D-Day versus Holy Ghost

Noch gestern hagelte es Granaten, aber schon morgen kommt der Heilige Geist über Sie – das Leben kann wirklich sehr abwechslungsreich sein.
Am Besten am gestrigen D-Day-Gedenktag hat mir der Blick von General Merkel gefallen, mit dem sie Putin in alle seine Bestandteile atomisierte: ein Blick wie ein Flammenwerfer. Putin loderte kurz auf, zerfiel dann in schwarze Ascheteilchen, die im nächstbesten Aschenbecher entsorgt wurden. Seine russischen Leibärzte stellten jegliche Wiederbelebungsmaßnahmen sofort ein.
„Könnte man nähen Genosse Putin, bräuchte man 76 Milliarden Stieche. Wer hat Lust? Wer will mache kapute Genosse wieder chanz?“
„Njet.“
„Njet!“
„Also chommt Genosse in Gelbe Sacke, den Frau Merchkel chat dabei. Iest beschlossene Beschluss.“
„Ocheh.“
Mit diesem Blick am Omaha Beach, meine Damen und Herren, hätten wir den Krieg, meine Damen und Herren, nicht verloren. Andererseits:
wer will das schon? Sehen Sie, keiner. So gesehen ist es einfach fantastisch, dass Frau Merkel die Gnade der späten Geburt ereilte.
Abgesehen davon habe ich einen neuen Kühlschrank, und wenn Sie sich jetzt fragen, was zur Hölle der mit dem D-Day zu tun hat: eigentlich nichts, wenn er nicht eine so irrsinnig gute deutsche Wertarbeit wäre. Ein Kühlschrank wie ein Panzer. Ein Kühlschrank wie ein Bunker. Ein Kühlschrank wie eine Maginot-Linie. Ein Kühlschrank, in dem ich gestern versehentlich mein Auto parkte und drei Fahrräder, und wissen Sie was? Es war immer noch genug Platz für einen Kopfsalat, zwei Gurken, tonnenweise Rinderfilet, sieben laktosefreie Joghurts und drei Kilo Schinkenwurst.
Er ist silbern, raumhoch, füllt meine ganze Küche aus und er macht mir ein bisschen Angst. Ich denke, nachts kommen Außerirdische aus ihm heraus, schleichen sich in mein Schlafzimmer und machen dann seltsame Experimente mit mir, so dass ich denke, der Heilige Geist hätte mich infiltriert.
Was dabei herauskommt, haben Sie soeben gelesen: kranke Fantasien, schlimme Hirngespinste, launige Bemerkungen, die keiner braucht, für die ich aber leider nicht zur Verantwortung gezogen werden kann oder sollte.
Tja, und wenn Sie sich jetzt entscheiden müssten, D-Day mit Putin feiern oder sich vom Heiligen Geist erleuchten lassen, dann fiele Ihnen die Entscheidung bestimmt sehr, sehr schwer.
Frohe Pfingsten!

Über Liv Maxx

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10 Antworten zu D-Day versus Holy Ghost

  1. Heiliger Geist schreibt:

    Na endlich schreibt mal wieder jemand über mich. Dachte schon die Menschheit hat mich vergessen. Ist ja auch nicht so einfach mit dem „über die Menschen kommen“.
    So missverständlich.
    Anna, ich komm‘ jetzt mal über Dich!

    Siehste was ich meine?

    Die meisten denken eh, es wäre Taubenscheisse, die ihnen da auf den Kopf klatscht und wischen sich den Holy Spirit ins nächstbeste Papiertaschentuch.

    Dabei kannte ich mal einen, der war Holländer und fast 100 Jahre alt. Und irgendwie dachte er als er noch ein Jüngling war, es wäre wohl eine coole Heldentat am D-Day zusammen mit den Amis den Omaha-Beach hochzurobben.

    Wenn er sprach, dann hat sich das angehört als stünde der Leibhaftige, äh Rudi Carrell vor einem. (Puh, hätte mich fast verplappert und ein schreckliches Geheimnis preisgegeben.)

    Naja,dieser Holländer war Kettenraucher. Und zwar seit dem D-Day. Dort hat er sich eine flache Mulde in den Sand gescharrt und sich dann reingeschmissen und sein Sartsch hat ihm dann eine Kippe angeboten. Die erste Kippe seines Lebens. Und während rundherum die Granaten explodierten und Ärme, Köpfe und Beine abgerissen wurden, hat er eine Kippe nach der anderen gequalmt.
    Lucky Strike natürlich.

