Pflaumiges Update

Da ich in den vergangenen Wochen meine geheime Superkraft ausschließlich zum Kochen von Pflaumenmarmelade eingesetzt habe, ist jetzt Schluss damit!
Nein, nicht mit meiner geheimen Superkraft, sondern mit den Pflaumen. Der Baum ist abgeerntet, der Keller ist bis zum Zerbersten gefüllt mit Marmelade, die keiner isst, und der Hund lebt auch noch. Wie, ist mir allerdings schleierhaft, denn es sah manchmal so aus, als würde er explodieren. Einfach so. Tat er aber nicht.
Zur Feier des Tages habe ich mich dann unter den Pflaumenbaum gelegt und einen auf Indian Summer gemacht. Hat voll funktioniert.
Meine geheime Superkraft kann jetzt wieder voll und ganz für meine zahlreichen Projekte eingesetzt werden, die da wären:
– nutzlos im Internet rumsurfen
– sinnfrei im Internet rumlabern
– das Internet mit meiner Anwesenheit vollstopfen, bis es ächzt
– geschwurbelten Unsinn schreiben, auch außerhalb des Internets
– Gott auf den heiligen Geist gehen
– die ganze Welt nerven
– Schuhe bei Za*ando bestellen
– Holundermarmelade koch… ach, nee, lieber doch nicht..
– mir Gedanken über den tieferen Sinn von Dienstagen „an sich“ machen
– mir an sich Gedanken über „an sich“ machen
– mir an sich Gedanken an sich über an sich „an sich“ machen. So an sich.
– Und so weiter…
– meinen Lesern einen geheimen Ohrwurm einpflanzen, der wie heißt? Ja, wie heißt er denn, so an sich???
– Hypnose. Ohne, dass es einer an sich merkt. An und für sich ganz einfach.
– Hackbraten

Sie werden sich jetzt langsam fragen, wo genau die gute Nachricht in diesem Eintrag versteckt ist, wie sie heißt und wann sie endlich kommt?
Tja, DAS frage ich mich allerdings auch! So an sich….

Über Liv Maxx

I love Writing.
Dieser Beitrag wurde unter Zwischendurch abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

23 Antworten zu Pflaumiges Update

  1. MolGugge schreibt:

    In Abänderung einer der sinnfreien angesterbten Beschäftigungen würde ich anraten, den Punkt Hollundermarmelade kochen tatsächlich entfallen zu lassen und zu ersetzen durch Hollundersaft produzieren und einlagern.
    Dieser ist zum Einen platzsparender, durch die Erzeugung im Dampfentsafter sicher keimfrei und damit ohne Konservierungsstoffe lange lagerbar und zum Anderen eine hervorragende Grundlage sowohl für einen alkoholfreien (aber selbstverständlich jederzeit eintsprechend verdünnbaren) schönen heissen Punsch als auch als Grundlage für gekühlte Getränke, und das Alles ohne Zuckerzusatz!!!

  2. Anna Nuehm schreibt:

    Gute Idee, MolGugge. Meine Marmeladenvorräte würden auch für die nächsten Atomkriege ausreichen und so viel Brote kann kein Mensch essen! das geht einfach nicht!
    Holunderlikör – mmh.
    „Wer Sorgen hat, hat auch Likör.“ Bevor jemand fragt:
    Nein, Sorgen habe ich keine, nur hin und wieder ausgeprägte Desillusionen.
    Ich meine, das hier – mit ausgebreiteten Armen im Blog herumzeig – ist alles nur die Spitze meines persönlichen Eisbergluxusproblems.
    Immerhin trage ich dabei einen Kaschmirpulli, es ist nämlich saukalt hier!

