Krankmeldung

Ich schreibe diese Zeilen in völlig ungewohnter geistiger Umnachtung, das heißt, nicht ganz so ungewohnt, aber anders als sonst, denn ich bin krank.
Die ganze Woche schon. Außerdem voll im Stress. Aber mehr noch so krank.

Sogar so krank, dass ich fast freiwillig einen Arzt aufsuchte, was ungefähr so häufig vorkommt wie eine Sonnenfinsternis, nein, nicht so ganz zutreffend, eher so häufig wie das Eintreffen einer Sonnenfinsternis, einer Mondfinsternis mit integrierter Mondlandung und Spaziergang des Bordhundes auf dem Mond, einem Meteoriteneinschlag mit Kometenschweif und dem Auftauchen einer neuen Galaxie gleichzeitig.
Ich ging also zum Arzt, was eine so schöne Grenzerfahrung war, dass ich sie jederzeit gerne wiederholen würde, so in 20 Jahren, vielleicht auch eher in 30, so genau kann ich mich jetzt nicht festlegen, auf jeden Fall wollte ich immer schon über Glasscherben und glühende Kohlen laufen, und das kam dem Ganzen schon ziemlich nahe.
Zwischenzeitlich dachte ich beim Arzt, dass ich träume, dass ich Visionen habe, neben denen Nostradamus vor Neid erblassen würde, dass ich Kafka heiße und es wunderschön wäre, ein Käfer zu sein, dass ich im Internet bin oder alles zusammen. Warum?

Der Arzt verfügt nicht nur über ein Arsenal von 12 schlechtgelaunten, psychopathischen Arzthelferinnen mit weitreichender Erfahrung in allen Foltertechniken der Welt, angefangen mit eisigem Ignorieren bis zur Frostbeulenentstehung, über cholerischem Anschreien mit Trommelfellkollaps, dem Ausüben der mit kalten Blicken zu Boden Schleuderung, die weltweit nur von wenigen Experten beherrscht wird, bis hin zum unmotivierten Abzapfen von Hektolitern meines kostbaren Blutes, und darüber hinaus über ein unüberschaubares Labyrinth von geschätzten 450 Zimmern.
Diese dienen allein der Patientenverwirrung, dem Schüren von Panikzuständen bis zur Massenhysterie, wobei ich mich gerade nicht so entscheiden kann, ob ich die Frankensteinschen Helferinnen meine oder die Zimmerfluchten, aber daran kann man erkennen wie krankheitsbedingt konfus ich bin. Außerdem wünsche ich mir gerade, dass sich dieser Zustand der Verwirrung auf Sie überträgt, natürlich aus reiner Menschenfreundlichkeit, denn wann hat man schon mal die Gelegenheit an solchen Nahetoderlebnissen teilzunehmen, ohne dabei selbst in Lebensgefahr zu geraten? Also nutzen Sie die Gunst der Stunde und tauchen Sie tief ein in die dunkle Welt der modernen Arztpraxis.

Ich war also, nach dem erfolgreichen Umschiffen der Helferinnenphalanx „NUEHM, WO IST IHR KRANKENKÄRTCHEN? WO IST IHR BLUT? HABEN SIE KEIN BLUT DABEI? DANN MÜSSEN SIE SOFORT DIE PRAXIS VERLASSEN!!!“ in – wenn auch fiebergeschüttelter – aber gewohnter Nonchalance „Ich habe mehr Blut, als Sie verkraften können!“, endlich im ersten Wartezimmer angekommen und starrte dort in die dunklen Gänge der sich nach allen Richtungen verzweigenden restlichen 175 Wartezimmer und Zimmerfluchten. „Aha“, dachte ich so vor mich hin, „das ist also der Westflügel, ich muss jetzt also nur noch die 243 Zimmer des Ostflügels passieren und schon bin ich dran. Das kann ja heiter werden.“

