Back on äh, Track!

Hallöchen, ich bin wieder da – und das in derartiger äh, Frische, dass ich es kaum aushalten kann.

Die Wellen des Atlantiks haben mich wieder freigegeben, wobei sie mich einige Male umgeworfen und vehement zu Boden gestürzt haben. Zum Glück gehörte ich nicht zu den Idioten – ausnahmsweise einmal – die von einem Rettungshubschrauber aus dem Meer gefischt und an Land geschleppt worden sind.
Kaum zu glauben, dieses Schauspiel lief fast täglich ab und je länger ich darüber nachdenke, umso frustrierter fühle ich mich, ja geradezu diskriminiert, dass ich wohl die Einzige bin, die nicht mit diesem zauberhaften Hubschrauber über den Strand geflogen wurde?! Ich wurde auch nicht von den muskulösen, gnadenlos gutaussehenden Rettungsschwimmern gerettet, nicht einmal ermahnt wurde ich von denen! Dabei trällerten sie ständig in ihre Trillerpfeife hinein oder tuteten bei Fällen völligen Leichtsinns in eine Art Nebelhorn von der Lautstärke einer Schiffssirene. Nur mich ignorierten sie völlig. Vierzehn Tage lang.
Sonnenbrand hatte ich auch keinen, höchstens mal einen klitzekleinen, aber nicht in dem Maße, dass man Verbrennungen dritten Grades vorweisen kann, so wie es sich für einen anständigen Urlaub gehört: einen Sonnenbrand mit jeder Menge Brandblasen, den man fotografieren und bei Facebook einstellen kann.
Das Essen war auch gut und insgesamt betrachtet, war der Urlaub dann wohl ein einziger Flop? Man muss sich doch nach einem anständigen Urlaub voller Katastrophen, Unfälle und Missgeschicke total zerschunden, fertig mit den Nerven, ausgebrannt und ausgepowert fühlen?! Und so richtig urlaubsreif?! Also irgendetwas lief da gewaltig schief, aber leider weiß ich nicht genau was, oder wie ich das hätte ändern können?
Naja, ein kleines bisschen belästigt wurde ich ja doch: von den Nackten, die ihre mehr oder weniger – sehr viel weniger – wohlgeformten Körper in die Sonne hielten, so dass einem alle Sünden einfielen: von Pommes über Erdnüsse, bis hin zu Schokolade. Wie kommt es, dass sich immer nur die Menschen nackt ausziehen, von denen man es am wenigsten möchte? Ist das ein Naturgesetz, von dem ich bisher nichts wusste? Und dass die, von denen man sich klammheimlich wünscht, sie würden nackig… stets angezogen? – doch lassen wir das.
Ein halbes Mal wurde ich von einer altersschwachen französischen* ** Mücke gestochen, die nach dem Fast-Stich sofort ihr kleines Leben auf meinem Bettlaken aushauchte. Ich fotografierte sie schnell, aber sie war so klein, dass auf dem Foto nur ein weißes Nichts zu erkennen ist und für meine Aussage „wurde im Urlaub vom Ku-Klux-Klan überfallen und zusammengeschlagen“ erntete ich nur Gelächter.
Ein einziges Mal war ein Kellner fast unfreundlich – mit viel gutem Willen! – und mehrere Male antworteten die Franzosen auf mein wirklich vorzügliches Französisch in fließendem Englisch. Shame on me.
Aber das war auch schon alles. Ich fühle mich nun wie ein völliger Urlaubsversager und jetzt, da dies alles hier geschrieben steht, umso mehr! Ich muss mich in aller Form entschuldigen, dass ich leider sagen muss:
Der Urlaub war schön und es geht mir gut. Sorry.

*Woher ich das weiß? Sie trug natürlich eine winzige Baskenmütze.
**Woher ich das weiß? Sie rauchte natürlich eine winzige Gauloise.

Über Liv Maxx

I love Writing.
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48 Antworten zu Back on äh, Track!

  1. Anna Nuehm schreibt:

    Sorry, habe darauf keinen Einfluss. Kann mir das auch nicht erklären, ist bisher noch nie vorgekommen.

  2. MolGugge schreibt:

    Zuerst ein mal:
    Willkommen zurück, und Glückwunsch, für das anscheinend weitgehend unbeschadete Überlebn des Urlaubes, ein Vorgang, der heute nicht mehr selbstverständlich sein soll.

    Und dann eine Verständnisfrage:
    Die angreifende Mördermücke wurde eindeutig als französiche Derartige identifiziert. Und zwar auf Grund der getragenen, wenn auch kleinen, Baskenmütze.
    Also eines, wie der Name sagt, typischen Kleidungsstückes der Basken, die wo zum weit überwiegenden Teil, bis auf ein paar Grenzgänger, Vertrieben und Flüchtlinge, Spanier sind.
    Wie vereinbart sich das?
    Ich glaube, Sebastián de Yradier würde aus dem Grabe fliegen, wüsst er, dass ihn das zum Franzosen macht. Wo er die doch gar nicht so liebte, auch wenn sein Lied dem von französichen Gnaden regierenden östereicherischen Kaiser von Mexiko den Weg in den Tod versüsst haben soll!