  3. MolGugge schreibt:

    Beim HolunderSAFTauskochen wird es schon warm werden :-)

    Und für Punsch mit Hollundersaft, also, also da hätte ich dann ein Rezept, das Jahr für Jahr wieder begeistrten Lob auf dem Weihnachtsmarkt findet :-)

  4. Anna Nuehm schreibt:

    Oh, ich bin gespannt! Werde heute nachmittag SOFORT auf die Leiter steigen und nix wie ran an den Holunderbusch!
    Punsch. Ich liebe Punsch. Das klingt so nach guter Laune, beschwipsten Menschen in Salz-Pfeffer Anzügen, Agatha Christie, Holmes Meerschaumpfeife, England, Eiern – wenn Eierpunsch – Küssen unter Mispelzweigen, Lebkuchen, Zimtstangen und Weihnachten!
    ;-)

  5. MolGugge schreibt:

    Isch sagte doch, in der Normalausführung ist der Punsch alloholfrei.
    Dafür aber auf Grund der Zutaten schon hart an der Grenze zu Heilmittel/Naturmedizin :-)
    Und schmeckt!!

  6. Anna Nuehm schreibt:

    Allohoooolfrei? *hicks..
    Kann ja wohll nisch sein, ey!*hikcs
    Warum sagt mir das dennn* hikcs… keiner?

  7. MolGugge schreibt:

    Wie bereits eingangse erwähnt besteht selbstverständlich jederzeit die Möglichkeit, dieses an sich allohollose Gedränk mit Alkohol in der jeweils präferierten Zusammensetzung nach eigenem Geschmack und im jeweils gewünschten Mengenverhältnis zum Zwecke der Haltbarmachung und Desinfektion zu versetzen!

    And don´t forget the Rum!!

  8. MolGugge schreibt:

    Nachtrag:
    Sehr geehrte Frau Nuehm,
    auf Grund der oft, zumindest aber gelegentlich, zu beobachtenden annähernd melancholischen Grundstimmung war mir schon der Verdacht aufgekommen, SIE könnten sich hinter dieser ihrer Namensvetterin verbergen:

    Aber dann habe ich mir überlegt, dass ein Auftritt von Ihnen beim Reeperbahnfestival sicher hinter der Reeperbahn ein Echo gefunden hätte!
    ;-)

  9. Anna Nuehm schreibt:

    MolGugge, wenn ich so fabelhaft aussehen und musizieren würde, wäre ich dann etwa melancholisch? :-)
    Nein, diese Anna bin ich leider nicht. Die hier aufflackernde Melancholie ist einem chronischen Vitamin D-Mangel geschuldet.. hihi
    Nein, eher den Grenzen, an die ich immer wieder stoße… *seufz
    Tolle Performance im Clip! :-)

    Ha, Holunder ist geerntet, jetzt kommt er in den Topf… *hexenhaftes Lachen

  10. MolGugge schreibt:

    Walle! walle
    Manche Strecke,
    daß, zum Zwecke,
    Saft nun fließe
    und mit reichem, vollem Schwalle
    in die Flasche sich ergieße.

  11. Anna Nuehm schreibt:

    Danke für den Hexenzauber! ;-)
    Habe mir einen spitzen schwarzen Hut gekauft und aufgesetzt… ;-)
    Werde heute nachmittag zum finalen Saftkochen schreiten. Sah aber heute Morgen nach seeeeehr wenig aus… Verflixt.

  12. MolGugge schreibt:

    Wild wächst der Holler in Feld und Wald, bietet seine Früchte dem freudig Suchenden an :-)

  13. Anna Nuehm schreibt:

    Das artet ja in Arbeit aus! Ich könnte den Nachbarn bitten, dass er mir seinen Strauch aberntet. *hihi
    Und die gezupften Beeren gewaschen vorbeibringt. Oder gleich eine Flasche Holundersaft. :-)
    Die grünen Beeren sind übrigens giftig! Oder so ähnlich.

  14. MolGugge schreibt:

    Giftig ist übertrieben.
    Das in den Früchten, und Anderen grünen Pflanzenbestandteien, enthaltene Sambunigrin verursacht Übelkeit, Erbrechen und son Gedöns. Oder kann auslösen.
    Allerdings wird das Zeuchs bei einer Erwärmung auf mindestens 80 Grad abgebaut. Also im damfentsafteten Saft lauert keine grüne Gefahr :-)

  15. MolGugge schreibt:

    Nachtrag (sorry):
    grün ist anscheinend sogar nutzbar:
    http://www.daskochrezept.de/rezepte/gruene-holunderbeeren-kapern_107249.html