Zwischendurch hetzte ein mir unbekannter Mann erschöpften Aussehens wie ein Zombie durch die Durchgangsstraße und rief „Herr Müller in die 47, Frau Schulz in die 32, Meier in die 0815, Nuehm in die 18 und Schmitz in die 47.11.“
Kaum sieben Stunden später hatte ich bereits die Zimmer 18, 34, 36, 111 und die 19 durchlaufen, wobei ich in der 34 das mumifizierte Skelett eines Unbekannten feierlich bestattete und in der 111 ein römisches Hünengrab entdeckte, da stand er auf einmal vor mir, der Zombie und mich überkam die dunkle Ahnung: „Das muss der Arzt sein!“
Wie von Furien gehetzt, tja, man sucht sich sein Personal halt selber aus, und ich persönlich hätte diese explosive Mischung aus Medusa und Gozilla halt nicht eingestellt, kam er ins Zimmer gerannt, warf die Tür ins Schloss, drehte hysterisch den Schlüssel dreimal um und schluchzte „Lasst mich doch alle in Ruhe mit eurem Scheiß!“, dann brach er weinend vor meinen Füßen zusammen und während ich ihn auf die Liege bettete, schluchzte er herzzerreißend: „Ich kann nicht mehr, wo bin ich, wer bin ich, in welchem Zimmer bin ich, was für ein Tag ist heute.“
Ich diagnostizierte ein Nuehm’sches Verwirrtheitssyndrom 3. Grades, einhergehend mit psychischen Verdunkelungszuständen 5. Grades und sprach zum ihm, während ich seine Hand hielt.
„Haben Sie das öfter? Tut Ihnen etwas weh?“, dann tippte ich seine Beschwerden in den Computer ein, das Rezept erschien und aus dem Schrank entnahm ich einige unverkäufliche Musterexemplare, die ich ihm überreichte. „So, abgesehen davon brauchen Sie Ruhe. Sie schlafen jetzt mal ne Runde und ich übernehme den Laden hier.“
Ich deckte ihn mit einer zufällig herumliegenden, braunbeige karierten Pferdedecke zu und machte mich an die Arbeit, natürlich auf Inlineskatern, ansonsten wären diese wahnwitzigen Entfernungen ja gar nicht zu schaffen. 30 Minuten später waren alle 136 Patienten versorgt und die Helferinnen in einem durch einen Elektrozaun mit Selbstschussanlage gesicherten Zimmer untergebracht.
Ich kehrte zum friedlich schlummernden Arzt zurück, der im Schlaf leise „Mama“ flüsterte und betrachtete ihn versonnen und mit leicht nostalgischen Anwandlungen. Dann fuhr ich nach Hause, wo mir wieder einfiel:
Ich bin ja krank!
Aber diese Erkenntnis kam natürlich wie immer zu spät! Deshalb müssen Sie die nächsten Tage hier ohne mich auskommen. Ich weiß, das ist schwierig, aber Sie schaffen das schon!
Bis bald in alter Frische.
Leicht röchelnd,
Nuehm
Ps: Bevor sich alle Sorgen machen: Ist nur ne klitzekleine Erkältung.. Nicht der Rede wert…

Über Liv Maxx

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44 Antworten zu Krankmeldung

  1. c.s. schreibt:

    na dann. gute besserung.

  2. Anna Nuehm schreibt:

    Danke, sehr nett. :-)

  3. Phil schreibt:

    Bei mir setzt auch langsam eine gepflegte Rüsselpest ein, lassen Sie uns ein wenig zusammen wehleiden einen Grog trinken ;-)

  4. doergn schreibt:

    …also ich kannte ja mal jemand, dessen Schwester ihr Freund, dessen Cousin hatte auch nur eine

    klitzekleine Erkältung

    , bis er auf einmal Blut spuckte und ins Krankenhaus musste. Die Ärzte meinten er hatte in seiner Kindheit zuviel Maggi zu sich genommen, was die Leber angriff, die Milz schädigte und die Nieren auflöste. Heute muß er sich streng an eine Brigittediät halten und extrem viel Sport machen…sonst fängt das Blutspucken gleich wieder an! Egal, ich erzähl wieder zuviel…

    Kopf hoch! Das wird schon wieder…ist bestimmt nur ne

    klitzekleine Erkältung

    Ihr Doc Doergn

  5. Anna Nuehm schreibt:

    Phil,
    ja, gemeinsames Jammern ist halbes Jammern. Darauf einen Grog! Prost. :-)

