Frohes neues Jahr!

Ich bin ein bisschen spät dran, da ich seit vorletzter Woche Samstag pausenlos gute Vorsätze aufschreibe. Mittlerweile bin ich schon bei Vorsatz Nummer 136.900 angekommen. Ich schätze mal, bis Ende Januar sind alle meine guten Vorsätze festgehalten. Es kann aber sein, dass bis dahin die ersten schon wieder abgelaufen sind – auch gute Vorsätze haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum!- und dann muss ich wieder von vorne anfangen! Der Februar ist somit schon verplant, März, April und Mai auch.
Ja, nimmt das denn gar kein Ende???
Wenn ich mich total beeile, könnte ich Ende des Sommers vielleicht mit der Ausführung der guten Vorsätze beginnen, wobei mir schwant, dass ich dann den Rückstand von einem halben Jahr eventuell nicht mehr aufholen kann.
Ich hab jetzt auch mal grob überschlagen, dass ich, von Anbeginn meiner „Ich habe so tolle Vorsätze- yippieh-Zeitrechnung“ im Jahre 1989, mit ungefähr 21 Jahren im Rückstand bin! Genau genommen sogar 42 Jahre, wegen der ganzen blöden Schaltjahre in der Zeit.
Deshalb habe ich bei der NASA den Antrag gestellt, dass die Erdumdrehung bitte ab jetzt sehr, sehr verlangsamt ablaufen wird, damit ich alle Vorsätze irgendwann mal abarbeiten kann. Die haben auch prompt zugestimmt, allerdings zu einem sehr hohen Preis: Ich muss sämtliche guten Vorsätze auch wirklich in die Tat umsetzen!
Und da war natürlich auch so’n Scheiß dabei, wie „Fucking hell, ich will endlich ein guter Mensch werden und beim Autofahren nicht mehr so verdammt herumfluchen!“. Und auch so etwas wie „Ich nehm jetzt ab und werd dann Miss Universum, so wie ich es verdient habe, Amen.“ Der Dalai Lama wird auch nicht so begeistert sein, da er seinen Job verlieren wird. Und zwar an mich. Ich wollte halt immer mal Führer einer Weltreligion werden und dass der Papst ausscheidet, ist ja wohl klar!
Was Sie als meine 3,5 Millionen Leser mit allem zu tun haben? Nichts.
Nun ja, Sie werden feststellen, dass die Tage länger werden, wegen der verzögerten Erdumdrehung, dass es im Frühling wärmer ist als im Winter, aus genau dem gleichen Grund, und dass Sie zum Beispiel, wenn Sie mit 200 km/h unterwegs sind, trotzdem nur 150 auf dem Tacho haben. Was sehr nützlich sein kann, wenn Sie in eine Radarfalle geraten.
Abgesehen davon wünsche ich allen ein frohes neues Jahr und MINDESTENS „One day like this a year“.
Von mir aus auch zwei oder drei. Ich habe heute die Spendierhosen an!
Ihre Anna Nuehm :-)

Über Liv Maxx

I love Writing.
Dieser Beitrag wurde unter Zwischendurch veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

22 Antworten zu Frohes neues Jahr!

  1. Frau Elise schreibt:

    Liebe Frau Nuehm, wie schön, dass Sie wieder bloggen! Wir hatten vor Jahren mal miteinander das Vergnügen, damals hiess ich Frau K., später abstellkammer. Diverse Umbenennungen folgten, jetzt bin ich jedenfalls Frau Elise und lese hier wieder mit, wie früher, versprochen.

  2. Matt schreibt:

    Liebe Frau Nuehm, es ist übrigens wirklich und wahrhaftig so, dass die Erde sich immer langsamer dreht, weil sie sich sozusagen an der Schwerkraft des Mondes reibt und dadurch abgebremst wird. Der arme Mond hat das umgekehrt schon vor einigen Millionen Jahren schmerzhaft zu spüren gekommen und ist sogar bereits komplett zum Stillstand gekommen. Das wird auch der Erde irgendwann bevorstehen, was für Sie bedeutet, dass Sie sämtliche Fantastillionen Vorsätze an einem einzigen Erdentag umsetzen können.

