Jubelnde Angela: „Jöst se tuh of as. Or ssrii!“

Calamity Angela, um die es in letzter Zeit verdächtig ruhig geworden war, hat ihre schärfsten Waffen, genau, ihren Colt und ihr im linken Schuh verstecktes Schweizer Messer, wieder ausgepackt und macht die Prärie um Oslo herum mehr als unsicher.

(Fotos: DPA)

Angela ließ bei einem Galadiner im Kreise des versammelten und vor Neid auf ihre hinreißende Erscheinung förmlich triefenden Hochadels tief blicken. Sehr tief. So tief, dass ihre launig-charmante Rede „Höllo, gödn Obend, isch bin die Änschie aus Berlin und die beiden onderen hier höißen Glaus und Fronz. Nöö, Örich und Honegger. Ach nöö, ooch nich. Jötz hob ischs: Ölvis und Hölmut!“ mit fünfzehn Extralautsprechern verstärkt werden musste, da sich das Echo in ihrem Kleid nicht nur verfing, sondern auch verschluckte und schließlich ganz verlor.

Apropos verlor: Vermisst wurden nach diesem Abend die komplette russische Delegation, bestehend aus 37 Stabsmitgliedern, ein Tisch, sechs Stühle, zwei vollständige Bestecke, die norwegische Königin, ein Wandteppich aus dem 17. Jahrhundert und alle anwesenden Glasaugen, Kontaktlinsen und Monokel, die verhängnisvollerweise nicht dreifach gesichert waren.
Seltsamerweise und für solch einen feierlichen Anlass sehr ungewöhnlich, wurde bei diesem Event der Spitzenklasse hektoliterweise, nein, nicht etwa Champagner, sondern Milch getrunken. Zeitweise kam es sogar zu Engpässen und demzufolge zu hysterischen Anfällen der Anwesenden, die nur durch die umsichtige und schnelle Beschaffung von sieben Kühen gemildert werden konnten.
Lieblingslied bei dieser rauschenden Ballnacht und immer wieder gewünscht, von der anwesenden Hofkapelle schwungvoll umgesetzt: „Mama!“, der Uraltschlager aus Heintjetagen.
Selbst Angela schwang nicht nur das Tanzbein, sondern auch ihre glockenförmigen Schuhe voller Anmut. „Sö oin schoner Obend, ölso hiör komm isch gonz böstömmt wieder hör, gell Ölvis und Hölmut!“, mit diesem begeisterten Ausruf schloss Angela jubilierend den Abend ab und verschwand alle drei dezent in ihrer doppeltverstärkten Limousine.

Ja, Angela, so lassen wir uns das Feiern gefallen, nicht wahr! Man soll die Feste und alles andere feiern, wie sie häng fallen. Prost!

Ihre Partyberichterstatterin
Nuehm & Andere

Über Liv Maxx

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16 Antworten zu Jubelnde Angela: „Jöst se tuh of as. Or ssrii!“

  1. corax schreibt:

    Frau Anna,

    ich bin blind. Hilfe meine Augen. Gestern der Pantoffelpunk und heute Sie. Ich bin entsetzt, wie soll ich denn je wieder ruhig schlafen? Wissen Sie nicht, dass Sie gerade die besten Argumente für eine Internetzensur bringen?

    Die Taggs hier sind allerdings allererste Sahne, Sahnenhaft sozusagen, ich bin glockenhellauf begeistert.

    Zu Ihrem Vorpost, ich hab den schon vorgestern gelesen. Und mich inspirieren lassen zu etwas „Eisbärcontent“. Leider konnte ich dabei irgendwie nicht aufhören, es wurde ein wenig „umfangreicher“ als ich dachte. Daran ist bestimmt Ihr Konsortium schuld. Das hat mich so mitgenommen, dass ich gar nicht zum hervorragendem Text kommentieren konnte.

    Glück auf! :-)

    PS: Bei WP konnte ich mich grad nicht einloggen, sagte ich schon, dass WP und ich … öhm …

    PPS: Das mit dem accent grave beim „E“ bei Ihrem Kommentar zum Ulf – das hab ich einfach übersehen. ;-)

    PPPS: Sehen Sie was ich meine? Das nimmt WP natürlich sofort an, grrr. Könnten Sie den obigen Kommentar freundlicherweise den ewigen Jagdgründen zuführen?