    Doc Doergn,
    vielen Dank für die umfassende Diagnose. Das Blutspucken ist technisch gar nicht möglich, da mir sämtliches Blut abgezapft wurde. Entfällt also.
    Die Sache mit dem Maggi hat mich allerdings ein kleines bisschen beunruhigt. Vor allem wegen der Brigitte-Diät. Die verstößt meines Wissens doch gegen die Genfer Konventionen!
    Ja, wird schon wieder.. Wenn man schon wieder bloggen kann, ist man entweder auf dem Wege der Besserung oder auf dem Weg ins Koma, wobei hier im Internet der Unterschied ja minimal ist, wenn überhaupt.
    Danke! :-)

  6. Erdge Schoss schreibt:

    Um Himmelswillen, liebes Fräulein Anna, sind Sie etwa mit besagtem T-Shirt, und nur mit diesem, hinaus geeilt in die winterkalte Nacht? Und den nebelnassen Tag dazu? Seien Sie froh, dass das Meer noch weit, nicht auszudenken, was da hätte geschehen können, wahrscheinlich mehr als eine klitzekleine Erkältung. Aber ich will nichts beschwören, schon gar nicht von hier aus und quasi im Ruhestand.

    Gute Besserung, Sie bald wieder Frische.

    Herzlich
    Ihr Prof. Prof. Dr. em. Schoss

  7. gaviota schreibt:

    Du unglaubliche…. eine gute Besserung und schau zu, dass dir der Arzt nach deiner umfassenden Umsorgung nicht die Tür einrennt und es sich bei dir gemütlich macht!!!!

  8. Kylie schreibt:

    Und ich wollte letztens noch geschrieben haben, dass bei derart intensivem Übertraining die Gefahr des „Open-Window-Effekts“ nicht zu unterschätzen ist. Das Immunsystem wurde durch das kürzlich geschilderte Extremprogramm ausgeschaltet, lahmgelegt, zum Nichtstun verurteilt, so dass sämtlichen Viren Tür und Fenster in den FrauNerhm’schen Körper offenstanden. Was Wunder, dass Sie nun erkältet sind. Da hilft nur schonungslose Ruhe…was auch immer das in Ihrem Universum bedeutet;-)
    Gruß von
    Kylie
    P.S: den gibt es wirklich, den Effekt!

  9. Tina schreibt:

    Gute Besserung! Ich an Ihrer Stelle würde ja den Übeltäter ausfindig machen, der sie angesteckt hat und Ihn dazu verdonnern sie gesund zu pflegen! Der Schuft…!

    Derweil reiche ich Ihnen virtuell eine gute Tasse Tee und Zwieback. Möchten Sie vielleicht etwas Zucker und/oder Milch oder Zitrone in Ihren Tee, Frau Nuehm?

  10. corax schreibt:

    Frau Anna,

    dann wünsch ich auch ganz kurz mal „Gute Besserung“ und „gute Nerven“. Fällt mir ja nicht schwer, die hatte ich ja von Ihnen netterweise noch hier ‚rumliegen‘, die Wünsche.

    Ich hab’s ja gerade auch hinter mir, das Familientreffen und die

    klitzekleine Erkältung

    Und ich bin ebenfalls der Meinung, dass eine chronische Phobie gegenüber jedweden zweibeinigen Wesen die auch nur entfernt etwas mit dem vorgetäuschtem Heilgewerbe zu tun haben durchaus von, zumindest gesundem Verstand, zeugt.

    In diesem Sinne Ihnen ein herzliches
    Glück auf! :-)

  11. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Professor Schoss,
    danke für Ihre Prognose, dass ich bald wieder frisch und fit bin. Ich verlass mich da drauf!
    Nee, das T-Shirt ist unschuldig, ich bin nur ein paar Mal nach dem Eistauchen mit nassen Haaren Mofa Cabrio gefahren, aber sowas muss ein gestählter Körper auch mal aushalten, oder?
    Danke, ich werd mich bessern!
    Herzlich
    Ihre Anna :-)

    Liebe Gaviota,
    dankeschön. Du wirst es nicht glauben, aber er hat schon auf meine Mailbox gesprochen!
    Ich rufe aber einfach nicht zurück! ;-)