  3. Anna Nuehm schreibt:

    Verehrter MolGugge,
    vielen Dank! :-)
    Ich musste über Ihren Kommentar – und damit über meine bewiesene Naivität und Ahnungslosigkeit – herzlich lachen!
    Sie haben natürlich recht: eine – äh, baskische – Baskenmütze als etwas typisch Französisches zu bezeichnen, ist in etwa so, als würde man ein orangefarbenes Fußballtrikot als typisch deutsch bezeichnen: ein absolutes Sakrileg!
    Es freut mich aber, dass deswegen ein gewisser Sebastién aus dem Grabe fliegt! Wo genau findet das statt? Das muss ich unbedingt sehen! :-)

    Haha, ich lache immer noch.
    Wissen Sie auch warum? Weil in meinen Urlaubswochen ganz in der Nähe, in der Stadt Bayonne die berühmten „Fêtes du Bayonne“ stattfanden und die ganze Bevölkerung dorthin strömte um die baskischen Wurzeln und die Zugehörigkeit zum Baskenland zu feiern.
    Tagelang sah man nur verkleidete Menschen. Sie waren ganz in Weiß gekleidet, trugen rote Halstücher und auf dem Kopf trugen sie, Sie können es sich vermutlich schon denken: eine rote BASKENMÜTZE!
    :-))

  4. Anna Nuehm schreibt:

    Vielen Dank, lautleise, dass du dich trotz nervendem wordpress nicht unterkriegen lässt! Danke für deinen erneuten Kommentar. Vielleicht geht es ohne „blogspot-Endung“ besser?

    Nein, nein, das waren alles Franzosen, die Englisch mit mir sprachen. Ich weiß gerade nicht, was deprimierender ist: dass mein Französisch so schlecht war oder dass sie mich für eine Engländerin hielten?!
    Aber Hauptsache, ich bin gesund und munter wieder zurück. Wobei… so ein kleines Häuschen am Meer – das wär’s. Ich fange dann schon mal an zu sparen…
    GANZ liebe Grüße an dich zurück.
    :-)

  5. crischo schreibt:

    Willkommen zurück in der Zivilisation Frau Nühm. – ich entlocke meiner virtuellen Blockflöte ein paar schräge Pfeiftöne und lasse ein herzliches „Käpt’n auf Brücke!“ folgen…ach war das langweilig hier im Internet…

    Also, die Gefahren sind überstanden ?
    Falsch ! Leider nur fast !
    Denn die Inkubationszeiten, für die von der baskischen Zwergmücke durch ihre berüchtigten Fast-Stiche übertragenen Krankheiten, liegen gerne mal bei 3 bis 52 Wochen. Es bleibt also spannend…..
    Mögliche Symptome: Hunger, Durst, Müdigkeit…unbedingt genau beobachten, ob sich einer der genannten Zustände einstellt.

    Französische Zwergmücken erkennt man übrigens am durchweichten Baguette unter der Achsel.

    Die Nackten sind doch das Schönste am Atlantik. Ich nenne solche Buchten, die mich an Seelöwen- und Walrosskolonien erinnern, gerne Walfischbay und lege mich getarnt als Nacktbader mitten dazwischen.

    Muss ich betonen, dass mich die neidischen und bewundernden Blicke der drum herumliegenden, angezogenen und nackten Atlantikurlaubern immer wieder aufs neue amüsieren?

    Des Weiteren: Wir lernen: Frau Nühm hat keine lückenlose Bräune mit nach Hause gebracht. Urlaubszeit aufs sinnloseste verplempert also!

    @Molgugge: Der arme Kaiser Max. Kurz vor der Hinrichtung mit La Paloma traktiert zu werden – ich glaube da geht jeder gerne in den Tod…

  6. Anna Nuehm schreibt:

    chrischo, danke für das Begrüßungskonzert! *freu :-)

    Walross- oder Seehundkolonien? *kicher…
    Warum nicht gleich Whale-Watching?
    „Call me Ishmael“ – wobei es auch gutaussehende Nackte gab, muss ich gestehen.
    Tztz, mir gleich lückenhafte Bräune zu unterstellen, ist aber eine ziemliche äh, Unterstellung! Vielleicht war ich ja auch ein Spion unter den Nackten und tippe gerade fleißig am Bestseller: „50 Shades of Suntan. Me and the Nudes at the Atlantic coast: The Burst of the suntan lotion bottle.“
    Part 2: 50 Shades of Suntan: The explosion! (of the Suntan lotion bottle)
    part 3: 50 SoS: The hot burning! (of skin)

    Was, diese Mücke ist so gefährlich? Merke gerade alle Symptome auf einmal: Hunger, Durst, Müdigkeit, Kreislauf, Kopfweh, Rücken und Heimweh!
    Aaah, Hilfe! *zusammenbrech

  7. Anna Nuehm schreibt:

    lautleise, ich würde da natürlich leben!
    Und zwar fast immer. Neben meinen Häusern in Mallorca, in der Toskana und dem in Deutschland natürlich, drei Monate jeweils im Wechsel…
    Hach, das wäre schön… *träum
    „Quarante-six croissants et soixante-cinq baguettes, s’il vous plaît.“
    „Oh, yes, of course, Madame.“

  8. MolGugge schreibt:

    Sehr geehrte Frau Nuehm,
    selbstverständlich ist mir nicht unbekannt, dass sich im dortigen Grenzgebiet nicht nur geflüchtete Basken über die Jahrhunderte hin angesiedelt haben, sondern auch durchaus Originalnachkommen von Ureinwohnern zu diesem Volksstamm zählen. Ebenso, dass diese berühmte Baskenmütze ja eigentlich nur ein Irrtum von Napoleon III ist.
    Aber wie hätte man, hätte ich dies berücksichtigt, so schön die weisse Taube mit einbauen können.
    Und ausserdem haben die Basken eigentlich dort in der Gegend der Grenze seit dem 15. August 778 keinen besonders guten Ruf mehr.

  9. crischo schreibt:

    Hoppla, da bin ich ja in den falschen Kommentarthread gerutscht. Egal. Wir warten ganz gespannt auf Dein Werk! Los jetzt ! Klackerdiklack, die Tasten malträtieren und fertig ist das Ding !