    Er hat die Schachtel vom Sartsch leergeraucht, dann die aus seinem Gepäck und dann die von den gefallenen Kameraden, die ja keine Kippen mehr brauchten. Und er hat immer weiter geraucht auch nach dem D-Day. Zigaretten hatten ihn am Leben erhalten. Also rauchte er weiter, denn er dachte, wenn er aufhört, dann würde so eine Grante genau in seinem Schützenloch einschlagen, oder in seinem Auto oder in seinem Bett…
    Er rauchte weiter. Eine Kippe nach der anderen. 82 Jahre lang. Tag und Nacht. Er hat nie wieder aufgehört zu rauchen…

  2. Anna Nuehm schreibt:

    Heiliger Geist, wenn das mal kein flammendes – haha – Plädoyer fürs Rauchen war, weiß ich es auch nicht. Ich werde noch heute damit anfangen, auch nachts beim Schlafen rauchen und auch in meinem Kühlschrank. Irgendwie erinnert mich dein Beispiel an Joopie Heesters, ich weiß auch nicht warum. Er ist doch letztens 154 Jahre alt geworden, oder?
    Danke für die Erleuchtung! Im Übrigen war es heute morgen um 8 Uhr schon viel zu heiß für Pfingsten, aber wem sage ich das. ;-)

  3. Heiliger Geist schreibt:

    Oder Helmut Schmidt, der kettenrauchende Mentholzigarettenjunkie. Wenn er eines Tages aufgebahrt daliegt, wird er nicht verwesen, denn sein Körper wurde schon zu Lebzeiten intensiver gebeizt, als die Mumie von Tut-Ench-Amun. Und die Pilger an seinem Grabe werden noch nach Jahren von einem geheimnisvollen Geruch von Pfefferminz berichten.
    Hatte eben eine Diskussion mit einem Ungläubigen. Nicht einmal die Kausalkette:
    Geist ist Energie, der heilige Geist ist auch Energie, alle Materie ist Energie und somit auch Geist und deshalb ist auch Taubenscheisse nicht nur Materie sondern auch Geist und eben auch heilige Geist!
    Da würde sich das Universum aber einen billigen Scherz erlauben, nein, der heilige Geist käme via Kanüle durch die Fontanelle…

  4. Anna Nuehm schreibt:

    Der Ungläubige hat recht, also wenn der Satz so weitergeht, wie ich denke, er könnte weitergehen. ;-)
    Alles ist Energie. Naja, Taubenscheiße würde ich mal ausnehmen davon. Aber sonst alles.
    Vor allen Dingen Worte, ob geschrieben oder gesprochen. Ist es nicht faszinierend, dass Worte Shakespeares noch nach Jahrhunderten Gefühle in uns auslösen?
    So gesehen, ist auch Shakespeare der Heilige Geist. Und auch Hemingway, der gesagt hat:
    „All you have to do is write one true sentence every day. Write the truest sentence that you know.“
    Und meiner ist: Es ist verdammt heiß hier.

  5. Heiliger Geist schreibt:

    Wow, da kann man doch sehen, wie sich die heftig gestiegenen Temperaturen auf das Denk- und Schreibvermögen auswirken.

    Habe nicht nur ein Wort sondern mehrere vollständige Absätze vergessen und mit letzter Kraft auf den „Kommentar senden“-Knopf gedrückt… in meinem letzten Kommentar…

    Deshalb jetzt auch von mir ein Wort der Weisheit zur Wetterlage:

    Ich habe nichts mehr zum Ausziehen.

  6. Anna Nuehm schreibt:

    Ah, deshalb kam mir der vorherige Kommentar auch so kryptisch vor. Ich dachte schon, es läge an meiner verminderten Denkfähigkeit. :-)))

    Da sage ich mal salomonisch: Besser nichts mehr zum Ausziehen, als nichts mehr zum Anziehen. :-D
    Und Schuhe. Schuhe sollte man immer mindestens 34.000 Paar haben. Für Notfälle.

    Hier weht ein heißer Wüstensand. Gerade kommt Rommel um die Ecke, sein Turban sitzt schief und er murmelt so etwas wie „Verdammt, ist das heiß. Generalmajor, schalten Sie endlich die verdammte Klimanalage an. Und ziehen Sie sich um Himmels willen etwas an, Sie Lümmel.“
    :-)

  7. Heiliger Geist schreibt:

    Wie ist denn das mit Deinem Kühlschrank? Passt da noch ein zweiter Schreibtisch nebst Computer und Monitor rein? Dann würde ich mich da mal bescheiden anmelden…

    Ich schreibe gerade eine neue Version der Genesis. nix mehr mit „..schwebte über den Wassern..“ und so.. Ne, Luke Skywalker spielt dieses mal mit!

  8. Anna Nuehm schreibt:

    Aber natürlich ist hier genug Platz. Mindestens für eine ganze Kompanie, zwei Kästen Bier und Hugo, meinen neuen Lieblingsdrink aus Sekt, Hollundersirup, was noch, Wein, Rest hab ich vergessen. :-)

    Luke Skywalker, genial. Und Gott sagt dann zu ihm:
    „Ich bin nicht mehr dein Vater!“
    Ich möchte dann bitte mitspielen als Yoda und unverständliche, aber weise Dinge von mir geben. Wie sonst auch immer. :-)

  9. Heiliger Geist schreibt:

    Prima! Dann bring ich mal die Erzengel mit, jeder mit ’nem Kasten Bier und seinem Hugo im Schlepptau.
    Den Yoda-Job haste! Obwohl ich eigentlich eine andere Rolle für Dich vorgesehen hatte… Erster Mensch sollte dieses mal eine Frau namens Anna werden….dann eben nächstes mal.

  10. Anna Nuehm schreibt:

    Oh, Gott, ich und erster Mensch. Das will kein Mensch, dass meine Gene sich über den ganzen Erdball ausbreiten!*
    *legt sich wieder im Kühlschrank schlafen

Let it flow ...

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