at FrauvonWelt

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