  10. Anna Nuehm schreibt:

    Verehrter MolGugge, Sie sind ein wandelndes Lexikon! Musste das Datum googeln und bin jetzt schlauer! ;-)
    An diesem Tag fand die berühmte Schlacht von Roncesvalles statt, die einzige Niederlage Karls des Großen durch einen Hinterhalt der Basken. Später entstand daraus das Rolandslied, eines der berühmten epischen Dichtungen des MA.
    Womit wir wieder beim Schreiben wären…
    :-)

    Danke, crischo. Ich hau jetzt rein. :-)

    Unbedingte Leseempfehlung für alle Schreiber:
    Jim Denney. „Writing in Overdrive: Write Faster, Write Freely, Write Brilliantly.“
    Einfach genial das Buch!

    Auch sehr zu empfehlen: Ray Bradbury: „Zen in the Art of Writing.“

  11. Anna Nuehm schreibt:

    lautleise, du sagst es. Ray Bradbury ist einfach genial und unnachahmlich. I love this man. Und wenn er nicht verstorben wäre, hätte ich ihm vor Wochen gemailt.

    Jim Denney bezieht sich in großen Abschnitten auf Bradbury und dessen „Writing in the zone..“ Bradbury stürzt sich beim Schreiben von einer Klippe und während er fällt, wachsen ihm Flügel.
    So einfach das. Werds gleich mal nachmachen…

    To tell the truth: Im Vergleich dazu fühlt man sich, als würde man ein elendes, saulangweiliges und nichtssagendes Telefonbuch abtippen. Und das auch noch fehlerhaft.

    Naja, ich kann ja immer noch den Job als Nägelsortierer im Baumarkt annehmen.*

    *famous last words of a writer

  12. MolGugge schreibt:

    Sehr geehrte Frau Nuehm,

    ob wirklich der Beruf eines Nägelsortieres im Baumarkt für eine/n Autor/in das richtige ist, die/der in dieses Berufsfeld ausweicht, um dem ständigen Zwang zu Entscheidungen zu entgehen, wie es denn nun weiter gehen soll?
    Immerhin erfordert es doch diese Beschäftigung, ständig und in Sekundenbruchteilen abschließenden Entscheidungen zu treffen, in welches Körbchen dieser Nagel denn nun gehört!

  13. Anna Nuehm schreibt:

    Verehrter MolGugge,
    Sie treffen den besagten Nagel absolut auf den Kopf! Chapeau! :-)

    Diese ständigen Entscheidungen – furchtbar!
    Es fängt an bei „An welchem meiner 345 Romane schreibe ich heute?“, geht weiter zu „An welcher Stelle fange ich an?“ über „Lese ich alles nochmal durch? Oder schreibe ich? Editiere ich?“, bis hin zu „Hmm, ist dieser Satz jetzt so oder so oder anders? Besser? Schlechter?“ und endet dann oft in „hmm, dann schreibe ich mal besser nichts, dann kann ich auch nichts falsch machen.“
    Ächz.
    Und wissen Sie was? Genau das ist verkehrt! Denn wenn man so ans Schreiben herangeht, wird jeder Satz ganz bewusst geschrieben, einzeln editiert und wird einfach nur langweiliges, unbrauchbares Zeug. Klischees en masse! Das ist einfach nur Schrott.

    Denney schreibt, dass 90 Prozent der Literatur Shit sind, denn sie sind aus dem bewussten Schreiben entstanden. Während die 10 Prozent, die aus dem Flow oder aus dem Writing in the Zone, wenn das Unbewusste das Schreiben übernimmt, viel besser sind.
    Bradburys „Fahrenheit 451“ in neun Tagen entstanden, Stevensons „Dr Jekyll and Mr. Hide“ in drei Tagen! Es gibt unzählige Beispiele dazu.
    Schreiben wie im Fieber, ohne genau zu wissen, was man da tut, das ist es, was ich suche: eine Eintrittskarte in das Zone-Writing.
    Muss nur einen Kartenverkäufer finden, dann wird alles ganz einfach.

    Tja, ich würde mich auch gerne von der Klippe stürzen, aber mir wachsen einfach keine Flügel und das Schwimmbecken, in dem ich aufpralle, ist natürlich:
    leer.

    Und so etwas wie Betonverkäufer? „Nehmen Sie diesen Beton. Er ist erstklassig. Ich habe alle meine Werke mit ihm getippt.“

  14. MolGugge schreibt:

    Hmmm, Werke in Beton getippt bleiben bestehen wie in Stein gemeiselt!

    (soweit der richtige Beton nach Härtegrad, pH-Wert, Zuschlägen, Zusatzstoffen, Fasereinbindungen und Trockenrohdichet gewählt wurde)

  15. Anna Nuehm schreibt:

    Ja, aber man beißt sich an ihnen die Zähne aus. Sowohl beim Schreiben, als auch beim Lesen.
    Viel schöner wäre es, Werke aus gesponnenem Gold zu schreiben, federleicht und durchsichtig wie Spinnweben, glitzernd in der Sonne und so zart, als hätten winzigkleine Feenhände sie gewebt. Wirft man sie in die Luft, dann schimmern sie in allen Regenbogenfarben und schweben sanft davon.
    Und so fragil sie auch aussehen, sind sie dennoch unzerstörbar, weil sie aus diesem besonderen Feenzauberstoff gewebt sind.

