Bügelnde Zombies

Alle in Deckung, das wird ein Emo-Blogbeitrag!!!
Frau Nuehm hat Stimmung und das vom Feinsten!
Dies hat Gründe! Vom Allerfeinsten!
– Habe immer noch die Winterreifen am Auto! Wie konnte das passieren? Schwanke im Sekundentakt zwischen „Warten bis zum ersten Schnee, also Anfang September“ und „sofort in die Werkstatt, sofort!“
– Tüv ist abgelaufen. Seit März. Der Witz dabei ist: es gibt keinen!
– Hab vom vielen Rumsitzen und Schreiben nen Hintern bekommen, der breiter ist als der Aleutengraben. Googelt doch selber, wie breit der ist! Und das, wo ich mich in kurzer Zeit in einen Bikini zwängen muss! Werde jetzt mein Familienhauszelt – zwanzig Personen – umnähen lassen.
– Wenn ich mich dann Ende Juli in den Atlantik werfe, wird das eine meterhohe Springflut auslösen. Wollte nur Blogleser warnen, falls sie sich um diese Zeit ebenfalls in Südfrankreich befinden: Bleibt aus dem Wasser draußen!
– Jaja, ich duze euch heute alle!
– Ich kann den Roman nicht beenden! Es geht einfach nicht! Warum? Ich habe mich in alle Figuren gleichzeitig verliebt und will bei denen einziehen und mit denen Liebe machen bis zu den Sternen und wieder zurück! Sofort! Sie sind alle so lustig, sexy und toll! Alle! Sogar die Loser! Ich liebe sie alle!
– Komme immer mehr zum Schluss, dass ich wirklich so ein beknackter Schriftsteller sein könnte:
a) wegen meiner Beknacktheit (Sagt man das überhaupt noch oder ist das so Eighties und Old School, wie es sich gerade anhört?)
b) Bescheuert genug wäre ich allemal.
c) Hab ich eh nix anderes vor.
d) Hach ja.
– Ich habe gebügelt – wie kam ich nur auf diese Idee? – und dabei die absolute „All time forever and ever-Greatest love of my life“-Lieblingshose des Liebsten in hellen Flammen aufgehen lassen. ZISCH – war ein riesengroßes Loch drin und das Bügeleisen war kohlrabenschwarz. Scheiß Adidas!
– Ich werde jetzt eine Revolution ausbrechen lassen, nein, noch besser eine Pandemie: Alle sind Zombies, nur ich nicht. Ich bin der Held und ihr die Zombies. *hihi.
Werde dann die Welt retten und den Rest meines Lebens verehrt werden.
Soweit der Plan.

Abgesehen davon werde ich jetzt das Chaos hier noch vergrößern und das Haus streichen. Jawohl, das ist eine supertolle Idee, denn mein Gefühl sagt mir, dass ich einfach noch nicht genug Baustellen habe, an denen ich gleichzeitig scheitern kann. Also daran solls nicht liegen. Jawohl.
Let’s do it. Tschakka und so weiter.

Über Liv Maxx

I love Writing.
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13 Antworten zu Bügelnde Zombies

  1. Anna Nuehm schreibt:

    Ich streiche das Haus ja nur innen, lautleise.. ;-)
    Sommerreifen hab ich auch, ab nächste Woche Dienstag! Wetten, dass es dann sofort zu schneien anfängt..

  2. MolGugge schreibt:

    Vorschlag, alleine bezogen auf das Vollenden des Romans und das Problem der Unmöglichkeit, bestimmte Charaktere auszusortieren:

    Lade Alle auf ein halbes Jahr oder so nach Tristan da Cunha ein, und dort lebt ihr dann zusammen mit den übrigen um die 300 Einwohnern auf der abgelgensten dauerhaft bewohnten Insel der Welt.
    Der Vulkankegel, aus dem die Insel besteht sieht übrigens wirklich beeindruckend aus.
    Nach Ablauf der Aufenthaltszeit werden Sie, sehr verehrte Frau Nuehm, sicherlich Schwieriglkeiten haben, auch nur einem der Charaktere das Überleben bis zum Ende zu gönnen.