  2. oldman schreibt:

    Ich habe eine Cousine. Die heisst Gisela.
    Gisela hatte schon mit 13 Jahren riesige Möpse.
    Und schneeweisse Haut hatte sie auch. Die passten
    zu ihren roten Haaren. Jedenfalls damals kurz
    nach dem Krieg (!).
    Aber, was ich eigentlich sagen will ist: schon
    damals war ich im zarten Alter von 11 Jahren
    geil darauf, ihre Möpse zittern zu lassen. Denn
    die wackelten und wabbelten nicht, wenn man
    sie anstubste sondern zitterten nur ganz leicht.
    Sie standen regelrecht waagerecht ab und trotzten
    der Schwerkraft, wenn wir halbnackt in Laboe am
    Strand rumtollten. Riesendinger.
    Daran musste ich gestern denken.
    Ich bin sicher, wäre ich der Merkel nahe gekommen,
    ich hätte ständig an ihren Möpsen rumgestubst.

    Die Aufregung einiger BloggerInnen, kann ich nicht
    nachvollziehen.
    Wie war das damals, als Lady Di einen Schweissfleck
    im Schritt hatte? Antrainiert in der Muckibude.

  3. Erdge Schoss schreibt:

    Und sie stand, liebe Anna, vor ihrem Ganzkörperspiegel, lächelte
    verführerisch und hauchte: Du siehst gut aus, Angela.

    Blind
    Ihr Erdge Schoss

  4. Olaf schreibt:

    Irgendwer hat dieses Dekolleté als Angies „große Koalition“ bezeichnet.
    Besser jedenfalls als Schwitzflecken unter den Armen zum lachsfarbenen outfit wie im letzten Jahr.

    Gegen Sie – Frau Anna – ist Katja Keßler übrigens eine echte Amateurin.

  5. Anna Nuehm schreibt:

    Herr Corax,
    ich dachte ja schon, Sie wären mit unbekanntem Ziel verreist.. Also Eisbärcontent bei Ihnen, aber vom Feinsten. ;-)
    Sollten Sie wirklich erblindet sein, rufen Sie bitte bei der „Angela-Merkel-Hotline für Dekolleté-Geschädigte“ an. Dort werden Sie umgehend ärztlich und seelsorgerisch betreut.
    Momentan sind die Leitungen aber etwas überlastet.

    Wenn Sie nicht einschlafen können, zählen Sie doch einfach kleine Kühe, die fröhlich über ein Gatter hüpfen.. ;-)
    Schön, dass Ihnen meine Tags gefallen, ich gestalte sie ja immer so, dass im Leben keiner auf die Idee kommt, sie anzuclicken, und wissen Sie was? Es funktioniert!
    Aha, ein vergessener accent. Mal wieder. Und irgendwelche schiefe I-Punkte vielleicht auch???
    :-)
    Glück auf! :-)

  6. Anna Nuehm schreibt:

    Oldman,
    sehr schön, Sie so in Ihren schönsten Kindheitserinnerungen schwelgen zu sehen. ;-)

    Aber an Angelas Ölvis und Hölmut würden Sie keine Hand anlegen, da sie 34 Bodyguards rund um die Uhr bewachen. Diese bekommen natürlich Gefahrenzulage!

    Thema „Soll man über Angelas „Kleid“ Späße machen oder ist das frauenfeindlich?“

    Ich finde, jeder hat das Recht auf Verarschung. Ob Männlein oder Weiblein, völlig egal.

    DAS ist mein Verständnis von Demokratie und Gleichberechtigung. Im Gegenteil, es wäre diskriminierend, wenn ich über Angelas best friends nicht schreiben würde, weil „sie ja ne Frau ist und ich ja auch“.
    Die Angie ist ne starke Frau und kann sich selber wehren und allen in den Hintern treten, wenn sie denn will.
    Warum soll ich da Rücksicht nehmen, das würde sie gar nicht wollen. Gleiches Recht, gleiche Behandlung.

    Wenn Angie sich so ein Kleid anzieht, bei dem man ihr bis auf den Sohnes schauen kann, dann schauen eben alle auf den Sohnes und schreiben drüber. Ist doch logisch.
    Und über Kurt Beck in so nem Fummel hätte ich auch abgelästert, also, wo ist das Problem? :-)
    Schöne Grüße,
    Anna :-)

    Lieber Herr Erdge,
    als wären Sie leibhaftig dabeigewesen… fantastisch.. Sind Sie am Ende der Stylist von Angela?
    Herzlich
    Ihre Anna :-)

    Lieber Olaf,
    danke. Ich hoffe, das war ein Kompliment. ;-)

    Ach, die Schwitzeflecken. Schwitzen ist doch menschlich. Ich hab ja auch schon mal geschwitzt. So vor zehn Jahren, oder so…
    Aber das Kleid fällt doch fast in die Kategorie „psychoterroristische Verletzung der Genfer Konventionen im Nahkampfbereich“.
    Angela – unsere neue Geheimwaffe. Wer hätte das gedacht…
    Anna :-)

  7. Erdge Schoss schreibt:

    Jede Frau ist schön, liebe Anna. Wenn es sein soll, werde ich auch Frau Angela mit Freude zur Seite stehen.

