Verheerende Irrtümer der Menschheit: Autofahren

Verehrte Leser, eine neue Reihe in Frau Nuehms Blog wird Sie nicht nur erfreuen, sondern Ihnen so manche heimtückische Denkfalle vor Augen führen, in die Sie vielleicht ohne meine Hilfe direkt hineingetappert wären.
Deshalb, lesen Sie neu, hier und fast auch regelmäßig: „Verheerende Irrtümer der Menschheit.“
Untertitel: „Irrtümer wie Du und ich.“
Unteruntertitel: „Dinge, die Sie sowieso nie gedacht hätten, aber vielleicht wäre es von Vorteil sie zu wissen, falls mal einer fragt. Wenn nicht, ist auch gut.“

Teil I: Das Autofahren

– In den seltenen Fällen, dass man dem irgendwie auch immer so störenden Gegenverkehr zu nahe kommt, sei es durch fatale Überschätzung des eigenen fahrerischen Könnens, verbaute Straßen, die sich urplötzlich als zu schmal entpuppen oder auch selten dämliche Autofahrer, die die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren, weil sie zB. während der Fahrt spontan aussteigen, einer knackigen Blondine hinterher schauen oder einfach nur von der Monotonie des Autofahrens gelangweilt, ein kleines Nickerchen am Steuer einlegen, ist es von keinerlei Nutzen, den Blick nach streng rechts aus dem Fenster zu konzentrieren.
Blicken allein genügt nicht! Augen zumachen auch nicht. Fürs Aussteigen ist es dann leider auch schon zu spät!
– Das darauf folgende sehr hässliche Kratzgeräusch an Ihrem Kotflügel können Sie zwar auf den Moment mit einem Lauterstellen Ihrer Lieblings-Cd übertönen, vor tiefergehenden Karosserieschäden schützt diese Übersprungshandlung aber überraschenderweise nicht.
– Es ist ein Trugschluss, dass das Gesetz der Serie „Ich lasse andere Autofahrer immer in den fließenden Verkehr einfädeln, dann müssen sie das auch mal für mich tun!“ irgendwann einmal reißt. Solche Serien bestehen oft lebenslang, sind aber auf andere Bereiche wie Lottospielen nicht übertragbar. Überhaupt nicht.
– Dass Menschen ihre Autos in Parkhäusern immer, überall und auch sofort finden, ist ein bösartiges Gerücht, dass besonders Frauen in Verzweiflung, Selbstisolation und grundlegende Zweifel an ihrem phänomenalen X-Chromosomen-gebundenen Orientierungssinn stürzen soll. Was auch sehr oft gelingt.
Diese infame Taktik, die zur Aushöhlung der allein den Frauen gebührenden Domäne „Genialität x Orientierungssinn = Frau hoch zwei“ dienen soll, entspringt diversen männerdominierten, sehr halbseidenen Geheimlogen und ist aufs Schärfste zu verurteilen. Parkhäuser sind demzufolge reine Männererfindung. Was auch sonst.
– Autos, die vier Meter lang sind, passen aus unerfindlichen, unerklärlichen und zudem auch völlig unlogischen Gründen nicht in Parklücken von drei Meter Länge. Wer auch immer sich das ausgedacht hat. Na, überlegen Sie mal!
– Rückwärts Einparken ist eine höchst diffizile Angelegenheit, die man am besten auf die frühen Morgenstunden oder in die tiefsten Nachtstunden verlegen sollte, wenn die Straßen so ausgestorben sind, wie das Gehirn von *setzen Sie hier den Namen einer von Ihnen besonders geschätzten Person ein.
Natürlich nur, damit zufällig vorbeikommende Männer nicht noch weitere Schäden an Ihrem fahrtechnischen Selbstbewusstsein erleiden müssen, was sie durch die Erfindung von noch gemeineren Frauenfallen, wie zB. Parkhäusern mit winzigkleinen Parkplätzen oder Parkhäusern, in denen man nur links fahren darf, zu kompensieren gedenken würden.
Das muss dann aber wirklich nicht sein!
– Wenn diese komische kleine Benzinlampe seit Tagen leuchtet, heißt das nicht, dass Sie die Glühbirnen vorne da am Auto, die bestimmt nicht Glühbirnen heißen, aber egal, wechseln müssen. Sondern das Benzin. Falls noch welches da ist.
– Winterreifen sind eine überflüssige Erfindung der Reifenindustrie, wie man besonders dieses Jahr mal wieder feststellen konnte und eine schändliche Verschleuderung von Ressourcen. Wie ich jedes Jahr, eingefroren und festgefahren in den Ardenner Schneegräben immer wieder fluchen betonen muss.
– „Rechts vor links“ ist zwar eine sehr schöne, mittlerweile aber als total altmodisch und überholt angesehene Konvention aus den 60er Jahren, an die sich gewitzte Autofahr-Insider schon lange nicht mehr halten. Es geht auch ohne! Sie ziehen ja auch nicht immer noch die Klamotten aus den 60ern an, oder?