  12. Anna Nuehm schreibt:

    Liebe Kylie,
    Open windows! Da steckt doch bestimmt der Bill Gates dahinter! Oder seine Viren!
    Ich vermute ja stark, dass VIER Situps pro Woche einfach zuviel waren, noch dazu unmenschlich und maßlos übertrieben. Aber ich war wie im Adrenalinrausch, vier Tage am Stück. Und konnte einfach nicht mehr aufhören.
    Sie kennen das ja auch von Ihren Läufen! ;-)
    Hmm, ich denke mal, „schonungslose Ruhe“ bedeutet in meinem Universum einfach:
    Schonungslose Ruhe. :-)
    Thanks, schöne Grüße von
    Anna

  13. Anna Nuehm schreibt:

    Danke, liebe Tina, ich nehme dann mal einen Tee mit Zitrone und Honig. *krächz…
    Hach, ich muss ja mal sagen, dass Kranksein im Blog auch sehr schön sein kann. :-)

    Herr Corax,
    danke für die guten Wünsche! Klitzkleine Erkältung, ich sags ja..
    Aha, sehen Sie. Meine Ärztephobie bringt Sie auf die Idee, dass ich manchmal auch ein Fitzelchen eines gesunden Verstandes besitze.
    Ich und gesunder Verstand. Wer hätte das gedacht…

    Ein herzliches Glückauf zurück. :-)

  14. gaviota schreibt:

    …das würde ich dir auch raten…sonst wirst du ihn nie mehr los…. und die klitzekleine Erkältung wahrscheinlich auch nicht *g*

  15. Tilla Pe schreibt:

    Nuehm – jammer nicht! Trink Tee!
    Dr. Hase Tilla

  16. Anna Nuehm schreibt:

    Gaviota, ich weiß jetzt gerade nicht, was schlimmer wäre. ;-)

    Doc Tilla!
    Ja. Sofort. Okay. Jawoll. Ja. Mach ich!
    Rekrutin Anna :-)

  17. corax schreibt:

    Frau Anna,
    immerzu Verständnisvolle,

    dieses „manchmal“ habe ich niemals erwähnt, „Fitzelchen“ auch nicht, aber Sie bringen mich da mit Ihrem manchmal und Ihrem Fitnesswahn auf eine Idee.

    Glück auf! :-)
    Ja, ich kenne den Schluss.

  18. Matt schreibt:

    Das einzige sichere Fazit, was ich nach dieser Geschichte ziehen kann: Jetzt müssen Sie die Praxis wechseln.

    Jetzt weiß ich natürlich auch, warum der Bloggarten auf der Rückseite der Reeperbahn in den letzten Tagen so verwildert ist.

    Raffen Sie sich also bitte bald wieder auf, ich brauche Sie!

  19. Erdge Schoss schreibt:

    Für Sie, liebes Fräulein Anna, bin ich auch gern Postillon: Post für Sie im erdgeschossrechts.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  20. ettoreschmitz schreibt:

    Wissen Sie was, liebes Froin Nuehm? Ich glaube kaum, daß Sie uns derzeit wegsterben. Also insofern erkenne ich Unendliches in grünen Bereichen. Kopf hoch, Grog rein: sowieso…genau…chchrrrn….

    Ihr weit(ge)sichtiger wohlwünschender
    Bruder Schmitz

    P.S. Das Skelett in 34 war versehentlch ich und Sie haben mich nicht ordnungsgemäß bestattet, wie Sie das womöglich vorgesehen hatten, sondern ganz schlecht. Mehr opak als recht muß ich nun hinter Ihnen hergeigen bis mich/uns ein hoffentlich günstigeres Schicksal aus Ihrem selbstgeschaffenen KafkaSchloß erlöst.
    DREHEN SIE SICH NICHT UM, FROIN NUEHM!