    „Hallo, Nuehm mein Name. Ich wollte gerne Feenzauberstoff bestellen, am besten fünfhundert Meter, denn…“
    „Ist aus. Hamm wir nicht.“
    „Oh nein, das ist ja schade! Was haben Sie denn stattdessen?“
    „Beton.“
    „Beton?“
    „Beton.“

  16. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber lautleise,
    danke für die Warnung, aber das von Tschechow wusste ich schon. ;-)
    Und woher: aus dem Buch von Jim Denney!
    Nein, man hat den Text nicht fix und fertig erdacht. Man denkt den Text nicht bewusst und tippt ihn dann ein.
    Wie sollte das denn auch gehen, über Hunderte von Seiten? Jeden einzelnen Satz denken, ihn auswendig lernen und dann alles schreiben? nein, denney beschreibt das ganz anders.
    Man hat vielleicht die Randsteine erdacht, die Eckpunkte, die Botschaft oder die Plot-Outline, aber das eigentliche Schreiben übernimmt dann das Unbewusste, das die Worte in den Schreiber hineinströmen lässt. Er lässt es dann aus sich herausströmen und bringt es zu Papier. Sehr oft verliert man dabei das Gefühl für Zeit und Raum, bzw. die Realität.
    Es ist so ziemlich das komplette Gegenteil von „ich denke mir etwas aus und schreibe es auf“.
    Es läuft über das Unbewusstsein. Über Gehirnbereiche, an die man im normalen, bewussten Wachzustand nicht herankommt.
    Deine Deutscharbeit hast somit nicht du selbst geschrieben, sondern dein Unbewusstes. ;-)

  17. MolGugge schreibt:

    hoffentlich hat der Siegmund das nicht mitgekriegt, dass da seine Erfindung zur Arbeit gezwungen wurde!

  18. Anna Nuehm schreibt:

    haha, verehrter MolGugge, der war gut!
    Siegmund hat das Unbewusste nicht erfunden, sondern nur entdeckt. ;-)

    Und ja, ich bin absoluter Fan von diesem ganzen Unbewusstseins-Gedöns. Ich muss ja gestehen, dass ich es hier und da auch schon erlebt habe, ein paar Sekunden lang. ;-)
    Es ist ein tolles Gefühl. Man fühlt sich frei und leicht.
    Das Beste ist aber, wenn man später etwas liest und sich nicht erinnern kann, dass man es selbst geschrieben hat. Das ist dann so richtig toll!

    So wie Denney das macht, stundenlang in dieser Zone – anderes Wort für Unbewusstes – herumzuspazieren, DAS würde ich auch gerne können.
    Und ich bemühe mich, es zu lernen und irgendwie den Dreh raus zu bekommen.

    Wie erwähnt, das Buch ist wirklich zu empfehlen.

  19. crischo schreibt:

    Räusper, räusper, Frau Nühm, so wird das aber nix, wenn Du den Flow darauf verwendest hier Kommentare zu lesen und zu beantworten.

    War Teschechow nicht der Typ, der in Raumschiff Enterprise dafür zuständig war, die Kiste auf Warp-Geschwindigkeit zu bringen ? Kleine Anspielung: Warp-Geschwindigkeit !

    Denn ich will jetzt endlich mal wieder ein gescheites, anständiges Buch lesen – und es wird noch Jahre dauern, bis mein eigenes fertig sein wird – dann natürlich fraglos ein Weltbestseller…

    Bis dahin würde ich ja Deines lesen, wenn es denn mal erscheinen würde. Jedoch, wenn ich mir Deine Verzögerungstaktiken zur Schreibvermeidung so anschaue, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich lange vor Dir fertig sein werde, selbst wenn ich nur mit einem Finger tippe….

  20. Anna Nuehm schreibt:

    Lieber lautleise,
    so lange du dich nicht in einen Käfer verwandelst oder in einen Golem, ist alles in bester Ordnung! Mach dir keinen Kopf! :-)

    Räusper, räusper Räuspchen,
    wer räuspert in meinem Häuschen?
    @Äh, crischo! Ich kann das alles erklären! Also, ähm, äh, hehehehe…
    Naja, ich hoffte, es fiele keinem auf?
    Nun ja, um die Wahrheit zu sagen: meine Inkonsequenz ist von derartig legendärer Vorhersehbarkeit und Verlässlichkeit, dass sie sich klammheimlich in ihr Gegenteil, eine wunderbare Konsequenz verwandelt hat. Und diese ist dann mein zweiter Vorname. :-)

    Nein, mal im Ernst. Du hast Recht! Ich werde ein paar Gänge zulegen. Obwohl du von mir mit Sicherheit kein anständiges Buch erwarten solltest! Und schon gar keine Weltliteratur.
    Das wird einfach nur Fun.
    „Warp-Geschwindigkeit, Captain Picard? Und was, wenn die Borgs kommen?“
    „Selbstverständlich Warp-Geschwindigkeit, Sie Pfeife! Die Borgs werden wir einfangen und zu unseren Sexsklaven machen. Was halten Sie davon?!“
    „Ääääääh.“

    Und nun, meine Lieben:
    Frau Nuehm schreitet an ihren Pc und steigt wie eine Rakete in the Zone of writing auf.
    BOOOOM.

  21. Anna Nuehm schreibt:

    haha, lautleise, söhr wötzig. ;)
    Ich mache dir hiermit einen tollen Vorschlag:
    Schreib doch „einfach“ selber einen klitzekleinen Roman! :-))))
    Ich würde ihn sofort kaufen! Ehrlich!
    Und wenn du dann den Nobelpreis bekommst, sitze ich vorm Fernseher und sage voller Stolz: „Ha, das ist einer meiner Kommentatoren.. Ich kenne diesen Mann. Nicht persönlich, aber virtuell. Also fast.“
    ;-)

  22. Anna Nuehm schreibt:

    Update: Ich lebe noch. ;-)
    Teste gerade ein neues Schreibkonzept: Anstatt pro Tag auf eine bestimmte Stundenzahl zu kommen, die oft für stundenlanges, tatenloses über dem Laptop Herumhängen und versonnen in die Ferne Starren missbraucht wurde, versuche ich, täglich mehrere tausend Wörter zu schreiben.
    Ziel: 20.000 pro Tag, Stand: 6000. Dies gilt aber nur für den „First draft of everything“, der, wie wir wissen, „Shit“ ist – danke, Ernest! – und gefühlte fünf Milliarden Mal überarbeitet werden muss.

