Muse und Fußball

Tja, so wie es aussieht, küsst mich die Muse nicht mehr und sonst auch keiner. Vielleicht hängt das eine mit dem anderen ja zusammen? Auf jeden Fall hab ich nicht nur „Rücken“ und „Hals“, – das viele Training natürlich – sondern auch „Leserschwund“, „Schreibfäule“, – oder heißt das eher Faulheit – und „Schreibwiderborstigkeit“.
Das heißt, ich würde ja gerne schreiben, aber irgendetwas sträubt sich in mir. Dagegen!
Und zu allem Unglück hab ich jetzt einen total genialen Blogbeitrag noch verloren! Ja, verloren. Er schlummert irgendwo in einem meiner 698 Schreibblocks und dümpelt da vor sich hin. Dabei war er total genial, witzig, wunderbar und so. Aber leider ist er nun weg! Na, nicht ganz weg, aber eben woanders.
Komisch, dabei hatte ich meine seit Ende 2005 andauernde Pechsträhne offiziell für beendet erklärt, aber irgendwie ist das nicht so bis zu ihr vorgedrungen. Das funktioniert also schon mal nicht.
Vielleicht bin ich ja auch einfach vom Pech begünstigt? Das soll’s geben! Vielleicht muss man auch einfach nur abwarten und hoffen, dass bald etwas ganz, ganz Supertolles passiert.
So wie heute Abend, wenn Deutschland Österreich mit 4:0 schlägt, womit ich nun den Bogen zur EM geschlagen hätte, was bestimmt Trilliarden von Lesern anziehen wird…

Meine Prognose für’s Spiel: Also die Österreicher sind ja schon mal keine Holländer, was sehr beruhigend ist. Und vom Feeling her hab ich voll ein gutes Gefühl für das Spiel. Jogi Löw und die Mannschaft, das ist einfach ein tolles Trio, da passt kein Ball dazwischen.
Die Jungs sind körperlich und physisch topfit und werden sicher Unmenschliches leisten. Eine Gefahr sehe ich allerdings darin, dass das Spielfeld eventuell zu lang für Doppelpässe sein könnte, aber dies kann man ja ausgleichen, indem man die Breite an der Spitze dichter werden lässt.
Schaun wir mal! Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, manchmal ist das nächste Spiel aber auch einfach das nächste, und elf Freunde müsst ihr sein. Wenn man zuerst kein Glück hat und dann noch Pech hinzukommt, könnte es schwierig werden. Und wenn man 0:2 zurückliegt, bringt es nichts mehr auf ein 1:1 zu spielen.
Wenn man dagegen schon 0:10 zurückliegt, kann man eh nicht mehr im einstelligen Bereich gewinnen! Überhaupt wäre ich dafür, dass nicht alles immer so hochsterilisiert wird und Hauptsache, der Gürtel passt zu den Schuhen.
Sollten da einige österreichische Spieler von uns eventuell leicht retuschiert werden, dann zahlt man denen eben neue Jacketkronen. Man sollte die Selbstkritik, vor allem sich selbst gegenüber auch nicht übertreiben.
Wir müssen gewinnen, alles andere ist primär! Und wenn wir nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt, oder?!
Giovanni Trappatoni hat ja total recht, wenn er sagt: „Fußball ist Ding, Dang, Dong. Es gibt nicht nur Ding.“
Und das sollten sich heute wirklich alle zu Herzen nehmen: „Hass gehört nicht ins Stadion. Solche Gefühle soll man gemeinsam mit seiner Frau daheim im Wohnzimmer ausleben.“ (Danke, Berti V.!)
Amen.

Über Liv Maxx

I love Writing.
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8 Antworten zu Muse und Fußball

  1. germanpsycho schreibt:

    Jogis taktile Probleme sind natürlich auch nicht wegzudiskutieren, denn letztlich ist ja Fußball wie Schach, nur ohne Würfel.

  2. der.grob schreibt:

    @germanpsycho – hat das nicht einmal der fabelhafte wortakrobat lukas p. gesagt? hm. aber er hätte es mit sicherheit gesagt. wenn man ihn denn danach gefragt hätte. sollte man vielleicht mal tun.