    Darauf freue ich mich schon, denn bestimmt ist auch irgendeiner dabei, von dem namentlich ich profitieren werde; so gut kenne ich Sie ja inzwischen.

    Kurz: Vergessen Sie die Nasa.

  3. Anna Nuehm schreibt:

    Liebe Frau K., vielmehr Frau Elise, ja, ich kann mich an Sie erinnern! :-)
    Also wenn Sie hier wieder mitlesen, dann schreib ich auch wieder mit, versprochen! :-)

    Lieber Matt,
    Ihr ungeheures Wissen diverser exzentrischer Fachgebiete erstaunt mich immer wieder aufs Neueste, Sie sprudelnder menschlicher Galileo.
    Hmm, dann habe ich also umsonst meine Seele an die Nasa verkauft. Na, egal. Macht nix..
    Natürlich ist bei meinen Fantastillionen Vorsätzen auch einer dabei, der Sie betrifft. Genaueres kann ich Ihnen aber erst sagen, wenn der Tag X eintritt und die Erde still steht.
    Mit dem Damoklesschwert drohender Sanktionen wären ansonsten die nächsten 600 Jahre KEIN Zuckerschlecken.
    .
    .
    .
    .
    .
    .
    .
    .

    HAHA, Scherzchen…

    Ich würde natürlich an diesem Tag mein Blogpraktikum spontan um weitere 3000 Jahre verlängern..
    Mindestens!

  4. textorama schreibt:

    Ach, wertes Frl. Anna,
    das mit den Vorsätzen ist ja ganz schön und gut und bei einem mir gut bekannten Menschen hat einer auch ganze fünf Minuten gehalten, immerhin. Aber ich fasse grundsätzlich keine Vorsätze. Dazu kenne ich mich in zwischen doch zu gut. Nehme ich mir beispielsweise vor von nun an den Nachschlag beim Speisen zu lassen, gibt es mit Sicherheit eine ganz besondere Leckerei und alles ist dahin, denn mal lebt ja schließlich auch nur einmal. Zumindest dieses Leben. Und da kann ich es ja auch gleich locker angehen.
    In diesem Sinne wünsche ich ein lockeres neues Jahre mit viel Spass und allem drum und dran.

    Ihr textorama

  5. Matt schreibt:

    Was mich am meisten rührt an Ihrer Praktikumsverlängerungsabsicht, verehrte Anna, ist die Tatsache, dass Sie damit implizit annehmen, auch mein Blog würde es noch so lange machen.

    Ich nehme das als Ansporn.

  6. Anna Nuehm schreibt:

    Werter Herr textorama,
    „Aber ich fasse grundsätzlich keine Vorsätze“ – na, wenn das mal kein Vorsatz ist. Wenn nicht sogar ein darin implementierter Grundsatz, ein auf der Vorsatzskala GANZ WEIT OBEN lauernder … äh, Satz.
    Sozusagen Vorsatz hoch zehn!!
    Hihihi…
    Ihre Anna

    Verehrter Matt,
    Sie haben doch schon gebloggt, als man mit Holzkohle an die Höhlenwände gekritzelt hat. Damals hieß Ihr Blog „Die Rückseite der Höhlen von Lascaux“. Ich weiß das deshalb, weil ich jeden Abend die Wände abwaschen musste, denn da gab es noch keine Löschtaste.
    Und Sie werden noch bloggen, wenn man per Gedankenkraft direkt in die Köpfe anderer Menschen hineinbloggt..
    Aber ich sags Ihnen jetzt schon: ich werde dann keine Gehirn-Ops durchführen, nur weil Sie mal einen Rechtschreibfehler vertuschen wollen…
    :-)

  7. textorama schreibt:

    Na, jetzt haben Sie mich aber erwischt. Das sind aber die Paradoxonse die das Leben mitunter so erstaunlich machen wie irre Pluralformen bekloppter Ausnahmenomen, wie doppelte Verneinungen, die Erkenntnis dass nichts 100%ig ist, bis auf die Gewissheit, dass nichts 100%ig ist, zumindest gefühlt, und lauter solche Dinge. Sie sehen das Dilemma?
    Sagen wir ich gehe die Dinge dann lieber mit einer Art grimmigen Entschlossenheit an. Das hat zur Folge, dass ich dann auf einmal wieder ganz entspannt lockerlassen kann. So ist das nun mal mit diesem Leben. Wie man´s macht. Und ob´s das Richtige ist weiss man nicht mal hinterher unbedingt. Immer frei nach dem Prinzip Hoffnung. Nämlich die Hoffnung, dass alles einen Sinn hat. Und ich den womöglich auch noch erkenne. Das wär doch hübsch.

    In diesem Sinne der Ihre,
    textorama

    P.S. Ihre Antwort an Matt überfliegend las ich erst: die Rückseite der Höhlen von Labskaus“ – die hätte ich aber auch gerne mal gesehen.

  8. Matt schreibt:

    Anna, auf diese Bedingung kann ich mich einlassen. Hauptsache, Sie bleiben mir erhalten – und zahlen jeden Monat den üblichen Obolus dafür, dass Sie für mich arbeiten dürfen. (Die nächste Erhöhung ist übrigens im Mai fällig. Aber das wissen Sie ja.)

  9. Anna Nuehm schreibt:

    Verehrter Textorama,
    ich könnte Ihnen stundenlang bei Ihren philosophischen Betrachtungen zulesen…
    Hinterher ist man immer schlauer! Aber wenn man vorher immer so schlau wäre, wäre es auch wieder langweilig, oder? Wenn man vorher alles schon wüsste? Naja, so im Nachhinein wäre es manchmal ganz nützlich gewesen, wenn… hätte… wäre.
    Tröstlich ist da der Sinn. Alles in allem ist der Sinn das, was bleibt. Und die Hoffnung. Und die Liebe.
    Heute mal ausnahmsweise ernst,
    Ihre Anna :-)

  10. Anna Nuehm schreibt:

    Matt,
    natürlich weiß ich das! Der Kreditantrag ist bereits gestellt, meine Niere verkauft und der Hund an den Chinesen als Leiharbeiter ausgeliehen. Was immer der darunter versteht.
    Ich weigere mich allerdings Ihre Leasingraten für den Maserati noch ZUSÄTZLICH zu bezahlen!
    Zur Mercedes M-Klasse, die ich Ihnen schon mit meinem Flaschenpfand finanziere..
    Mir fällt gerade ein: woher nehme ich eigentlich die Zeit, so viel zu trinken??

  11. Matt schreibt:

    Nun, Sie glauben wahrscheinlich, ich hätte es noch nicht bemerkt, doch es ist offenkundig schon länger ein Problem, dass Sie während der Arbeit trinken, und dass trotz der paradiesischen Rahmenbedingungen.

    Es beeinträchtigt Ihre Leistung, vor allem beim Kompostieren und Laubrechen; und es erhöht die Gefahr, dass Sie beim Maseratiwaschen Kratzer in den Lack machen. Außerdem verliert dadurch Ihre Niere auf dem freien Markt an Wert, was wiederum die Kredittilgung gefährdet.

    Sie sehen, das ist alles nicht gut für mich … äh … Sie. Ich werde mir beizeiten eine Sanktion ausdenken, die Sie von diesem Laster befreit. Der feuchte Grottenolmkeller unter der Villa wird bereits … nun ja … PRÄPARIERT.

  12. textorama schreibt:

    Genau Frl. Anna.

    Das ist wir bei den Selbstgesprächen. Das kenne ich die Hälfte der Antworten schon vorher. wüsste ich alles schon alles, das wär ja öd. Da müsste ich mich ja dauernd unterbrechen und mir selber sagen, dass ich das schon wüsste.