    Also, ich komme voran, getreu dem Motto: Gestern standen wir noch am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter.
    Haha, Scherzchen.

    Naja, Sorge bereitet mir nach wie vor meine ausgeprägte Rosamunde-Pilcherisierungs-Sucht, die mir beim Schreiben Tränenströme und Freudenschreie entlockt, beim nochmaligen Lesen leider Brechattacken und Wutanfälle.
    Aber sonst gehts mir SUPPPPAAAA.

  23. Anna Nuehm schreibt:

    Hallo lautleise! :-)
    Ich bin sofort munter! ;-)Nichts Schlimmeres, als eine Knobifahne, zehn Meilen gegen den Wind. Und das im Sommer bei 35 Grad! Atemberaubend!
    Tja, diese ganzen Singles sollten mal überlegen, woher das kommt! :-)

  24. Anna Nuehm schreibt:

    Wieso riechst du das nicht?
    Knobifahne ist keine Erotik, sondern einfach nur Knobi.
    Eine Pfefferminzfahne ist pure Erotik. ;-)

  25. crischo schreibt:

    Rosamunde Pilcher ? Ich habe mal eben in dem von mir selber entwickelten Blogpersönlichkeitsanalysator in der Rubrik „schreibt wie:“ Rosmanunde Pilcher eingetragen.
    Ist es erstaunlich, dass sich nach erneuter Auswertung der Daten Dein Alter um 57 ! erhöht hat ? Beim Geburtsdatum, wo, schon 2 Zahlen standen wurde wieder alles ge-ixt und auch bei „Autokennzeichen“ und „Haarfarbe“ steht jetzt nur noch XXXXX – Mist, ein echter Rückschritt….

    Dabei schreibst Du gar nicht wie Rosamunde Pilcher, sondern wie Ildiko von Kürthy…wer immer das auch sein mag.
    Woher ich das weiß ? Na die FAZ hat eine lustige „Ich schreibe wie…“ – Webseite veröffentlicht.

    Dort habe ich obigen Blog-Post reinkopiert – und das war dann das Ergebnis. Ja und dieser Test ist absolut unbestechlich, denn auch wenn ich alle unsere Kommentare mit dazu nehme, kommt dabei heraus: Ildiko von Kürthy !!

    Wir also sollen alle wie Ildiko von Kürthy schreiben ? No, never !
    Es gibt nur eine Erklärung für mich: Ildiko von Kürthy schreibt so wie wir !

    Hey, Ildiko! Liest Du hier mit und schreibst dann alles ab ?

    Na gut, ich habe das auch mit einer meiner Schreibproben gemacht. Dabei kam heraus, ich würde wie „Melinda Nadj Abonji“ schreiben…

    Da ich die Dame nicht kenne, habe ich dann mal gegoogelt: Frau Abonji entstammt der ungarisch sprechenden Minderheit in Jugoslawien und ist im Teenageralter mit ihren Eltern in die Schweiz ausgewandert, wo sie dann ihr stilvolles deutsch lernte.

    Auch hier drängt sich der Verdacht auf – Abonji schreibt wie Crischo…

    Wer also mal selber schauen will: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/ich-schreibe-wie/stiltest-ich-schreibe-wie-11480570.html

    Sollte dann aber bei dem ein oder anderen doch noch Rosamunde Pilcher herauskommen, naja, dann weiß ich auch nicht mehr weiter.

  26. Anna Nuehm schreibt:

    Chrischo, tolle und umfassende Analyse! Ich nenne dich dann ab jetzt nur noch Melinda. :-)
    Sehr interessant. Ildiko von Kürthy kenne ich, also nicht persönlich, sondern ihre Bücher. Sind ganz witzig.
    Aha, dann schreibe ich also wie sie, vielmehr sie wie wir. Damit könnte ich leben, wenn es nicht noch Rosamunde gäbe… :-(
    Wobei ich dich zumindest – teilweise – beruhigen kann. Mein Alter ist noch zweistellig und ich bin immer noch blond.

    Es ist eben meine wahnsinnige, überbordende Angst, KITSCH zu schreiben. *schreiend davonlauf.
    Denn, weisst du, solange es locker und flockig zugeht, ist Frau Nuehm gut dabei, damit kennt sie sich ja aus, aber sobald Gefühle ins Spiel kommen, dann erleidet sie einen sprachlichen Totalausfall und pilchert herum, dass die Schwarte nur so kracht.
    Isch möschte das nischt! * wie Hape Kerkeling sprech
    Tja, so isset. Ich lass dieses ganze Gefühlszeugs einfach weg!

  27. Anna Nuehm schreibt:

    Ach so, lautleise, und ich dachte schon, du hättest eine Nasenstörung oder so. ;-)
    Ach, verdammt, lautleise, warum kennst du nicht Lektoren, die mich kennen! (…lernen wollen..)
    Das wäre jetzt äußerst praktisch.