    Noch dazu hat die Insel den Vorzug, im Atlantik, wenn auch dem südlichen, zu liegen, und die Anforderungen an Badebekleidung oder deren Passform sind anegesichts des Publikumsandranges ehr zu vernachlässigen, während gleichzeitig eintauchbedingte Springflutwellen SEEEEHR viel Platz zum gefahrlosen Auslaufen haben,

  3. Anna Nuehm schreibt:

    lautleise, mit Winterreifen kommt man nicht über den TÜV oder?
    Puh, wollte ich das Haus streichen? Habe ein paar Büsche kreisförmig geschnitten. Oder würfelförmig. Meine Güte, war das anstrengend!! ;-)

    @Molgugge, ich will sofort auf diese Insel! SOFORT! Schon alleine wegen der gefahrlosen Springflut. :-)
    Ah, verstehe, man bringt sich dann gegenseitig um?! Auch eine Methode, um Figuren auszusortieren.. ;-)
    Ich kann mich einfach nicht von denen trennen. Das Buch bekommt einfach einen offenen Schluss und ich mache eine Endlosserie daraus…
    Puh…
    Wie ist denn die Sache mit Ihrem Roman ausgegangen, verehrter MolGugge? Haben Sie ihn beendet? Würde mich wirklich interessieren…

  4. onlein schreibt:

    „Beknacktheit“ find ich voll dufte. Ja, is oldschool, und deswegen sagt man das *wieder*.
    Ach ja, und ein für eine Autorin sträflicher Denkfehler: Wie wollen Sie die Welt retten? Allein gegen sieben Milliarden Zombies? Wollen Sie die im Alleingang abmurksen? Aber wer verehrt Sie dann noch bis ans Ende Ihrer Tage? Obwohl: Die Zombies sind ja schon tot. Geht da noch töter? Vielleicht sind es Masochisten-Zombies und sie finden’s geil umgebracht zu werden. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann verehren sie Sie noch heute. Gleichwohl scheint mir in der Geschichte ein gewisser MacGeifer eine Rolle spielen zu müssen, um der Geschichte die letzte Glaubwürdigkeit zu nehmen, äääh, nein: Um dieses übermenschliche Gemetzel zu wuppen.

  5. MolGugge schreibt:

    Sehr geehrte Frau Nuehm,
    also, mein Roman, übrigend bereits der fünfte, ist so gut wie fertig. Das ist DER zukünftige Bestseller!!!!
    Maximal noch 3 bis 4 Monate, dann steht der Titel fest, und wie Ihnen bekannt ist, ist dann der läppische Rest ja so was wie ein Kinderspiel.
    Na ja, klappt es nicht, lege ich ihn zu seinen 4 Vorgängern, für die Nachwelt. Unvollendete Werke sind postmortum doch sehr angesagt!

  6. Anna Nuehm schreibt:

    Kleines onlein, na dann teilen wir uns den old school-Pokal doch: „voll dufte“ ist ja auch ein bisschen retro. ;-)
    Ha, das denken Sie aber nur, dass ich mich verdacht habe! Ich wollte natürlich nicht die ganzen Zombies dahinmetzeln – das würde ja richtig in Arbeit ausarten und wer sollte mich dann feiern? Genau, wer?! – sondern:
    Ich wollte schlichtweg alle heilen.
    Durch den Impfstoff, den ich aus meinem Blut gewonnen, hektoliterweise zentrifugiert und per Hubschrauber über der ganzen Erde verteilt hätte.
    Na, ist das heldenhaft?! MacGyver kommt hier ja schon mal vor, vor allem in meinen Schreibkrams-Beiträgen. Aber um die Welt zu retten, bräuchte ich ihn nicht. Lächerlich, diese Idee! ;-)

    @lautleise: Mac Gyver ist mein 33. Vorname. Er ist der Superheld. Toller ist nur noch Chuck Norris.
    Profil hin oder her: Platzen Winterreifen nicht bei 40 Grad? *doof guck