    Ihr textorama

  13. Anna Nuehm schreibt:

    Matt, ich und ein Trinkproblem? Hicks.. kann ja garnicht sein!
    Na, okay, ich gebs zu: Alles fing damit an, dass ich Ihr 25. Monatsgehalt nicht mehr zahlen konnte, das Sie sich selbst zum Geburtstag geschenkt hatten. Da kam ich auf die Idee mit dem Flaschenpfand um Ihr schrumpfendes Gehalt wieder aufzubessern. Ergo musste ich mit Trinken anfangen, ob ich nun wollte oder nicht…
    Außerdem konnte ich so vergessen, dass meine Lieblingsniere irgendwo auf der Welt ein glückliches Leben führt – ohne mich. Dann bekam ich den Ärger beim Blutspenden, mit so hohen Promillewerten wollten die das nicht mehr kaufen! Somit brach eine weitere Säule meines Einkommens weg. Usw. usw. Ein Teufelskreislauf.
    Das mit dem Kratzer im Maserati war ich aber nicht! Ich schwörs!
    Ich geh in keinen Keller, da weigere ich mich jetzt einfach!
    SO!

    Werter Textorama,
    die Selbstgespräche mit mir möchte ich um keinen Preis missen! Ich erfahre immer neue, manchmal erschreckende Details aus meinem Leben. Doppelleben, genauer gesagt…
    Aber so wirds wenigstens nie langweilig!
    :-)

  14. Matt schreibt:

    Ts, Sie wissen doch, wohin Renitenz führt. Ich erwarte schon eine gewisse Dankbarkeit für all die Jahrzehnte, die Sie bereits in meiner fürsorglichen Obhut verbringen dürfen.

    Zumal ich plane, Ihnen zu Weihnachten eine Ersatzniere zu beschaffen. Die Verhandlungen mit chinesischen Scharfrichtern laufen schon. (Den Vorschlag einer Bernhardinerniere habe ich allerdings bereits abschlägig beschieden, nur zu Ihrer Information.)

  15. Anna Nuehm schreibt:

    Ich hätte ja lieber eine Bernhardinerleber… Wäre bestimmt nützlich…
    Jahrzehnte? So kurz erst? Hmm, es fühlt sich eher an wie Jahrtausende… Haha, Scherzchen..

  16. Matt schreibt:

    „Jahrzehnte“ war ein Euphemismus für Jahrtausende. Mein trockener Humor, tja.

  17. Anna Nuehm schreibt:

    Tja, sehen Sie mal. Ich hatte auch sofort den Verdacht, dass Sie Jahrtausende gemeint haben könnten.
    Na, kein Wunder, da wir uns ja schon Jahrmillionen kennen, Sie Sternenstaubmolekülchen…
    *duck und weg
    :-))

  18. Matt schreibt:

    In der Tat erinnere ich mich immer wieder gerne an den Urknall, den ich Arm in Arm mit Ihnen erleben durfte. Dieses Farbenspiel! Hach, memories are made of this …

  19. Anna Nuehm schreibt:

    Seit wann haben Molekülchen den Ärmchen?
    Sie meinen wohl, als Sie mir Ihre polymeren Verkettungen reichten?
    :-)
    Ich weiß ja genau, was Sie meinen und kann mich an diesen Moment GENAU erinnern..
    Kaum war der Urknall vorbei, sinnierten Sie bereits über eine Verbloggung dieses einzigartigen Farbenspiels.. Und siehe da, läppische 13,7 Milliarden Jahre später und schon bloggen Sie das munter ins Internet hinein..

  20. Ole schreibt:

    Du schreibst gute Vorsätze auf, ich schreibe gute Aufsätze vor. :)

  21. Ole schreibt:

    Ach, bevor ich’s vergess: Dir auch ein famoses neues Jahr.

  22. Anna Nuehm schreibt:

    Danke, Ole!
    Das mach ich doch glatt! :-)

Let it flow ...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s