  28. Anna Nuehm schreibt:

    mihihi, kleines Update:
    Ich habe soeben den Test mit einem Textteil aus dem neuen GRANDIOSEN Roman gemacht:
    Ich schreibe wie Daniel Kehlmann! *juchhu

  29. crischo schreibt:

    Eigentlich wollte ich Dich nicht noch mehr vom Schreiben abhalten, aber eines würde mich doch noch interessieren. Welche von den Melindas hast Du jetzt gemeint ? https://www.google.de/search?q=melinda&safe=off&client=firefox-a&hs=OV4&rls=org.mozilla:en-US:official&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=oQESUunsNOKn4gT3pYGgCQ&ved=0CHIQsAQ&biw=1680&bih=920

    Dass Ildigo der Vorname einer Frau ist, muss ich jetzt erst einmal verdauen. Ich sehe, ich muss mich doch etwas mehr mit Literatur beschäftigen und nicht nur mit den Krachtlhubern, die irgendwo durch den Dschungel kriechen…

    Blond sagst Du ? Moment ich schau mal nach – ja, das sagt mein Programm auch. Hurra ! Ein Treffer !

    Sei beruhigt, kitschig war bisher noch nichts, was ich hier im Blog gelesen habe, aber die Grenzen sind da ja fließend. Was für den einen vollendete Kunst ist, ist für den anderen Kitsch.
    Also zum Beispiel, wenn Du den Helden über 30 Seiten sterben lässt, während seine Gefährtin sich die Augen ausheult und dauernd „nein,nein,nein“ schreit und im Hintergrund ein Chor das Ave Maria singt. Ja das wäre kitschig finde ich, andere mögen so etwas.
    Aber dass die Gefährtin nach 3 Zeilen das Messer zieht und es dem Helden ins Herz stößt, um seine Qualen zu verkürzen, hm, das wäre vermutlich nicht kitschig, aber recht gefühllos.
    Ein schmaler Grat ist das…

  30. Anna Nuehm schreibt:

    Nein, nein, crischo, keine Sorge der bzw. die Einzige, die mich vom Schreiben abhält, bin immer noch ich selbst. Aber ich war heute schon ziemlich fleißig…
    Hui, das sind ja jede Menge Melindas… Such dir einfach die Schönste aus, die darfst du dann sein. ;-)

    Ha, auf dem Blog findest du auch nichts Gefühlvolles und weisste wieso nicht?! Ich schreibe hier nicht über Gefühle, wenn dann sehr sehr sehr versteckt.
    Hmm, vermutlich kann ich es deshalb nicht so gut: Mir fehlt einfach die Übung.

    Kitschig sind ja manchmal schon ganz profane Sätze wie „ich habe dich vermisst“ oder „es ist schön, dass du da bist“ – gesagt, sind sie ganz normal. Geschrieben wirken sie dann abgedroschen, kitschig und einfach nur verpilchert.
    Und alles ironisch zu brechen, geht auf Dauer auch nicht, das wirkt dann, wie du richtig schreibst, irgendwann gefühllos…
    Das mit den Ave Marias baue ich aber vielleicht ein. *hihihihi

  31. Anna Nuehm schreibt:

    ” Schade, daß du wieder da bist! ” sagte er, während er weiter sehr vorsichtig das Meißner Porzellan mit den Händen spülte.
    Er spülte das Meißner Porzellan von Hand? Ihr geliebtes Porzellan? Von? Hand?
    Fassungslos starrte sie ihn an, während er so tat, als wäre es das Normalste von der Welt.
    Jetzt fing er auch noch an zu pfeifen! „I’m walking on sunshine“ pfiff er, frisch, fröhlich und – falsch. Das Ave Maria in ihrem Kopf toste laut und lauter, es mischte sich mit dem Pfeifen aus seinem Mund zu einer Kakophonie des Graues. Und als er mit einem süffisanten „Hoppla“ den Knopf des Zuckerdosendeckels abbrach, war es um ihre Selbstberrschung geschehen.
    Wie das Messer plötzlich in ihre Hand gekommen war, wie oft sie zustach, sie konnte sich höchstens an die ersten 117 Stiche erinnern, an die weiteren dann nicht mehr, alles verschwamm in einem Meer aus Blut und – Meißner Porzellan.
    „Wie kann man auch Meißner Porzellan von Hand… Ich traue mich kaum, es auszusprechen… Also, mildernde Umstände… Nein, ich würde eher sagen: Notwehr. Ein klarer Fall von Notwehr.“ sagte der sexy Kommissar und sah ihr unverwandt in ihre Augen. „Haben Sie heute Abend schon…?“

  32. MolGugge schreibt:

    Wie ich feststellen muss sind die Bemühungen um die gefühlvollste Verbalisierung ohne Abrutschen in Kitschiges hier nur auf einem Weg:
    http://tinyurl.com/8ylp7tf

    Na ja, vielleicht ist das ja ein gutes Zeichen?

  33. crischo schreibt:

    Sehr schön – auf dem Weg zum Weltbesteller! – kein Kitsch – ACDC spielt das Ave Maria ! Bei 20000 Wörtern pro Tag solltest Du ja seit gestern fertig sein oder schreibst Du gleich noch Band 2 und 3 ? ;-)

    Bevor mich jemand des Plagiierens beschuldigt – der Ave Maria Chor im Hintergrund der Sterbeszene ist nicht wirklich von mir…
    Gab’s schon mal.
    Bei Karl May.
    Winnetou 3.
    Sterbeszene Winnetou – ein sächsischer Auswandererchor (…oder waren es Pfälzer ? – ist schon recht lange her, dass ich das Buch gelesen habe…), der von Winnetou gerettet wurde – singt dem sterbenden Indianerhäuptling ein Ave Maria, während der seine letzten Atemzüge tut. Auf eigenen Wunsch, sollte man noch hinzufügen.
    Also, genau auf die Wortwahl achten, sonst kommt beim Schreibstiltest heraus: Anna Nuehm schreibt wie Karl May – und wer will das schon ?

