Weltuntergang fällt aus wegen „is nich“!

War diese ganze Sache mit dem 2012er-Weltuntergangs-Hype nur ein einziger Betrug? Wird der Weltuntergang einfach abgesagt??? Der Weltuntergang – nur ein schnöder Schurz schamloser Scherztanten? Oder Onkel?

Hmm – für Heino nicht. Denn sein Cafe in Bad Münstereifel wurde geschlossen! Schon vor Monaten.
Und bei mir sieht die Lage ähnlich prekär aus. Innerhalb weniger Tage versagte der Drucker, meine Backofentür ging kaputt und als könnte man diese Katastrophen noch toppen, fiel die Blende von meiner Spülmaschine ab – mitsamt aller Bedienknöpfe.
Bumm. Einfach so!
Ich musste also zurück in die Steinzeit und: spülen! Mein Gott, wie ging das noch mal? Erst die Töpfe, dann die Messer und welche Zutaten kamen noch mal ins Wasser, bei wie viel Grad? Nicht mal Jamie Oliver schreibt etwas übers Spülen – das kann ja wohl kein Zufall sein! Und warum? Weil es wahnsinnig, wahnsinnig kompliziert ist. Ich spülte also, stümperhaft, googelte, fand nichts, warf dann schließlich das Geschirr weg und kaufte mir nen Satz Pappteller. Falls Jamie Oliver das jetzt liest: ICH habe ein Copyright auf diese Methode, Freundchen, ich!
Ich hätte das Ganze ja noch sportlich genommen, wenn nicht gestern diesem Eisberg an schicksalhaften Wendungen noch die Spitze aufgetürmt worden wäre. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Es gab nämlich auch die Eisfachtür röchelnd ihren Geist auf. Und das gerade, als ich, sonnigen Gemüts, pfeifend und guter Laune, an nichts Böses denkend, mir eine Cola Zero aus dem Kühlschrank holen wollte – und fiel scheppernd auf meinen rechten Fuß.
Pardauz.
Entsetzt starrte ich zuerst auf meinen großen Zeh, dann auf abgelaufenen Spinat aus den Neunzigern, vergammelte Beeren des Fin du siècle und ein paar kristallüberwucherte Fischstäbchen von Käptn Iglo, der schon laaaaaaaaaaaangelange tot ist.

Tja, es gibt nun mehrere Möglichkeiten.
Entweder sitzt da draußen jemand, der eine kleine Voodoo-Puppe mit meinem Gesicht hat. Und piekst täglich Nadeln hinein. Was eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist, denn wer sollte SO etwas tun? Außer vielleicht einer meiner 37 einhalb verbitterten Exfreunde, mein psychotischer Nachbar und diverse Leute, denen ich Geld schulde? Wer denn? Ja, wer???
ODER aber, und das scheint mir viel plausibler: In meiner Küche ist das Zentrum des beginnenden Weltuntergangs. Und ich mittendrin.
Was für ein Glück – und hier kommt die unerwartete Wendung und das Happy End nicht nur dieses Textes, sondern meines ganzen Lebens überhaupt, dass ich im Sommer umziehe!
HAHAHAHAHAHA! JA! HURRA! Yippiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieh! YAY YEAH!
Juuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuchhuuuuuuuuuuuuuuuu!

Tschüss, Aachen!

Über Liv Maxx

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11 Antworten zu Weltuntergang fällt aus wegen „is nich“!

  1. Hamburger Deern schreibt:

    Super, mal wieder was von Ihnen lesen zu können, freu mich,und mein Tag hat jetzt noch schöner begonnen!

  2. Anna Nuehm schreibt:

    Oh, vielen Dank, Hamburger Deern! :)
    Da freu ich mich doch glatt mit. :)

  3. <°((( ~~< schreibt:

    Wenn es danach geht, dann hat der Hauptverantwortliche für den Weltuntergang vor ein paar Jahren mal bei mir einen Probelauf gestartet: Innerhalb von vier Wochen fiel nacheinander alles aus, was ich an elektrischem hatte. Alles. Waschmaschine, Fernseher, Fax, Hifi-Anlage, Telefone, Lampen, Computer, nichts blieb heil.

    Das einzige was Bestand hatte ,war das Loch in meiner Kasse. Das ist bis heute so, und es wird sicher auch den Weltuntergang überstehen. Darauf bin ich sehr gespannt.