Ich hoffe, ich konnte über einige schwerwiegende Irrtümer aufklären und Sie mit wertvollen Tipps und Hintergrundwissen, besonders auf technischem Gebiet – ich sage nur: Glühbirnen! – erfreuen.
Ihre Anna Nuehm

Über Liv Maxx

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18 Antworten zu Verheerende Irrtümer der Menschheit: Autofahren

  1. corax schreibt:

    Frau Anna,

    wenn ich Ihnen mal ganz kurz helfen darf. So parkt frau richtig ein.

    Glück auf! :-)

  2. Erdge Schoss schreibt:

    Aus diesen Gründen, liebes Fräulein Anna, gibt es auf der Ponderosa
    bis heute nur Pferde und einen singenden Koch.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  3. Anna Nuehm schreibt:

    Herr Corax,
    könnte von mir sein, der Clip.
    Wobei ich schon ein bisschen schwungvoller einparke. Aber für den Anfang, nicht schlecht…
    Glück auf: :-)

    Lieber Herr Schoss,
    Sie wollen mir doch jetzt nicht erzählen, dass Pferde keine Benzinlampen haben?
    Unglaublich!

    Herzlich
    Ihre Anna :-)

  4. Federkatz schreibt:

    Ich vermisse Horst! Und Mel G.Punkt auch!

  5. Erdge Schoss schreibt:

    Nicht alle, liebe Anna, aber manche wohl schon. Wobei diese ausschließlich mit Diesel galoppieren. Warum das dann trotzdem Benzin- und nicht Diesellampe heißt, kann ich Ihnen jetzt auch nicht erklären.

    In Solingen weiß man wahrscheinlich mehr.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

    (der nicht Herrn Schmitzens Silbertanga trägt)

  6. corax schreibt:

    Frau Anna,

    noch schwungvoller? Sind sie nicht auch mal gänzlich ohne Zuhilfenahme eines durchaus vorhandenen Getriebes bis Paris und gleich wieder retour?
    Bei aller Sympathie, ich glaub‘ ich muss mir da mal eben schnell etwas notieren.

    Glück auf! :-)

  7. Bernhard schreibt:

    Vielen Dank, Frau Nuehm, für diesen zweifellos augenöffnenden und erhellenden Exkurs in menschliche und technische Unzulänglichkeiten.
    Nicht weniger verbreitet ist auch die unsinnige Annahme, dass diverse, von Ihnen fachlich korrekt als „Glühbirnen“ bezeichnete, optische Signalgeber am Armaturenbrett (vorzugsweise grellrot unterlegte Brems- oder Ölstandspiktogramme), auch nur Irgendetwas zu bedeuten haben. Man sollte sich nun wirklich langsam von der Vorstellung befreien, Lichtspiele dieser Art hätten auch nur im Entferntesten Einfluss auf das kommende Fahrvergnügen, geschweige denn, sollte man einen vorgeblichen „Fachmann“ ein Urteil sprechen lassen. Ignorieren und weiterfahren hat noch immer geholfen.