  34. Anna Nuehm schreibt:

    Das ist auf jeden Fall ein gutes Zeichen, verehrter MolGugge!
    Highway to Hell – schöner kann man es nicht ausdrücken!
    Und dieser Highway muss breit sein, man muss mindestens 200 PS unterm Hintern haben und das Gaspedal voll durchtreten. *Roaaaaaaaaaammmmmmm
    Und dann mit Vollgas in die Hölle hinein.
    Wenn es dann so richtig heiß wird, noch mehr Gas geben, noch schneller fahren und bloß nicht den Fehler machen, anzuhalten, kurz auszusteigen, ein bisschen in der Hölle herumzuspazieren…
    Einfach Gas geben. Und bloß nicht nachdenken. (Was tue ich hier? Warum mache ich das überhaupt? Schreiben? Wozu soll das gut sein? Kann ich das überhaupt? Wer will das lesen? Hmm? WAS SOLL DAS ALLES???)
    Dann wird alles, alles gut. ;-)

  35. Anna Nuehm schreibt:

    crischo, nein, ich bin leider noch nicht ganz *hüstel* fertig.
    Die 20.000 pro Tag sind anvisiertes Ziel, die ich leider noch nicht schaffe, bin eher so bei 4.000 bis 6000.
    ABER, und das ist die gute Nachricht, ich komme voran. Wobei der Roman, an dem ich jetzt arbeite, bisher 50.000 Wörter enthält, Start am 24.07. und der, den ich zu 99% beendet habe, ca. 110.000. Aber den habe ich zum Reifen weg gelegt…
    Also in nächster zeit wird ja IRGENDETWAS mal fertig werden und dann.. holla die Waldfee. :-)

    Winneotou und Ave Maria, wie konnte ich das vergessen?! *schluchz
    Wobei ein Indianderhäutling, der Ave Maria hören möchte??? Hmmmmmmm.
    :-)))

  36. Anna Nuehm schreibt:

    lautleise, ne Nutella-Stulle!
    „Harry, das Nutella-Glas ist leer. Ich kann sooooo nicht arbeiten! Du kaufst jetzt sofort ein neues und bringst mir auch diese leckeren Gummitierchen mit. Diese Frösche. Können auch Vampire sein. Los, Harry, hurtig!“

    Verbrauch Nutella-Gläser pro Roman: 47
    Brote: 138
    Nerven: 1,3 Milliarden

  37. MolGugge schreibt:

    Sehr geehrte Frau Nuehm,
    bei ca 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen) im menschlichen Körper ist ein Romanverbrauch von 1,3 Milliarden, also gerade ein mal 1,3%, ja noch im überschaubaren Rahmen.

    Und ich bitte unbedingt zu beachten, dass der Herr Winetou nicht einfach ein Indianerhäuptling von den Mescalero-Apachen war, sondern der Gutmensch an sich und im Besonderen, der edle Wilde mit deutscher Erziehung und tiefem Glauben christlicher Prägung an Manitou und Wakan Tanka!!
    Und ausserdem ein Schönling!!
    „Der Schnitt seines ernsten, männlich schönen Angesichtes, dessen Backenknochen kaum merklich vorstanden, war fast römisch zu nennen, und die Farbe seiner Haut war ein mattes Hellbraun, mit einem leisen Bronzehauch übergossen.“ (aus „Weihnacht!“)

    Im Übrigen möchte ich anregen, auf dem Highway nicht zu sehr die Hölle zu entfesseln, nicht dass dann noch jemand daran Anstoß nimmt und fordert:
    http://tinyurl.com/ykvhalk

  38. MolGugge schreibt:

    Sehr geehrter lautleise,

    kann es sein, dass Doro nie die Gnade hatte, Sie kennen zu lernen?
    Könnte das eine Erklärung sein???

  39. Anna Nuehm schreibt:

    Hach, danke, verehrter MolGugge, das beruhigt mich ja ungemein. Ich dachte schon, meine Nerven wären alle aufgebraucht, aber so kann ich mindestens hundert* Bücher schreiben und habe immer noch welche übrig. :-)
    Winnetou, ein Schönling, noch mal hach! :-)
    Ich muss unbedingt einen Winnetou-Verschnitt in meinen Roman einbauen!

    Hölle on the Highway: an sich kein Problem, wenn man nicht auf die Idee kommt, auszusteigen und den Reifendruck zu überprüfen!

    Verfolge zudem interessiert die Diskussion um Konzerte, ja, nein oder lieber doch nicht.. ;-)

    *ääh, 99 oder 98?

  40. MolGugge schreibt:

    76, und ein umfangreiches Essay.

    Wobei ich auf das Essay eventuell verzichten würde, da vielleicht ein gewisser Vorteil darin liegen könnte, die berühmten Neuronen nicht auf Null zu reduzieren sondern die letzten knapp 1,2 Milliarden in der Hinterhand zu behalten!
    Nicht, dass da dann plötzlich Nichts ist, denn dann würde ja doch nur wieder die Frage auftauchen, was denn da ist, wo Nichts ist!