  7. Anna Nuehm schreibt:

    Sehr geehrter MolGugge,
    Sie sehen mich gerade atemlos und andächtig vor Ihnen zu Boden fallen.
    Ich streue Rosen für Sie! Ganze Körbe voll!
    Da schreiben Sie vier Romane und sagen das so einfach? Ich falle jetzt tot um vor Bewunderung.
    Ich bin nach dem ersten schon reif für die Insel, benehme mich wie Hemingway und van Gogh im Wechsel. Wie haben Sie das gemacht, Sie Tausendsassa?!
    Ich geh mich jetzt auspeitschen! ;-)
    Und vierteilen! Und in Scheiben schneiden! VIER Romane..!!!
    Total von Sinnen, Ihre Frau Nuehm :-)

    Warum ist keiner veröffentlicht. Ich will einen lesen!

  8. Anna Nuehm schreibt:

    Ich sehe auch toll aus. Geradezu fantastisch sehe ich aus. Außer heute. Heute habe ich meinen bad hair-day… So wie jeden Tag.
    Also eigentlich seh ich ganz anders aus, als ich aussehe. Ich wollt’s nur mal erwähnt haben.

    Winterreifen sind nicht für Hitze gedacht, lautleise. Auch das wollte ich nur mal erwähnt haben.
    Charlotte Roche: mag ich nicht. Iiih.

    MolGugge: Darf ich mal in einen Ihrer Romane hineinspinzeln? :-) So ein winziges bisschen?
    Sind sie alle beendet?
    Ps: Wenn Sie nein sagen, bin ich nicht böse… Kenne ja dieses „Huch, auf keinen Fall darf eine Menschenseele in mein Geschreibsel hineinschauen! Wehe, das liest einer, ich falle sofort tot um“-Gefühl.

  9. MolGugge schreibt:

    Sehr geehrte Frau Nuehm,
    lange habe ich mit mir gerungen, ob ich denn diese Entscheidung treffen soll. Kann. Muss.
    Aber jetzt ist es so weit:
    Leider kann ich es Ihnen nicht ermöglichen, auch nur die allerkleinste Leseprobe eines meiner unvollendeten Werke zu nehmen!
    Wie ich bereits dargetan habe, ist das Schwierigste bei einem literarischen Werk solchen Umfanges und solcher Bedeutung, einen passenden Titel zu finden.
    Hat man den, ist der überwiegende Teil der Arbeit getan und was folgt ist einfach das Runtertippen des Inhaltes. Und der fließt dann ja wie von selbst. So man den richtigen Titel hat.
    Hat man also den, kann man mit Fug und Recht behaupten, das Werk sei eigentlcih beendet, nur halt noch nicht fertig.
    Und meine Werke sind unvollendet.
    Und aus den Bruchstücken der Titel, die ja leider nie bis zu Vollendung gekommen sind, liese sich zu leicht. vollkommen unbewusst natürlich, über Assozidingenskirchens und so der einzige, wahre, absolute, Titel entwickeln. Und dann nicht von mir!
    Und vorbei wäre es mit der Chance, posthum doch noch den Literaturnobelpreis zu bekommen.

    Also, tut mir leid, geht also nicht.

    Denken sie nur mal an den genialen Titel:
    „Zur soziologischen Psychologie der Löcher“.
    Mit diesem Titel hatte es Herr Tucholsky geschafft, eigentlich schon alles zu sagen, und der Rest, also der Text selbst, war dann schon egal.
    Denn wer würde es schon wagen, gegen eine Ausführung etwas zu sagen, die sich mit Nichts beschäftig und sich dabei sowohl auf die empirische Wissenschaft der Psychologie als auch die exakte Sozialwissenschaft der Soziologie beruft!
    Jeweils aus der im Einzelfall nicht betroffenen Ecke käme dann sofort ein Schuß über das Backbordheck vor den Steuerbordbug. Oder umgekehrt. Oder vermischt!!!

    Und daher, schweren Herzerns: Nein!