    Gruß,

    Bernhard

  8. Ettore Schmitz schreibt:

    Liebes Froin Nuehm!
    Sie schreiben heute aber sehr harsch über uns Herrn.
    Ich hoffe, so schreiben Sie einst auch einmal über die Dam.

    Sie sind fantabelhaft, Sie Froin, Sie. Ich habe ganz kleine, glitzernde Seen in den winzigen Wölbungen dieser verschwommenen Tasten hier…

    Ihr
    Sxhnitgz

  9. Anna Nuehm schreibt:

    Frau Tina,
    das kann ich sehr gut nachvollziehen. Der Horst is ja auch einer!
    Wenn er nicht da ist, reißt das eine Riesenlücke, die kann ja auch sonst keiner ausfüllen.
    Mel vermisse ich eher nicht so, kein Wunder, ich sehe ihn ja täglich.
    Anna :-)

    Lieber Herr Schoss,
    dies wird wohl zu den 578 ungelösten Rätseln der Menschheit gehören. Aber das selbst Sie das nicht wissen, das überrascht mich jetzt doch ein wenig.

    Silbertanga: Herr Schoss, ich hätte Ihnen den aber voll und ganz gegönnt.
    Also wenn jemand so etwas tragen kann, dann doch Sie.
    Herzlich
    Ihre Anna

    Herr Corax,
    ja, so wars.
    Nennen Sie mich einfach Speedy Gonzales. *sssssssssst

    Glück auf! :-)

  10. Anna Nuehm schreibt:

    Herr Bernhard,
    vielen Dank, Technik ist ja eines meiner Steckenpferde, wie man unschwer erkennen kann. *hust
    Ich freue mich auch, dass wir da einer Meinung sind:
    „Ignorieren und weiterfahren hat noch immer geholfen.“ (Zitat, Herr Bernhard)
    Sämtliche Lichtorgeln dienen nur der Erheiterung oder Zerstreuung des Autofahrers oder auch der optischen Untermalung zufälllig gespielter Discomusik aus dem Autoradio.
    Schöne Grüße,
    Anna :-)

    Lieber Herr Ettore,
    harsch muss auch mal. Sie kennen das doch: Zuckerbrot und Peitsche.
    Und die Damen kommen insgesamt auch nicht soooooo gut weg.
    Eigentlich kommt hier nie einer gut weg.
    Außer ich. :-)

    Ich hoffe, Sie haben vor Freude geweint und nicht etwa, weil Sie sich als Mitglied einer dieser halbseidenen Gheimlogen entdeckt fühlten.
    Es ist noch immer alles rausgekommen, Ettore!
    Verschwörerisch
    Ihre Anna Opus Nuehm

  11. Westpfalz-Johnny schreibt:

    Frauenfallen im Straßenverkehr, liebe Anna? Also bitte, wer macht denn sowas?? Ich dachte immer, es gäbe nur Radarfallen…

  12. basti schreibt:

    schön, bleibt nur noch zu erwähnen das linksabbiegen auch eine sowas von überflüssige und nervenraubende fahraktion im strassenverkehr ist, welche bewusst nicht von weiblichen verkehrsteilnehmerinnen ausgeführt werden sollte!