  21. Anna Nuehm schreibt:

    Herr Corax,
    ich hoffe, Sie stellten diesen Clip nicht aus persönlicher Erfahrung ein? Besonders der Schluss… aua!
    Zuviel Fitness ist ungesund. Für alle Beteiligten.
    Glück auf. :-)

    Matt,
    in dieser Praxis kann ich mich sowieso nicht mehr blicken lassen. Ich hege die düstere Vermutung, dass ich in der Eile so manche Fehldiagnose gestellt haben könnte…
    Ja, der Bloggarten! Sobald ich wieder in der Lage bin, werden die Frühbeete umgespatet und die Weinreben „Reeperbahner Südhang, sehr herb“ zurückgeschnitten.
    Füttern Sie bitte derweil die Meisen, keine Angst, die sind handzahm.
    Anna :-)

  22. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Herr Schoss,
    danke, das ist ja so lieb. Post für mich! Ich komme sofort nachschauen..
    Herzlich gespannt
    Ihre Anna :-)

    Bruder Schmitz,
    sie haben wirklich ein zweites Gesicht, wenn nicht sogar ein viertes oder fünftes: Tatsache ist, dass es mir schon mal schlechter ging. Es geht also aufwärts..
    Huch, steht da jemand hinter mir? Ach nein, es war nur der Hund.. Sie stammen nicht zufällig aus der Grafschaft Canterbury? :-)
    Anna van Helsing :-)

  23. Westpfalz-Johnny schreibt:

    da gab es doch mal so eine Klinik in Black Forest, mit so einer renitenten Oberschwester, einem Dieterbohlenfönfrisurgolfspielerverschnittsarzt und einer Pferdegbissdoktorin…waren Sie etwa dort?

    auf alle Fälle gute Besserung.

  24. oldman schreibt:

    Liebste Kränkelnde,
    Ich habe soeben ein probates Mittel gegen Ihre Art der
    Unpässlichkeit zur Post gegeben.
    Dieser im Quadrat ringsrum mit Farbfäden durchwirkte
    Lappen wude früher einmal als Taschentuch genannt.

    Nicht zu verwechseln mit den zur Zeit gebräuchlichen
    Zellstoffigen, zerfaserten und wieder verbappten papierenen
    Hochgeschwindigkeit vortäuschenden Nasenfusselmachern.
    (schon mal Kohl gesehen mit Fusseln an seinen extremlangen Nasenhaaren?)

    Durch einfaches Zumschlitzkneifen der Nasenlöcher und explosiver
    Druckentladung der Nasenhöhle unter Einbeziehung derer
    Nebengänge führt das wie oben geschilderte Ausatmen
    zu Inhalten im Tuche, die alsbald trocknen und eine wiederholte
    Benutzung des Baumwollwerkzeuges (Natur) erlauben.
    Bröselige Rüchstände ehemaliger Nutzung können sehr einfach
    an Tischkanten ausgeklopft werde.

    Dreimal benutzen und Sie sind auf dem Wege der Besserung.

    Und DIE wünsche ich Ihnen.

  25. Anna Nuehm schreibt:

    Westpfalz-Johnny,
    nee, ich war in der „Klinik unter Palmen“. Kleiner Scherz. Es war ein ganz gewöhnlicher Hausarzt in einer ganz gewöhnlichen Praxis mit 430 Zimmern…
    Danke für die guten Wünsche. :-)

    Liebster Oldman,
    Sie wollen mir ein ganzes Taschentuch verehren? Noch dazu unbenutzt? Das kann ich doch gar nicht annehmen!
    Ihnen auch vielen Dank für die Besserungswünsche. :-)
    Es gibt auch gute Nachrichten: Meine Lunge wird demnächst im Klinikum ausgestellt, als Beispiel für die weltweit einzige, existierende eiserne Lunge, die spontan beim Menschen (=mir) entstand.
    Ha, hätte ich jetzt nicht gedacht, dass ich so schnell berühmt werde.
    Anna :-) *HUSTENANFALL

  26. komatöser Opa schreibt:

    Heil Hipp Hurra !!!

    Ich komm wieder rein – das Koma ist weg. Was so ein Schoss von rechts doch nicht alles ausmacht.

    Beste Genäsungswünsche auch von Carlos Primero :-)

  27. Anna Nuehm schreibt:

    Komatöser Opa,
    das ist prima. Herr Schoss hat bestimmt den Weg wieder freigeschossen in Ponderosa-Manier. :-)
    Danke und beste Wünsche auch an den Herrn Primero zurück :-)
    Anna

  28. Tina schreibt:

    Immer noch nicht wieder gut? Frau Anna: Wie heißt das 11. Gebot? du sollst nicht memmen! Also zack-zack wieder gesund werden!