  10. Anna Nuehm schreibt:

    Sehr verehrter Herr MolGugge,
    machen Sie sich keinen Kopf und aus Ihrem Herzen keine Mördergrube!
    Wenn jemand Sie verstehen kann, dann ich! Wenn jemand die weltempfindlichste Person in Bezug auf das eigene Geschriebene ist, dann bin ich das!

    Beispiel:
    Person X liest mir über die Schulter, sieht ein bestimmtes Wort und sagt „DAS schreibt man aber nicht! Das ist aber nicht schön!“
    Frau Nuehm geht mit Aggroschüben heftigster Natur 10 Kubikmeter Holz hacken…

    Person Y bietet mir an: „Ich lese das und sage dir, was falsch und richtig ist.“
    Frau Nuehm implodiert, presst hervor: „Du kannst höchstens sagen, ob es dir gefällt oder nicht. Aber ob es falsch oder richtig ist, kannst du ganz bestimmt nicht!“
    Frau Nuehm wünscht sich spontan, sie wäre ein Zombie und könnte die betreffende Person einfach aufessen! Jetzt. Sofort!
    Wenn das jetzt harmlos rüberkommt, habe ich die Beschreibung der blanken Mordgedanken, die durch mein Hirn zogen, wohl nicht deutlich genug gemacht…

    Am Besten lässt man es nur von Personen lesen, die einem nicht nahe stehen. Alle anderen muss man leider verprügeln und das kommt nicht so gut an.
    :-)))

    Titel: ich sehe den Titel als Arbeitstitel, den kann man immer noch ändern und anpassen.
    Viel wichtiger finde ich die Prämisse. Die Verknappung des Romans auf eine Botschaft. Wenn ich da keine hätte, würde ich persönlich das viel schlimmer finden, als einen Titel, der nicht so stimmig ist.
    Aber jeder geht da anders vor!
    Kostenloser Tipp einer Person, die ihre eigenen Tipps nicht beherzigt:
    Immer erst einen Roman beenden, bevor man den nächsten anfängt.
    ha, der war gut, oder? Kommt von mir, die zur Zeit mit dem vierten Roman angefangen hat. :-)

    Also, Sie dürfen mich jetzt ruhig ein bisschen verprügeln, ich steck das so weg!
    :-)))

  11. MolGugge schreibt:

    Hmm, Frau Nuehm,
    Sie schildern Schicksalslagen, die welche den Herrn Hiob als vom Glück bevorzugtes Kind Gottes erscheinen lassen!

    Allerdings bietet das auch Chancen!!!
    Man nehme zB die Situation des über die Schulter schauenden Menschen mit unsachlichen, unannehmbaren, nicht nachvollziehbaren Ansichten zur Schönheit der Sprache.

    Nehmen Sie die einschlagenden Aggroschüben heftigster Natur zum Anlass, die Heizunsart auf Ofen/Kamin/Zentralheizung auf Holzbasis umzustellen.
    Überschüsse über den eigenen Verbrauch hinaus lassen sich als handgespaltenes Bioholz zusätzlich sicher gut vermarkten!!!

  12. Anna Nuehm schreibt:

    Ja, verehrter Herr Molgugge, so ist das. Ein Wort ist per se niemals unschön.
    Es besitzt immer eine ihm eigene Unschuld.
    Habe schon einen kleinen Wald abgeholzt, Hecken geschnitten, jetzt streiche ich Zimmer — irgendwo muss die Energie ja hin.
    Außerdem kann ich dann das Beenden des Romans aufschieben. :-)
    Sie wissen ja, wie das geht… da ist man dann so was von erfinderisch. Kaum zu glauben!
    Zwischendurch ein paar Runden Auspeitschen oder Spielen mit den Klapperschlangen – so kann man den Tag auch rumbekommen. :-)

  13. MolGugge schreibt:

    Bitte, aber sicher doch, iund bitte, wenn alles so eindeitig klar ist erbitte ich eine begründete Antwort auf die Frage:
    Was ist jetzt mit dem Rand?
    Gehört er zum Loch?
    gehört er zum … Nichtloch? zur Materie?
    Und vor Allem, gibt es Löcher in Löchern? Und wie ist es dann da mit dem Rand?

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