  4. Anna Nuehm schreibt:

    Goldfischli, unglaublich diese Reihe von Totalausfällen. Sie haben Recht, das kann einfach kein Zufall sein!
    Tja, Sie hätten das Loch in Ihrer Kasse einfach elektronisch betreiben müssen, dann wäre es mit ausgefallen. Vielleicht können Sie das noch nachrüsten lassen, dafür gibt es bestimmt eine App!
    :)

  5. Westpfalz-Johnny schreibt:

    St. Wendel, liebe Anna?

  6. Anna Nuehm schreibt:

    Nein, St. Wendel ist es nicht, lieber Westpfalz-Johnny. :D

  7. Auceza schreibt:

    Juhu!!!
    Anna schreibt wieda. gg
    Sehr schöner, unterhaltsamer Artikel.
    Naja, liebe Anna, es wird schon wieda.
    Alles halb so schlimm. Positiv denken und so. ^^

    Ich freue mich schon auf Deinen nächsten Artikel.

    LG, Deine Auc

  8. textorama schreibt:

    Die Spülmaschine, geschätztes Frl. Nuehm, scheint auch bei uns dem Fatalismus anheim gefallen zu sein. Zumindest ist sie das Reissen der Blagen am Griff zur Öffnung der Pforte ins gepriesene Land sauberen Geschirrs leid und beginnt leise vor sich hin zu bröckeln. Aber ich verzage nicht, denn ich weiss, die Hoffnung stirbt erst zuletzt.
    Was den Weltenuntergang angeht, so ist die Erklärung profan. Die Mayas waren einfach ein schlampiger Haufen. Hat man doch in irgendeinem Tümpel, kann auch ein größeres und tieferes Gewässer gewesen sein, einen Altar oder sowas gefunden der belegt, dass der Kalender doch irgendwie weiter geht. Damit wäre auch meine These dahin, die Kalenderfreaks hätten einfach keinen Bock mehr gehabt, den Kalender noch weiter zu berechnen und hätten ihrem Headhoncho zu verstehen gegeben, dass ab diesem oder jenen Datum kein Kalender mehr Sinn hätte, weil ja, und so weiter und so weiter. Da kann man mal sehen.

    Also heißt es Ruhe bewahren und weitermachen.
    Ihr textorama

  9. Anna Nuehm schreibt:

    Huhu Auc, :)
    es IST ja schon alles vieeeeeeel besser… Allet wird jut, weisste…
    Liebe Grüße
    Deine Anna :D

  10. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber textorama,
    passen Sie bloß auf! Es zerbröselte mir einmal ein Spülmaschinengriff, just als die Maschine bis zum PLATZEN mit Geschirr gefüllt war – und alle meine Schränke dementsprechend leer.
    Aufkommende Panik in Verbindung mit minütlich eskalierender Tellerknappheit zwangen mich dazu einen Notdienst anzurufen, ich glaube, der Scheiß kostete 120 Euro oder so…
    Dafür hätte ich ja schon eine neue Spülmaschine bekommen! Zumindest eine klitzeklitzekleine, in die eine Espressotasse hineinpasst. Und ein Löffel vielleicht auch.

    Die Mayas ein schlampiger Haufen? Eine ganz neue historische Sichtweise, die mir auf Grund der wissenschaftlich seriösen Ausdrucksweise sehr gefällt! Kauf ich!
    :D

    Ihre Anna, die jetzt aachenfreie Zone ist. Und – wer hätte es gedacht – diesen seltsamen Printengeruch vermisst, der bei 30 Grad im Schatten immer etwas leicht Surreales verströmte…
    (Stelle gerade fest: Kann nicht mehr schreiben. Naja, gibt Schlimmeres…)

  11. textorama schreibt:

    Stinkende Städte, wertes Frl. Nuehm, gehören vermieden. Auch wenn man sich möglicherweise daran gewöhnt. Vollkommen irritierend war ein Besuch in einer Stadt, die ich hier aus Gründen der höflichen Diskretion nicht namentlich nennen will, in der es nahe dem Gefängnis (kein kleines Gefängnis) nach Schokolade roch. Ob es tatsächlich Schoki war oder ein Nebenprodukt der ortsansässigen Chemiewerke, womöglich ein Zusatzstoff zur Verschleierung, also ein Maskierungsmittelchen, das entzog sich meiner Kenntnis. Lies aber zusätzlich den unguten Geschmack des Misstrauens zurück.

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