  29. Anna Nuehm schreibt:

    Tina, ich geb mir ja Mühe.. aber vor lauter Husten wird das nichts mit dem gesundwerden… :-) Du sollst nicht memmen, finde ich aber sehr schön! :-)

  30. Ben schreibt:

    Nicht, dass nun der Patient selbst zum Zombie wird … :-/

  31. Anna Nuehm schreibt:

    Ben, ganz so schlimm ist es noch nicht. Noch. Nicht. :-)

  32. Erdge Schoss schreibt:

    Ich schoss, liebes Fräulein Anna, nicht nur den Weg frei, sondern wachte bis jetzt an der schmalen Passage oberhalb des Hügels zwischen der Schlucht und dem Wald vor dem Wasser. Gemeinsam übrigens mit Horst, Bernd, Alois und Jochen, die aber „noch mal rüber“ nach Enschede galoppieren müssten.

    Ich für meinen Teil müsste dann auch mal weiter, Shootout in irgendeinem Corral, weiß der Teufel …

    Werden Sie wieder gesund, Sie Unglaubliche, die Welt braucht Sie!

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  33. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Sheriff Schoss,
    danke für Ihre Wacht an der „Schlucht der tausend toten Wüstenfüchse, die an der Vogelpest eingingen“. Verteufelt gefährliche Ecke..
    Shootout am Corral? Mannmann, passen Sie bloß auf sich auf! Bis zum nächsten Wiskey im Saloon von Miss Kitty und auf ein Tänzchen auf ihrem verstimmten Klimperklavier…

    Ich werd ja schon wieder gesund, also fast *röchel–*ächz.. fast bin ich ja *Hustenanfall* schon wieder tippitoppigesund.
    Krächz…
    Herzlichen Dank
    Ihre Anna Bronchialnuehm :-)

  34. Martin schreibt:

    Wow !
    Diesen blog sollte ich öfters besuchen. Denn selten musste ich so lachen und… es hat geholfen. Bauchkrämpfe sind weg und laufen tu ich auch wieder. Gibt´s das auf Rezept ? Oder nur für privat ?

  35. Anna Nuehm schreibt:

    Hi Martin,
    danke! :-)
    Dass mein Blog jetzt auch noch fernheilende Wirkung hat, ist eine neue, wenngleich sehr gerne gesehene Entwicklung in Richtung „Therapeutisches Bloggen für Jedermann“.
    Das Blog ist kostenlos und wird bei jedem Einkauf in der Apotheke dazugelegt, einfach so und gleich neben der Apothenrundschau, die immer so interessante Themen hat wie „Penicillin, Grundnahrungsmittel oder Droge?“ oder auch „Husten macht schön. Hustentipps für Anfänger und Profis.“
    Demnächst werde ich auch mein Training wieder aufnehmen!
    Anna :-)

  36. Olaf schreibt:

    Frau Nuehm,

    habe lange nichts hören lassen (meine Zeitressourcen sind begrenzt – das was zu tun ist, schäumt zunehmend und ich muß oft ungewollt Prioritäten setzen), aber jetzt auch von mir: Gute Besserung !
    Sie müssen Grog, warmes Bier , Glühwein und Husten- und Erkältungstee zu sich nehmen in stetigem Fluß.
    Und Sie werden sehen, daß Oma recht hatte: Mit Arzt dauert das eine Woche und ohne Arzt sieben Tage, zumal die Praxisgebühr bei der zweiten Möglichkeit schon für eine Flasche Rum reichen würde, was die Stimmung sehr zu heben vermag.
    Schluck auf – der Taumel kommt ! (Zu intonieren nach „Glück auf, der Steiger…“ oder so ähnlich)

    Beste Grüße aus der Stadt, deren bekannteste Straße eine Rückseite und einen verlagerten Club halblebender Dichter hat.

    Und hier noch ein Gedicht zur Förderung der Heilung:

    „Ich leide an Versagensangst,
    besonders wenn ich dichte,
    diese Angst, die machte mir
    schon manchen Reim
    zuschanden.“

    (Ich glaube es war Robert Gernhardt)

    Einmal laut lesen und schon geht es Ihnen besser.
    Oder etwa nicht ?