  13. Anna Nuehm schreibt:

    Johnny,
    sehen Sie mal, was Sie nicht alles nicht wissen.
    Wer sowas macht: Geheimlogen.
    Und Radarfallen sind dagegen mehr als harmlos.
    Mit denen kenne ich mich aus. Letzte Woche noch hats mich erwischt. Wieder einmal.
    Mist!

    basti,
    linksabbiegen? Das habe ich mir komplett abgewöhnt. Das bringt doch nichts, nur Scherereien, Beulen und Ärger mit der Polizei!
    Anna :-)

  14. kreativf schreibt:

    Wie gesagt… 60er und 70er sind ja jetzt wieder in. Das weiss ich mittlerweile sogar als Mann…

  15. Anna Nuehm schreibt:

    Kreatievf,
    oha, ein modebewusster Mann. Leider nicht auf dem letzten Stand: Die 60er und 70 er sind schon wieder out. In waren die letztes Jahr. ;-)
    Anna

  16. Ulf Runge schreibt:

    Liebe Anna,

    ich glaube nicht, dass es geschlechtsspezifisch ist, aber das mit dem Einfädeln klappt nicht in Deutschland.
    Fahre ich eine Einfädelungsspur bis zum Ende in möglichst hoher Geschwindigkeit aus, bekomme ich so viele Vögel von den Nachbarspuren gezeigt, dass ich eine Volière eröffnen könnte.
    Fahre ich die Einfädelungsspur in gleicher Geschwindigkeit aus wie die der Nachbarspur, bin ich jedes Mal froh, dass Lichthupen einem nicht den Sehnerv rauben können. Und dass die LKWs hinter einem einen dann doch nicht überrollt haben.
    Oder ich fädele zu früh ein. Das zu früh erkenne ich daran, dass ich recht schnell vogelzeigenderweise den Idioten, die nicht einfädeln können, einen vorzeitigend Kühlertod oder was auch immer wünsche.

    Dann noch zu den Frauenparkplätzen.
    Hastu noch nicht gemerkt, dass die extra klein gehalten sind, um die Fahrkünste der Frauen aufs Äußerste zu hinterfragen?

    Kontrolllampen: Dienen, wie Du schon festgestellt hast,
    zuallererst der Diagnose, ob sie noch funzen.
    Wenn die also brennen, keine Angst, die Elektrik vom Auto
    ist noch volle Kanne da.

    Für Rechts vor Links habe ich seit 1945 eigentlich kein Verständnis mehr…

    Liebe Grüße,
    Ulf

  17. <°((( ~~< schreibt:

    Öh – wie hab ich mir das vorzustellen „dass das Gesetz der Serie […] irgendwann einmal reißt“?

    Gesetzereißen leicht gemacht? Schreibt hier die Vizeeuropameisterin im Gesetzereißen der Trambangewichtsklasse?

    blinkende Dingse ohne Bedeutung in Autos sind ein beliebter Running-Gag der Autohersteller. Damit wollen sie einen nur zum regelmäßigen Besuch in der Homebase motivieren (vulgo: Werkstatt). Kann man ignorieren – wenn man gut im ignorieren ist.

  18. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Ulf,
    das Einfädeln sollte man abschaffen und einfach wie in „Ben Hur“ voll Stoff in Lücken hinein donnern, auch wenn keine da sind. Wozu hat man denn auch die Messer an den Autoreifen, für irgendwas müssen die ja gut sein, oder?

    Komisch aber, dass die meisten Frauenparkplätze immer von sehr ängstlichen Männern besetzt sind. Da stimmt doch etwas nicht!
    LG Anna :-)

    Welcome Mister Goldfischli, :-)
    schon wenige Wochen später beantworte ich Ihren Kommentar, wenn das mal nicht modernste Technik und Kommunikation ist.
    Vizeeuropameisterin im Gesetzereißen ist allerdings meine Cousine Anna Bolika. Sie kennt sich damit aus. Ich nur so vom Hörensagen.
    Im Ignorieren bin ich dermaßen gut, dass man es eigentlich auch „Nuehmen“ nennen könnte. Ich glaub ja immer erst, dass das Benzin alle ist, wenn es alle ist.
    Dann muss ich allerdings unter dem Spott aller Verkehrsteilnehmer zu meiner Homebase walken.
    Wie in dem Werbespot(t).
    Anna :-)

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