  16. Anna Nuehm schreibt:

    Das ist ja überraschend. Holunder ungekocht essen? Und dann auch noch grünen?
    Hmmmm. Auch wenn er in Essig eingelegt ist, ist er immer noch roh..und den soll man doch nicht essen… *sich im Kreis drehende Argumentation
    Hmm, MolGugge, würdest du das essen? *Fangfrage stell :-)

  17. MolGugge schreibt:

    Vorsichtig probieren, ja;
    begeistert sein ehr nicht,
    denn man hat halt früher immer erzählt, dass grüne Holunderbeeren nicht sooooo gesund seien, und selbst beim Verzehr der reifen schwarzen Beeren im Rohzustand trat oft schon nach relativ kurzer Zeit eine entschlackende Wirkung ein :-)

    Noch dazu leben ja die Kapern durchaus auch von ihrem eigenen, etwas herben, würzig-pikanten Geschmack. Ob man das durch Holunder ersetzen kann? Ausser dass die Dinger dann auch grün und rund und sauer eingelegt sind?
    Aberdann noch nicht ein mal Knospen sondern etwas späteres, Früchte.

  18. Crischo schreibt:

    Sorry, wenn ich mich da mal in Eure Giftküche einmische:

    Wikipedia sagt über das grüne Zeugs: Über die Giftigkeit beim Menschen gibt es unterschiedliche Angaben. Sie reichen von ungiftig[5] bis „zu vermeiden“.[6]

    Kapern werden ja normalerweise auch noch erhitzt, auf der Pizza oder im Frikassee.

    Zum Holundersaft: Ich habe schon etlichen in Form von Sirup, natürlich dann verdünnt, zu mir genommen. Bei dessen Zubereitung waren nicht nur grüne Beeren, sondern auch die Stengel noch dran.

    Beim Kochen im Entsafter wird das Gift unwirksam. Zum Schluss wird auch eher einer Sirup als ein Saft draus, hängt von der Zuckermenge ab.

    Schon bin ich wieder weg.

  19. Anna Nuehm schreibt:

    crischo, wieso bist du wieder weg? Warum die Eile? *tztz

    Ich hab letztens noch gelesen, dass Holunder GENERELL roh ungenießbar ist. Und sogar leicht toxisch wirken kann.
    Man muss den immer kochen…
    Bzw. SOLLTE!
    Molgugge, ich würde diese Kapern nicht essen. Äh, dann nehm ich jetzt Erbsen, leg sie in Essig ein und nenn sie dann Erbsenkapern oder so.
    Aber interessant zu sehen, auf welche Ideen Menschen so kommen… ;-)

    Der Holundersaft schmeckt ein wenig bitter. *Gruß aus der Giftküche…

  20. MolGugge schreibt:

    Herb schmeckt der. Herb!!!
    Nicht bitter!!!
    Und mit Apfelsaft gemischt bekommt er die richtige Süsse :-)

  21. Anna Nuehm schreibt:

    Ah, stimmt, „herb“ war der Ausdruck für diesen Geschmack, der einem den ganzen Mund zusammenzieht und einen röchelnd zurücklässt..
    Spässle..
    Ich hab ein kleines bisschen übertrieben…. ;-)
    Stimmt, „herb“ passt besser.
    Apfelsaft, echt ein guter Tipp.

    Wenn das hier so weitergeht, mache ich mich als marmeladenkochende Saftköchin selbstständig, backe dazu noch Plätzchen und Kuchen und verscherbel das alles in meinem lauschigen, im französischen Stil eingerichteten Straßencafé.
    :-))

  22. MolGugge schreibt:

    wenn dann erst noch der Holunderlikör dazukommt.
    Nestle zittert!

    Und ist auch Latwerge im Angebot?

  23. Anna Nuehm schreibt:

    Musste das erstmal googlen! Klingt ja verführerisch, das Zeug. ;-)
    Nein, Latwerge ist nicht im Angebot. Da musste ich an Rübenkraut denken, das ist doch auch so schwarz… *grusel
    Schmeckt das auch wie Teer oder sieht das nur so aus? ;-)

Kommentare sind geschlossen.