  37. Anna Nuehm schreibt:

    Herr Olaf,
    vielen Dank für Ihre guten Wünsche! :-)
    Warmes Bier ist auch so ein altes saarländisches Hausrezept, hilft für und gegen alles. Und die Praxisgebühr hätte ich besser für Schokolade ausgegeben. Dann wäre ich zwar auch krank, aber hätte bessere Laune… :-)
    Ich werd mir dann heute abend mal ein Bier kochen und laut singen, bis die Nachbarn kommen, oder vielleicht ein Arzt? Bier mit Spaghetti, wäre bestimmt einen Versuch wert..

    Das Gedicht habe ich laut gelesen und wissen Sie was?
    Es geht mir schon sofort viel besser. Wirklich.

    Schöne Grüße,
    Anna aus der Stadt der Printen, Kaiser und psychopathischen Busfahrer – nach wie vor.
    :-)

  38. Olaf schreibt:

    Frau Anna,

    wenn Sie singen, werden die Nachbarn still, berührt und verzückt lauschen. Bis der Arzt kommt.
    Sie sehen, es wirkt schon.
    Erst recht das Gedicht.
    Ich wußte es, viel besser als vom Hörensagen…

  39. Anna Nuehm schreibt:

    Herr Olaf,
    es wäre sehr schön, wenn gewisse Nachbarn von Ärzten oder freundlichen Herren abgeführt würden.
    Allein der Gedanke daran lässt mich singen wie Caruso, Trappatoni und Umberto Tozzi zusammen.
    Das Gedicht trifft es. Also manchmal ist das wirklich so..
    Anna :-)

  40. Olaf schreibt:

    Frau Anna – Sie haben Tom Waits vergessen. Ich finde ihn großartig, seine Musik ist aber wirklich nicht jedesmenschen Sache. Das in einer Kneipe morgens um halb fünf und dann kann man zeitnah Feierabend machen.

    Ein genesungsförderndes Wochenende für Sie.
    Ich empfehle für solchen Zeiten die Badewanne.

  41. gaviota schreibt:

    Ich hoffe, liebe Anna, es geht dir mittlerweile etwas besser und wünsche dir ein fröhliches, gesundes, lustiges Wochenende ;-)
    Herzlich
    Gaviotica

  42. Anna Nuehm schreibt:

    Herr Olaf,
    meine Stimme kommt momentan der von Tom Waits sogar ziemlich nahe. Mit etwas Fantasie..
    Dampfbäder mit Kamille, ich sags Ihnen, das haut den stärksten Bazillus weg!
    Danke, Ihnen auch ein gesundes und schönes Wochenende!
    Anna :-)

    Liebe Gaviota,
    es wird mittlerweile besser und ich nähere mich mit MiniRiesenschritten meiner ehemals vorhandenen Superform! Na, wenn das keine Drohung ist… :-)
    Dankeschön, dir auch ein schönes, lustiges und gesundes Wochenende.
    Anna :-)

  43. twoblogs schreibt:

    HEIL GEDICHTEN

    Ich kann natürlich nichten dichten.
    Ein Gedichten würde auch nichts richten.
    Mir scheint der Schein des Sinnens liegt ganzen anderswo,
    nämlich auf einem vielvielen höheren Niveau.

    Dochen wo das liegt ist ungewissen.
    Oder Sie schrein einmalen wie am Spiessen,
    vielleicht im Lochen, das jemanden schissen,
    den dann ein Mälstrom mit sichen rissen.

    From Top of the Switzerland
    Audrii

  44. Anna Nuehm schreibt:

    WOW, Audrii, was fürn Gedicht! :-)
    Darauf meine in langen Nächten erdachte Replik:

    Frau Audrii sitzt,
    on the Top of the Schwyz,
    während Frau Anna gnadenlos schwitzt.

    Doch Audriis heilende Dichterkräfte,
    sind stärker als alle Hustensäfte
    der Welt.
    Und Annas Husten, der gestern noch bellt,
    wie nichts in sich zusammenfällt.

    Anna, fast gesund geheilt, dank Ihres magischen Heilgedichts. :-)

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