  41. Anna Nuehm schreibt:

    Ah, verehrter MolGugge, nur 76, das klingt doch schon viel besser. Ich meine, 76 sind doch locker zu schaffen…
    1,5 habe ich ja schon – naja, eher 0,9 – und heute habe ich bereits ganze *Trommelwirbel* FÜNF Wörter geschrieben! Oder waren es jetzt Worte? Verdammt, ich kann mir nie den Unterschied merken…

    „Nichts“ wäre in meinem Fall einfach eine durchgehend gerade Linie der Gehirnaktivität, die in Filmen immer hektische Aktivität auslöst:
    „Wo ist der Defibrillator?“ „Keine Ahnung, Doktor. Haben Sie ihn nicht mit nach Hause genommen, um Ihren Hund zu züchtigen?“- mit anderen Worten (hehe, hier heißt es auf keinen Fall „Wörter“!):
    Business as usual.*

    *Der geneigte Leser bemerkt es mit Erschauern: Frau Nuehm ist heute mal wieder auf dem Selbstzerfleischungstripp – alle in Deckung!!!**

    **Ist nur ein kurzer Anfall, ist gleich vorbei. Gleich, also fast sofort. Kann sich nur um… ächz…. jammer….Sekunden….doppelächz … handeln.

  42. Anna Nuehm schreibt:

    PS: MolGugge, ein Essay? Meine Güte, jetzt werden Sie aber anspruchsvoll, um nicht zu sagen: übermütig. Halten Sie mich etwa für ein gottverdammtes*… Genie?
    ;-)

    @lautleise: oh! Ohoooo! Uuuuh! Ein echter, wenn auch ehemaliger Schwerenöter! und das in meinem Blog.
    Ich fühle mich verdammt* geehrt! Aber holla die Waldfee! :-)

    * An Tagen wie diesen ist Fluchen der einzige Ausweg, verdammt noch mal.

  43. MolGugge schreibt:

    Für diese momentane und zeitlich wohl kaum ins Gewicht fallende kleine Selbstzerfleischungsentgleisung im Zusammenhang mit der angeblich fast drohenden Blokade des Produzierens von Wörtern in sinnvoller Reihenfolge ist es aber ein gutes Zeichen, dass trotzdem, überprüft mit dem weiter oben genannten Tool, dieser Ihr letzter Kommentar voll im Stil eines gewissen Herrn Ingo Schulz geschrieben wurde!

    Wie schon mal erwähnt, man findet immer was zum Loben :-)

    PS: Ich habe mich Ihrem exorbitanten Stil bei der Verfassung dieser Antwort angeschlossen.

  44. Anna Nuehm schreibt:

    „Les mots“, haha, „les mots“! lautleise, du machst es dir aber ganz schön einfach…
    Die Franzosen, die alten Schlendriane, nehmen das lässig, hängen sich eine Gauloise in den Mund, ein Baguette über die Schulter, sagen „Puh“ und zucken nur mit den Schultern.
    Im Deutschen gibt es sehr wohl einen Unterschied zwischen Wörtern und Worten.
    Wörter sind eher die grammatische Einheit, Worte eine gedankliche, bzw. Sinneinheit.
    Der kluge Leser findet das hier:
    http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-abc-worte-woerter-a-307445.html
    (Na, wem erzähl ich das, du hast doch mal ein bisschen*hihi Germanistik studiert…

    @MolGugge, Sie finden auch immer ein tröstendes Wort und wie Sie so schön dahinmäandern, das würde besagtem Ingo Schulz – who the f… is Ingo Schulz? – bestimmt sehr gefallen.

    Fünf tapfere Wörter stemmen sich wie ein Bollwerk gegen die drohende Blockade, die aus allen Kanonenrohren auf die Wörter schießt. Da, das erste Wort kippt bereits um, röchelnd liegt es am Boden „sag Winnetou, dass er für mich immer der einzige wirklich…*röchel-dahinsterbs..“ – „Verdammt, wir werden nie erfahren, was es sagen wo…“- und da, das zweite Wort fällt ebenso und haucht sein kleines Leben aus. Aber die todesmutigen letzten drei Kampfgefährten bäumen sich auf, haben eine zündende Idee „Schnell, wir müssen uns vermehren!“ – Huch, ich bin aber gerade nicht in Stimmung!“ „Stimmung? Stimmung? Komm jetzt nicht mit Stimmung! Los, bück dich!!“ „Huch?! Okay… kicher..“ – und da sprießen sie auch schon wie die Pilzchen aus dem Boden und quellen aus allen Ecken und Enden hervor, bis die Schreibblockade mit einem gewaltigen RUMMS umfällt und in tausend Stücke zerspringt.

    — THE END —
    Abspann.

  45. Anna Nuehm schreibt:

    Naja, lieber lautleise, eine echte Schreibblockade habe ich auch nicht. Irgendwie geht es ja immer… naja… du verstehst. Will sagen: das haben nur die Profis…
    Aber deine Schreiblockade finde ich auch gut. Dreh doch einfach warmes Wasser auf! Mensch, lauti, alles muss man dir erklären! ;-)

  46. Anna Nuehm schreibt:

    Ich habe soeben beschlossen, nicht mehr über das Schreiben zu schreiben. Ich geh mir damit tierisch auf den S…enkel.
    Sollte etwas von dem, was ich geschrieben habe, veröffenttlicht werden, werde ich natürlich hier darauf hinweisen. Alles andere – ja, nein, vielleicht, heul, zeter, jammer, jubel, ach alles Scheiße, ich hasse-liebe-hasse-weiß nicht Schreiben – bleibt ab jetzt unter Verschluss.
    Und das ist auch gut so.
    Prost! Aus die Maus. :-)
    Ab sofort nur noch KATZENCONTENT!*

    *Dabei habe ich nicht mal eine, aber egal.

  47. Anna Nuehm schreibt:

    Miau. Also absichtlich kalt duschen kommt mir auf keine Kuhhaut! ;-)

  48. Anna Nuehm schreibt:

    Hilde ist echt süß. Jeder Mensch sollte so eine Hilde haben. Jawohl. Oder auch zwei.
    ;-)

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