    Akut aber weise ich jede Schuld von mir. Vielmehr scheint ein Kaliber wie die fränkische Busenwitwe Tatjana ihrer mecklenburg-vorpommeranten Schwester im Maximaldelirium einen geflüstert zu haben, und zwar sowohl als auch.

    Hätten Sie, liebe Anna, das nicht verhindern können?

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  8. Anna Nuehm schreibt:

    Ah, lieber Erdge,
    „jede Frau ist schön“ – seufz, wie Recht Sie doch haben! Irgendwie.
    Die fränkische Busenwitwe Tatjana? Ja, das hieße ja, Angela wanderte auf Freiersschühchen. Und das bei Königs – wie schön. Ich wollte ja immer schon in einer Monarchie leben.
    God save the Angela.

    Ich hätte! Ich hätte. Aber mich hat ja wieder mal niemand gefragt.

    Herzlich
    Ihre Anna

  9. Matt schreibt:

    Oldman, Sie glorifizieren Ihre Vergangenheit. Das ist ganz offensichtlich.

  10. oldman schreibt:

    Vieles gab es in den 50ern nicht, was als schön gewesen in der
    Erinnerung haften blieb.
    Die Dokterspiele vielleicht noch.
    Die später Geborenen konnten ja nicht mal mehr richtig spielen.
    Die hingen in Discos rum und liessen sich von verspiegelten
    Kugeln anblitzen.
    Sie sehen wohin das führt Herr Matt. Im hohen Alter suchen sie
    Etablissements mit diesen Kugeln auf um in Erinnerungen zu
    schwelgen.
    „Weissu noch wwie wwir das erste Assra getrunken haben und
    anschliessend vor die rote Flora gekozzt hahm“?
    „Klar doch“!
    „Prooss Asssra“.

  11. Westpfalz-Johnny schreibt:

    ‚Nuehm & Andere‘, liebe Anna, klingt ebenfalls sehr lässig!

    PS: Vermissen Sie in Aachen eigentlich ab und zu eine gepflegte, saarländische Currywurst!?
    Also, ich war da heute wieder ganz hin und weg! Tip: Imbiss ‚Zum kühlen Grunde‘ zwischen Püttlingen und Völklingen!

  12. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber Johnny,
    danke, das ist nur ein kümmerlicher Versuch von meiner multiplen Persönlichkeit abzulenken.. :-)

    Seit wann ist Currywurst saarländisch? Echt jetzt?
    Ich hab schon seit Jahren keine Currywurst mehr gegessen. Mir sieht die zu verdächtig nach Resteverwertung aus..
    Obwohl ne saarländische Wurst ist da bestimmt eine löbliche Ausnahme, was auch sonst? ;-)
    Danke für den Geheimtipp!
    Anna :-)

  13. der.Grob schreibt:

    das bild erinnert mich an falsies gina, das stadtbekannte busenwunder aus köln-ossendorf, die einige zeit lang hinter mir her war. und an elsa, bauer johanns beste kuh im stall.

  14. Anna Nuehm schreibt:

    der.Grob,
    das klingt, als wäre das eine sehr schöne Zeit gewesen. Es gibt ja auch Schlimmeres als Verfolgungen durch Busenwunder!
    Fazit: Das Bild ruft bei vielen nostalgische Anwandlungen und glorifizierende Vergangenheitsbetrachtungen hervor.
    Was ja so ziemlich das Gleiche ist.

    Anna

  15. Federkatz schreibt:

    Ganz viele Frühjahrsgrüße, man hält sich ja zu dieser Zeit vorzugsweise auf dem sonnenbeschienenen Balkon auf.

  16. Anna Nuehm schreibt:

    Danke, liebe Tina.
    das hätte ich auch mal tun sollen, denn heute regnet es wie aus Eimern!
    Entsetzt,
    Anna
    Ps: Herbstlich-sintflutartige Grüße zurück!

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