    @frau anna – das mit dem schreibschwund und der leserfäule tut mir leid. vor allem zweiteres, irgendwie.

  3. corax schreibt:

    Frau Anna,

    ha, „Schreibfäule“ hab ich auch. Ob das ansteckend ist?
    Ich wollte ja zu WP wechseln, aber mir fällt kein Name ein.
    Also meiner ist frecherweise schon an jemand anders vergeben, oder so. Und an dieser Hürde knabber ich lustlos rum. :–)

    Ansonsten: herrliche Zusammenfassung mal wieder.
    Alles bis auf’s Kleinste auf den Elfmeterpunkt gebracht.

    Glück auf! :–)

  4. germanpsycho schreibt:

    Grob: Genauso ist es. Der große Lukas P., der so schön gezeigt hat, daß die besten Fußballer doch die sind, denen aufgrund mangelnden Hirns niemals die Nerven durchgehen…

  5. Erdge Schoss schreibt:

    Wäre der Iguacu, liebe Anna, kein Wasser-, sondern ein Buchstabenfall, er wäre kaum mehr als dürres Rinnsal in Anbetracht Ihrer immerfort sprudelnden Quasigenialiät, Sie Unglaubliche!

    Ich bitte schon jetzt um die Zusendung Ihres Erstlingswerks mit persönlicher Widmung, weil ich einfach nicht mehr hinterher komme.

    Gepriesen seien Sie in der Höh
    Ihr Kardinal Schoss

  6. Anna Nuehm schreibt:

    GP,
    Sie sagen es. Aber die Probleme Jogi Löws sind momentan noch Schnee von morgen.
    Warten wir doch das Spiel mal ab, dann können immer noch Köpfe rollen. Vor allem der von Cordoba!
    Äh, ja, ich bin heute etwas blutrünstig, ich gebe es zu..

    Herr Grob,
    danke für Ihr Mitgefühl. Es ist eine Deprimierung, wie Andi Möller es einst nannte. Okay, er hatte kein Blog, aber es ging ihm ähnlich wie mir.
    Ich denke, dass sich Schreibfäule auf die Leser überträgt, und dass die dann auftretende Leserfäule zu Leserschimmel und schließlich Leserschwund führt.
    Eine gewagte These, ich weiß.
    Aber sie wird sich durchsetzen!

    Herr Corax,
    ich bin sicher, dass sich das überträgt. Woher sollten Sie es sonst haben?
    Ich finde es eine ziemliche Frechheit, dass man Ihnen Ihren Namen gestohlen hat. Nicht auszudenken, so etwas!
    Ich würde denjenigen ja verklagen.
    Ansonsten: danke. ;-)
    Glück auf! :-)

    Hosianna, lieber Kardinal Schoss, hosianna!
    Wie immer reißt mich Ihre Begeisterung aus dem Tal der Buchstabenlosen und Stiftlosen!
    Ich werde mich sogleich ans Werk machen und die nächste Seite in Angriff nehmen, damit Sie nicht länger als die angekündigten neun Jahre warten müssen!
    Frisch ans Werk!
    Herzlich
    Ihre Anna :-)

  7. FrauvonWelt schreibt:

    Liebe Anna,
    ich überleg schon seit ner halben Stunde, ob ich Sie jetzt küsse. So als Bundesmuse. Ich trau mich aber nicht. Ich lass Ihnen mal den Himbeerclooney hier. (Hol ihn aber morgen wieder ab!) Und wehe, Ihr Buch ist morgen nicht fertig! Dann küss ich vielleicht wirklich.

    Vorwarnend aber herzlich
    Ihre BundesmusevonWelt

  8. Anna Nuehm schreibt:

    Und?
    Haben Sie es sich jetzt überlegt, liebe FrauvonWelt?
    Das Buch ist natürlich nicht fertig. 30.000 Seiten in einer Nacht, das schaffe nicht mal ich.
    Vielleicht kürze ich das Ganze rigoros auf 29.000 Seiten zusammen…
    Herzlich
    Ihre Anna :-)

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